Es gibt ein Land, in dem bereits mehr Autos mit elektrischem Antrieb verkauft werden als Benziner und Diesel-Autos zusammen.

Von Marco Maier

Westeuropas größter Öl- und Gasproduzent hat gerade einen historischen Rekord auf seinem Markt für Elektrofahrzeuge aufgestellt. Zum ersten Mal übertraf der Verkauf von Elektrofahrzeugen in Norwegen im März die Verkäufe von Benzin- und Dieselfahrzeugen zusammen. Dies bestätigte die unbestrittene weltweite Marktführerschaft des nordischen Landes auf dem Markt für Elektrofahrzeuge.

Damit schreitet das skandinavische Land weiter seinem Ziel entgegen, bis zum Jahr 2025 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zu verkaufen. Das heißt, welche die mit Elektroantrieb oder beispielsweise mit Wasserstoff fahren.

Der rekordverdächtige Marktanteil von fast 60 Prozent im März wurde von zwei Schlüsselfaktoren getragen: Norwegens konsequente Regierungspolitik bei der Schaffung von Anreizen für den Kauf von emissionsfreien Autos und eine Rekordzahl an Tesla Model 3-Auslieferungen im letzten Monat.

Im März waren zum ersten Mal in der Geschichte mehr als die Hälfte der Pkw-Verkäufe in Norwegen Elektroautos, also batterieelektrische Fahrzeuge (BEV), teilte der norwegische EV-Verband in dieser Woche mit. Laut Statistiken des Norwegischen Straßenföderation (OFV) lag der BEV-Marktanteil im März bei 58,4 Prozent und lag damit erstmals über der Marke von 50 Prozent. Der Marktanteil von vollelektrischen Fahrzeugen im ersten Quartal 2019 war mit 48,4 Prozent ebenfalls der höchste Rekordwert.

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Der historische Marktanteil war zu einem großen Teil auf erstaunliche 5.315 Auslieferungen von Tesla Modell 3 im vergangenen Monat zurückzuführen, sagte der norwegische EV-Verband. „Tesla setzte mit den erstaunlichen 5.315 Modellen des Typs 3, die im März registriert wurden, einen neuen Maßstab für die konkurrierenden Automobilhersteller und übertraf damit die bereits im letzten Jahr von Nissan LEAF verzeichnete starke Zahl“, so die Vereinigung.

So wie es aussieht, wird Norwegen wohl das erste Land der Welt sein, welches komplett auf Verbrennungsmotoren verzichtet. Besucher die das nordeuropäische Land mit dem eigenen Auto bereisen wollen, werden dann wohl kaum mehr herkömmliche Tankstellen vorfinden.

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3 thoughts on “Das Land, in dem mehr Elektroautos als Benziner verkauft werden”

  1. Norwegen hat nur ca. 5 Millionen Einwohner. Also kann man von etwa 2 Mio. PKW’s ausgehen, mithin etwa 1 Mio. E-PKW’s. Wenn jedes Fahrzeug davon 100 kWh/Tag ,das entspricht 10l Benzin/Diesel Tagesverbrauch, aus dem Netz saugt, kann jeder sich ausrechnen welche Kraftwerkskapazitäten und Verteilernetze (nicht vergessen, Norwegen ist 1800 km Luftlinie lang) dafür vorgehalten werden müssen.
    Das ist in Norwegen aber kein Problem, da es dort E-Energie aus Wasserkraftwerken „ohne“ Ende gibt.

    Der norwegische Staat fördert den Kauf von E-Autos massiv. Der Strom für Autos ist gratis, keine Kfz Steuer, keine Mwst. beim Kauf, keine Mautgebühren für die vielen Brücken und Privatstraßen , usw.

    Jetzt kommt es aber: Seit dem der E-Boom nun so richtig begonnen hat, werden sukzessive die einmal gewährten Vergünstigungen wieder abgebaut – bleiben tut dann künftig nur die Erkenntnis teurer als zuvor unterwegs sein zu müssen.

    Solange es nicht gelingt Batterien mit einer Speicherfähigkeit von 10 kWk pro Kilogramm zu bauen, wird diese ganze Euphorie um die E-Mobilität ein technischer Flop bleiben.

  2. Geköderte Dumme gibt es immer wieder und das wird dann als Erfolg verkauft und solange die Reichweite und die Umweltbelastung nicht im positiven Sinne geklärt ist, müssen die Norweger halt Versuchskaninchen bleiben, auf Kurzstrecken vielleicht zu weit günstigeren Preisen, aber auf Langstrecken wird es zum Risiko und das ganze wurde einfach mit der heißen Nadel gestrickt und der Kunde soll dann die Zeche zahlen, so nicht liebe Regierung und grüner Nebenregierung und auch die Industrie ist da angesprochen, denn die verkaufen etwas in der Verzweiflung um zu überleben und der Kunde muß nach dem Dieseldesaster erneut bluten und da macht doch kein vernünftiger Mensch mit und kaufen vielleicht mal in Zukunft ja, aber nicht bei Betrügern, dann lieber solange mit dem Alten fahren, bis er die Räder streckt, man geht ja auch nicht mehr zum örtlichen Händler oder Handwerker der einen schon mal über den Leisten gezogen hat, das gilt auch für unseriöse Politik zum Schaden des Ganzen und deshalb sollte man Verzicht üben oder ausweichen, aber nicht noch die belohnen, die dem Einzelnen großen Schaden zugefügt haben und wenn sie pleite gehen ist das ihr Problem, die Schäden anderer hat sie ja auch nicht interressiert und das nennt man ausgleichende Gerechtigkeit.

    1. Die E- Mobilität wird sich nie ganz durchsetzen, denn sie ist für das normale Volk nicht bezahlbar ( Autos….).
      Aber Geld regiert die Welt und alles hat mit Allem zu tun !

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