Während man bei „Germanys Next Topmodel“ nach gutaussehenden Frauen Ausschau hält und bei „Deutschland sucht den Superstar“ nach Gesangstalenten sucht, so geht es bei der Castingshow „Die Höhle der Löwen“, die im Privatfernsehen zu sehen ist, um innovative Ideen.

Die Kandidaten präsentieren der Jury ihre Geschäftsmodelle und hoffen, dass ihre Projekte finanziell unterstützt werden, sodass es zum Durchbruch kommt.

Finger weg vom „Bitcoin Trader“

Auf Facebook findet man immer wieder Werbeschaltungen, die sich mit Produkten befassen, die schon bei der Sendung „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt wurden. So wird auch immer der sogenannte „Bitcoin Trader“ beworben. Bei genauerer Betrachtung wird aber schnell klar, dass es sich hier um Betrug handelt. Die Anzeigen wie Artikel, die davon berichten, dass der „Bitcoin Trader“ in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ präsentiert wurde, sind nämlich allesamt gefälscht. Zudem hat auch kein Jury-Mitglied je in das Projekt investiert – unter anderem auch deshalb, weil der „Bitcoin Trader“ auch nie ein Teil einer „Die Höhle der Löwen“-Sendung war.

Fans der Sendung werden wissen, welche Projekte präsentiert wurden – wer hingegen die Casting-Show nicht verfolgt, der sollte sich im Vorfeld mit den Merkmalen von Werbeanzeigen befassen, sodass man relativ schnell in Erfahrung bringen kann, ob es sich um einen Zeitungsartikel handelt oder nicht.

Kein Jury-Mitglied hat in das Projekt investiert

Investitionen, innovative Geschäftsmodelle oder auch Gewinne – dabei handelt es sich um Schlagworte, die auch im Tagesgeschäft eines Krypto-Traders vorkommen. Das hat sich wohl auch jene Gruppe gedacht, die jetzt mit dem „Bitcoin Trader“ wirbt, der gerne in Verbindung mit „Die Höhle der Löwen“ gebracht wird. An dieser Stelle kann ruhig gesagt werden, dass es sich um Betrüger handelt – werden nämlich Online-Werbeanzeigen geschaltet, die an Zeitungsartikel erinnern und zudem noch eine Verbindung mit einer Castingshow herstellen, wobei es keinerlei Verbindung gibt, so wird schnell klar, dass man hier Kunden gewinnen und sodann über den Tisch ziehen möchte.

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Diverse Anzeigen waren mit Überschriften versehen, die darauf schließen lassen, dass es eine Verbindung mit der Castingshow gibt. Hat man dann auf die Anzeige geklickt, so wurde man auf eine Internetseite weitergeleitet, die im Stil eines klassischen Nachrichtenportals aufgebaut wurde. Im Mittelpunkt des Artikels war der „Bitcoin Trader“. Innerhalb von Minuten soll es mit dem Programm möglich sein, dass man mit 250 Euro einen vier- bis fünfstelliger Gewinn erzielt. Folgt man dem „Bericht“, so hat das Projekt 2,5 Millionen Euro für 20 Prozent bekommen – investiert haben die Jury-Mitglieder Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer.

Selbst das Geschäftsmodell ist erfunden

Bei der Seite handelt es sich natürlich um eine Fälschung. Zudem haben auch die Juroren nie in ein derartiges Projekt investiert – wohl auch, weil es gar keinen Auftritt in der Castingshow „Die Höhle des Löwen“ gab. Befasst man sich intensiv mit dem „Bitcoin Trader“, so wird man auch relativ schnell in Erfahrung bringen, dass es nicht einmal ein deutsches Unternehmen mit einem derartigen Namen gibt. Aber nicht nur der Artikel und das Unternehmen sind frei erfunden – auch das Geschäftsmodell.

Am Ende wird dem Leser empfohlen, dass er den „Bitcoin Trader“ selbst ausprobieren soll. Für den Test wird auch nicht viel benötigt – die Registrierung ist kostenlos, sodann muss nur ein Mindestbetrag in der Höhe von 250 Euro überwiesen werden. Die Rezensionen, allesamt gefälscht, sollen natürlich das Gefühl vermitteln, hier könnte man tatsächlich hohe Gewinne einfahren.

Wie erkennt man eine Werbung?

Hier liegt ein Betrugsfall vor, der relativ schnell entlarvt werden kann. Werbeanzeigen, die sich auf Newsportalen befinden, müssen immer mit „Ads“ oder „Anzeige“ gekennzeichnet sein – auf Facebook findet man etwa den Hinweis „Gesponsert“. In diesem Fall handelt es sich also um keinen Nachrichtentext, sondern um Werbung.

Klickt man auf den Link, so ist es ratsam, wenn zuerst nach einem Impressum gesucht wird. Wer kein Impressum findet, sollte die Seite wieder verlassen. Ist man zudem unsicher, ob es sich um Betrug handelt oder um die einmalige Chance, richtig viel Geld abzustauben, sollte im Internet nach Erfahrungsberichten suchen.

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1 KOMMENTAR

  1. Dass man jetzt eine 2 Monate alte Geschichte abschreibt und als neu verlauft… dabei gibt es doch so viele Themen, die interessant wären.

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