Die US-Regierung versucht, ausländische Rohstoffhändler dazu zu drängen, ihre Geschäfte mit venezolanischem Öl unter der Maduro-Regierung, einzustellen. 

Von Redaktion

Solche Geschäfte sind nicht durch die jüngsten US-Sanktionen gedeckt, weshalb Washington offenbar die Käufer direkt kontaktiert, berichtet Oilprice.com. Den Quellen zufolge hatte das „Office of Foreign Assets Control (OFAC)“ (Kontrollbehörde des Finanzministeriums der Vereinigten Staaten) den Händlern und Raffinerien mitgeteilt, dass jede Art von Geschäft, sei es direkt, indirekt oder sogar ein Tauschgeschäft, als Verstoß gegen die Sanktionen bestraft werde, obwohl dies nur bei US-amerikanischen Unternehmen der Fall sein kann.

„So funktionieren die Vereinigten Staaten in diesen Tagen. Sie haben Regeln geschrieben, und dann rufen sie Sie an, um zu erklären, dass es auch ungeschriebene Regeln gibt, die Sie einhalten sollen“, sagte eine dieser Quellen, die ursprünglich mit Reuters sprach.

Die Trump-Regierung priorisiert die Aussetzung des Verkaufs von Verdünnungsmitteln an die notleidende staatliche Ölgesellschaft Venezuelas. Die PDVSA benötigt die Verdünnungsmittel, um sein extra schweres Rohöl ausreichend flüssig zu machen, um die Tanker für den Export zu befüllen.

Unlängst erklärte das indische Unternehmen „Reliance Industries“, es habe PDVSA nicht mehr mit Verdünnungsmitteln von seiner US-amerikanischen Tochtergesellschaft beliefert, um Verstöße gegen Sanktionen zu vermeiden. Es sagte jedoch, dass sie die veredelten Produkte weiterhin von ihren asiatischen und europäischen Tochtergesellschaften an das venezolanische Unternehmen verkaufen werde.

Der Vorstoß gegen Ölhändler und Ölveredler kommt vor dem Hintergrund, dass Juan Guaido Anfang des Monats mit Hilfe von Washington die Kontrolle über PDVSAs US-Geschäft „Citgo“ übernommen hat und auch Zugang zu den Kassen des Unternehmens erhalten habe. Dies hätte zwar die Bemühungen des selbsternannten Führers zum Sturz der Maduro-Regierung finanzieren sollen, aber momentan bringen diese, trotz der starken Unterstützung der USA, leider keine Ergebnisse.

Die venezolanischen Ölexporte sanken in den ersten vier Wochen nach Inkrafttreten der jüngsten Sanktionen im Januar täglich auf weniger als eine Million Barrel. Das ist weniger als 1,5 Millionen Bpd im Dezember. Die Exporte in die Vereinigten Staaten seien aufgrund der Sanktionen auf Null zurückgegangen, aber Venezuela liefert immer noch Öl nach Russland und China, sowie nach Indien.

3 COMMENTS

  1. Der venezolanische Präsident ist das eine, die Bevölkerung die andere Seite der Medallie und deshalb scheinen solche Bemühungen nicht nur abwegig zu sein, sondern sie sind geradezu inhuman und zeigt eigentlich auf, wie ganze Gesellschaften auf dem politischen Schachbrett hin und hergezogen werden bis zum Aus und das kann es doch nicht sein, zumindest dann nicht, wenn man unterschiedlich verfährt, das macht nicht glaubwürdiger und bestätigt eigentlich nur alle sogenannten Verschwörungstheorien, die in Wirklichkeit gar keine sind, sondern auch diese Bezeichnung wurde als Kampfbegriff kreiert um gegensätzliche Meinungen oder Recherchen zu desavoiren und bei ehrlicher Politik gibt es auch keine Verschwörungsvermutung und somit fällt im Prinzip alles auf die Urheber selbst zurück, die in vielen Fällen so handeln, wie es den Interessen anderer Gruppen gefällt und das ist falsch und unaufrichtig.

  2. Das größte Problem haben amerikanische Raffinerien die sich darauf spezialisiert hatten das extra schwere venezolanische Erdöl zu verarbeiten. – Die müssen nun ihre Produktionsanlagen umbauen, und das kostet Zeit und viel Geld.

    Was der Schmarren mit den „Verdünnungsmittel“ soll, bleibt hier das Geheimnis, denn schweres Erdöl wird auf eine entsprechende Temperatur gehalten, um es fließfähig zu halten.

  3. „Kauf beim Nachbarn ja nicht ein“

    Rückfall in die Geschichte um Einiges.
    Wer auf solche Mittel zugreift, ist sicher nicht bestens aufgestellt.
    Dahinter lassen sich nicht nach außen gekehrte Probleme ausloten.

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