Die Geldschöpfung ist ein umstrittenes Thema. Welche Rolle spielen die Privatbanken?

Von Rüdiger Rauls

Es gibt nur ein Finanzthema, über das mehr Unsinn verbreitet wird als über die Geldschöpfung. Das ist bzw. war bis vor wenigen Jahren das Thema Inflation. Herrschende, unumstößliche Wahrheit war, einfach ausgedrückt: Je höher die Geldmengen, umso höher die Inflation. Und wer daran zweifelte, erntete das ungläubige Kopfschütteln oder gar den Spott der Besserwissenden. Die Entwicklung der letzten Jahren hat aber gerade gezeigt, dass trotz enorm gestiegener Geldmengen der Notenbanken von Japan, Euroland und USA die Inflation nicht ansteigt. Im Gegenteil: sie fällt seit Jahren.

Das führte aber nicht dazu, dass diejenigen, die einst den Weltuntergang durch bevorstehende Hyperinflation ankündigten (besonders in den Elfenbeintürmen) heute bekennen, dass sie sich geirrt haben. Nein, man ist einfach still, meldet sich zu dem Thema nicht mehr öffentlich zu Wort, um nicht vielleicht mit der Nase auf den Widerspruch mit der Wirklichkeit gestoßen zu werden, und lehrt vermutlich weiterhin den Unsinn, den man seit Jahrzehnten schon verbreitete. Damals noch unwissend, heute aber wider besseres Wissen.

Wobei, auch das muss zugestanden werden, in anderen Ländern der Welt (Venezuela, Iran, Syrien, Türkei u.a.) das herrscht, was man mit dem Begriff „Inflation“ belegt hatte. Nur, was die Situation für die Lehrenden noch verschlimmert: Man kann nicht schlüssig erklären, weshalb unter ähnlichen Bedingungen (hohe Geldmengen) bei den einen Inflation herrscht – und zwar nicht nur 1 oder 2 Prozent sondern 1.000, 1 Mio Prozent – und bei den anderen nicht.

Seit aber nun offensichtlich geworden ist, dass die Inflation keine Gefahr mehr darstellt und der prognostizierte Weltuntergang fürs erste ausgeblieben ist, haben die Apokalyptischen Reiter eine neue Bedrohung ausgemacht: die Geldschöpfung. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es Menschen gibt, die sich ohne Bedrohung nicht wohlfühlen.

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Vereinfachter Ausdruck dieses Unsinns ist die Formel der „Geldschöpfung aus dem Nichts“. Da zu diesem Thema eine Unzahl von Theorien und Behauptungen kursieren, die sich alle auf der Ebene der akademischen Rechthaberei bekämpfen und die Verwirrung nur vergrößern, soll hier nur ein Gesichtspunkt herausgegriffen werden: Das Geld wird von den Geschäftsbanken geschaffen.

Interessant an dieser Behauptung ist, dass sie erst relativ neu auf dem Markt ist. Vorher behaupteten viele, dass es die Notenbanken seien, die das neue Geld schaffen, womit sie gar nicht einmal falsch lagen. Seltsamerweise wurde dieser Ansatz aber nicht weiter verfolgt. Vermutlich lag darin nicht genug Empörungspotential.

Denn bei näherer Beschäftigung mit dem Thema stellt sich heraus, dass dieser Vorgang schon seit Jahrhunderten so stattfindet, ohne dass sich vor der Finanzkrise von 2008 darüber aufgeregt hätte, wer heute darin den Untergang des Abendlandes zu vermuten scheint.

Auch die Unterscheidung zwischen privaten Notenbanken (FED) und staatlichen (EZB u.a.) gibt eigentlich nicht viel Grund zur Aufregung her, weil auch dieser bereits vor der Finanzkrise schon bestanden hat und der Vorgang der Geldschöpfung selbst von beiden gleich gehandhabt wurde. Er kann zudem auch gar nicht anders gehandhabt werden, wenn die Aufgabe der Geldschöpfung, die Versorgung von Markt und Gesellschaft mit neuem Geld, erfüllt werden soll.

Nun soll also die Geldschöpfung den Privatbanken in die Schuhe geschoben. Dem soll hier nicht widersprochen werden, denn die meisten Verfechter dieser Theorie sind für Argumente und andere Sichtweisen nicht zugänglich. Sie glauben nur, was sie glauben wollen. Statt nun diese Sichtweise mit einer anderen, an der Realität orientierten zu konfrontieren, sollen hier nur Zweifel gesät werden durch Fragen.

Wenn die Privatbanken das neue Geld schaffen (schöpfen), warum nehmen sie dann Geld von Anlegern und Sparern und zahlen dafür sogar noch Zinsen? Das sind doch nur unnötige Ausgaben, wenn sie doch das Geld, das sie brauchen, selbst schaffen können.

Wieso besorgen sie sich Geld bei den Notenbanken, wofür sie dann auch Zinsen zahlen müssen, also wieder unnötige Ausgaben angesichts der Tatsache, dass viele Banken ohnehin kaum noch Geld verdienen.

Wieso legen sie Anleihen auf, um Geld von Anlegern anzulocken, für das auch wieder Zinsen gezahlt werden müssen? Sie könnten es doch einfach neu schöpfen.

Wieso können sich unter diesen Umständen Privatbanken überhaupt überschulden und gar zahlungsunfähig werden, wenn sie sich doch einfach mit der Schaffung neuen Geldes behelfen und so aus dem Schlamassel retten könnten?

Wieso müssen sie sogar vom Staat gerettet werden, wenn sie doch über die Möglichkeit der Geldschöpfung verfügen?

Mal sehen, wie die Vertreter der Geldschöpfungstheorien diese Fragen beantworten. Dabei geht es hier nicht um die Absolution der Geschäftsbanken, falls wieder hinter diesem Aufsatz die Rothschilds und andere Bewohner des „Tiefen Staates“ als Auftraggeber vermutet werden. Es geht um das Verstehen der Vorgänge, um das Durchschauen der Strukturen, um das Erkennen der Realität und der Wahrheit dahinter. Nur im Erkennen der Wirklichkeit liegt die Voraussetzung zu ihrer Veränderung.

Zu dem Thema siehe auch:

Irrlehren der Wirtschaftswissenschaft: Geldschöpfung (Teil 1)

Irrlehren der Wirtschaftswissenschaft: Geldschöpfung (Teil 2)

Irrlehren der Wirtschaftswissenschaft: Geldschöpfung (Teil 3)

Rüdiger Rauls Buchveröffentlichungen:

Wie funktioniert Geld?
Kolonie Konzern Krieg – Stationen kapitalistischer Entwicklung
Zukunft Sozialismus oder die Grenzen des Kapitalismus
Die Entwicklung der frühen Gesellschaften – Die Geschichte Afghanistans
Was braucht mein Kind?
Späte Wahrheit (Prosa)

Herausgeber von:

Imre Szabo: Die Hintermänner (ein politischer Krimi)
Imre Szabo: Die Unsichtbaren (ein politischer Krimi)

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33 thoughts on “Schaffen Privatbanken Geld aus dem Nichts?”

  1. Anmerkung aus der Redaktion: Der Autor scheint zu vergessen, dass die Geldschwemme in den Industriestaaten vor allem in den Kapitalbereich (Börsen, Immobilien…) floss und dort für eine hohe Inflation (d.h. exorbitante Preissteigerungen) sorgte. Diesen Aspekt scheint er außer Acht gelassen zu haben.
    Allerdings gilt bei uns das Prinzip, wonach Gastautoren auch Artikel veröffentlichen können, die nicht der Redaktionslinie entsprechen, sofern darin nicht gegen Gesetze verstoßen wird.

    1. Nein, Herr Maier, das hat der Autor nicht vergessen. Nur war die Inflation hier nicht das Thema sondern ein Vergleich mit dem Thema Geldschöfpung, bei dem ähnlich viel Unsinn verbreitet wird.
      Aber ich muss feststellen, dass auch in den nachfolgenden Beiträge wieder sehr viel Allgemeines zu Geld und Themen um das Geld herum zum besten gegeben wird, natürlich auch wieder garniert mit guten Ratschlägen, was ich doch alles lesen solle. Aber seltsamerweise äußert sich niemand zu dem Widerspruch, den ich offengelegt habe und zu dem ich doch nur ganz einfache Antworten erwarte. Wo bleiben die Erklärungen, warum sich Banken gegen Zahlung von Zinsen Geld von Anlegern, Sparern und Zentralbank borgen, wenn sie es doch angeblich selbst schaffen können. Wieso können Banken sich überschulden und sogar pleite gehen, wenn sie doch den Hebel zum Gelddrucken in der Hand zu haben scheinen? Und wieso müssen Banken beim Staat zu Kreuze kriechen wie unlängst die italienischen, z.B Monte dei Paschi, und um Staatshilfen bitten, wenn sie doch einfach in den Keller zum Geldschöpfen gehen könnten?
      Bisher habe ich noch keine Antworten erhalten von den Experten des Geldwesens auf dieser Seite oder auch auf anderen.

      1. „::::::::::::warum sich Banken gegen Zahlung von Zinsen Geld von Anlegern………..borgen?“ Ein Grund wird sein, dass die eigene Bilanz erhöht wird und damit die Möglichkeit, selbst wiederum das 10fache der Einlagen zu verleihen.

        1. Allein die Bilanz zu erhöhen um der Bilanz willen macht keinen Sinn. Denn es muss ja auch dementsprechend mehr in der Mindestreserve hinterlegt werden. Also muss sich das Ganze auch schon lohnen. Das Zehnfache, was Sie ansprechen, bezieht sich nur insofern auf die Bilanzsumme, als die Mindestreserve ein Zehntel der ausgegebenen Kredite ausmachen muss. Das bedeutet aber nicht, dass eine Bank das Zehnfache ihrer Einlagen verleihen kann.
          Zudem: Weiter unten behaupten Sie, dass die Banken ihre Einlagen nicht benutzen, um sie als Kredite weiter zu reichen. Hier aber können Sie auf einmal das Zehnfache der Einlagen verleihen. Was stimmt denn nun?

  2. Richtig, Herr Maier, ich frage mich jedoch besorgt, worin die Zielrichtung des Artikels von Herrn Rauls besteht.
    Möchte die Finanzmafia eine neue Zielscheibe aufstellen, auf der sich der gesamte Frust / die Wut der (wird erst später festgestellt) betrogenen Einleger entladen soll? Fängt Denen der Rock schon an zu brennen, denn ein schlagendes Gewissen kann es ja nicht sein, die besitzen ein solches ja garnicht.
    Oder stehen die Freunde des Herrn Rauls auch hinter dem Vorhang? Trau schau wem….

    1. Klar, ich werde von Rothschild und anderen jeden Tag angerufen und erhalte meine Orders, wie ich heute wieder zur Versklavung der Menschheit beitragen soll. Dafür erhalte ich auch ein ordentliche Honorar von meinen Freunden hinter dem Vorhang. Meine Güte, wie kann man nur so borniert sein? Können Sie sich nicht vorstellen, dass ich einfach nur eine andere Weltsicht habe als Sie. Meinen Sie, ich brauche jemanden, der mir sagt, was ich denken soll. Oder ist das bei IHNEN so, dass Sie es sich bei anderen Menschen nicht anders vorstellen können?

    1. Woher will denn der Herr Uecker wissen, dass der Autor das nicht schon längst gemacht hatte und diese Informationen und seine Kritik daran bereits in sein Buch „Wie funktioniert Geld?“ eingegangen sind?

  3. Geld und Schulden stehen in einer gegenseitigen Beziehung
    Beispiel.
    Ein Mann kommt in ein Hotel und fragt ob er sich mal umsehen könnte. Der Hotelbesitzer stimmt zu und bittet jedoch um 50€ als Vorauszahlung, die bei Nichtgefallen zurück gegeben wird.
    Die 50€ in der Hand bringt den Hotelbesitzer auf die Idee gleich mal seine Schulden beim Gemüsehändler gegenüber zu bezahlen. Der freut sich und bezahlt damit umgehend seine Schulden bei seiner Kfz Werkstatt für die Reparatur seines Lieferautos.
    Der Meister freut sich und läuft mit den 50€ zu seiner kleinen süßen Liebesgespielen und gibt ihr für die letzte schöne Nacht die schuldig geblieben 50€. Die Lady läuft sofort mit den 50€ zum Hotel rüber und bezahlt die schuldig gebliebene Zimmermiete.
    Der Hotelbesitzer hält gerade die eben erhaltenen 50€ in seiner Hand – da kommt der Mann von seiner Besichtigung zurück und erklärt, dass er alles sehr gut findet, aber erst seine Frau mitentscheiden lassen will. – Der Hotelbesitzer gibt ihm selbstverständlich seine 50€ wieder, auf das der Mann wiederkommt.

    Plötzlich hat an dem Ort des Geschehens keiner mehr Schulden, aber das Geld ist auch nicht verschwunden.

    Was also ist Geld?

    1. Ein super veranschaulichter Vergleich, den Sie da eingestellt haben und wunderbarer Vorgang, wenn alles glatt läuft.
      Auf diese Vorgabe lässt sich aufbauen.

      Ein/das Problem wird aber in jenem Moment geboren, wenn sich einer der Schuldner „auch noch Gesetzes-gedeckt“, nicht an die Regel hält und eine Spur der Verwüstung initiiert, diese multipliziert, weitere Löcher aufmacht, hinter sich lässt, weiter zieht und munter weiter wurstelt.

      Beispiel1. Wieso darf ich herangezogen werden, für eine Bank zu haften, die sich verspekuliert, Schindluder getrieben hat?
      Wer hat dies erlaubt, beschlossen und abgesegnet?

      Beispiel2. Eine Lady, die den Betrag gleich 2 x verausgabt (weil sie sich übernommen) hat und ihrerseits zusätzlich auch noch auf einem Versprechen, das ihr ein Kunde vorangehend gegeben hat, dieser dieses aber nicht einhält (weil Gauner), sie in der Folge in der Luft hängen lässt?

      Worauf will ich hinaus. Der ganze Spielraum für allen Scheiß um allem drumherum oder dazwischen liegt vor, weil die Politik die Gesetzgebende wie ausübende Staatsgewalt angewiesen hat mit dreierlei Maß zu messen, bzw. den Wortbrecher gar nicht zu ahnden!
      Welcher Betroffene fordert da im Moment seiner Erkenntnis nicht, dass eine starke Hand diese ganze verlogene, scheinheilige Demokraten Bande, die diesem Dauerproblem zuarbeitet, es am Kochen hält nicht aus dem Hof hinauskehrt?

      1. Du hast hast es erkannt, dass jede Kette immer am schwächsten Glied zerbricht.
        Wenn es also um Geld geht – nicht nur Sparkasse, sondern schweigend genießen.
        Wie der Autor des Artikels, redet er von einer Sache, von der er keine Ahnung hat.
        Wäre er kompetent gewesen, hätte er geschwiegen,

    2. Sehr gutes Beispiel. Aber es erklärt nicht, was Sie glauben, damit erklären zu können, nämlich den Zusammenhang von Geld und Schulden. Es veranschaulicht nur den Geldkreislauf, mehr nicht.
      Es offenbart aber vielmehr die Inkompetenz und oberflächliche Betrachtungsweise solcher Leute, die mit solchen versimpelten Beispielen versuchen, Zusammenhänge zu erklären, die sie selbst offensichtlich nicht verstanden haben. DAmit meine ich NICHT Sie, Eckart, sondern denjenigen, der es konstruiert hat. Denn es ist Ein Konstrukt, das nur dadurch zu stimmen scheint, dass der Fünfziger am Ende wieder dort ankommt, wo er her kam.
      Denn hätte die Lady ihre Liebesdienste in einem anderen Hotel erbracht, wäre der Fünfziger wo anders angekommen, nicht mehr bei dem Hotelbesitzer in unserem Beispiel. DAnn wären zwar auch alle Schulden beglichen, nur unser Hotelbesitzer hätte dem Kunden den Fünfziger aus der eigenen Kasse erstatten müssen. Und damit würde offensichtlich werden, was der Konstrukteur unseres Beispiels gar nicht bemerkte: dass nämlich ZWEI Fünfziger im Spiel sind, nicht einer. Der eine, mit dem er seine Schulden beim Gemüsehändler beglichen hat und der andere, den er dem Kunden zurück gegeben hat. Das wäre aufgefallen, hätte der Hotelier gleichzeitig seine Rechnung beim Gemüsehändler bezahlt und dem Kunden die vorgestreckten 50 € erstatten müssen, also ohne den ganzen Kreislauf dazwischen.
      Dieser Umstand wird nur verschleiert durch die amüsante Erzählung. Damit führt der Verfasser des Beispiels den Leser in die Irre und mit dem Umstand, dass das Geld wieder an seinen Ausgangspunkt zurückkehrt.
      Die Frage ist nur, ob er das wissentlich tut, also manipuliert, oder unwissentlich, d.h. mangels Wissen über das Thema, das er zu erklären versucht.

      1. Ein Mensch bemerkt oft tief ergrimmt,
        dass alle Welt im Gelde schwimmt,
        drum stürzt auch er sich in die Fluten munter,
        doch siehe da – schon geht er unter. Es muss,
        so schlimm die Anderen es auch treiben,
        der Nichtschwimmer auf dem Trockenen bleiben.

    3. @Eckart: Leider und zu meinem unbehagen wollen Alle
      scheinbar unbedingt jenes extra für die damalige Griechen-
      landkrise abstrahierte Modell auf Deutschland angewendet
      wissen.

  4. Geld war einstmals als Nennwert gedacht und zwar als gedecktes Zahlungsmittel beim Kauf einer Ware und damit wechselte das Gut und das Geld den Besitzer und war auch nicht zu beanstanden und deshalb folgerichtig. Seit das Geld selbst zur Ware verkommen ist und dazu hin noch ohne Deckung durch Bestände über anerkannte Edelmatalle, ist das Geld selbst Zweck von betrügerischen oder spekulativen Aktivitäten geworden und die Staaten und seine Bürger werden manipulativ beherrscht, ohne selbst Einfluß darauf nehmen zu können, denn hat man erst mal Entscheidungsgewalt über die Moneten, dann ist es auch relativ leicht es zu mißbrauchen und die Staaten wären gut beraten, die Hoheit des Geldes wieder selbst zu übernehmen, mit entsprechender Deckung seines eigentlichen Wertes und es nicht Spekulanten zu überlassen, die damit hausen nach Gutsherrenart, was ihnen nicht zusteht und deshalb weg mit diesen Spielchen, denn Geld muß ein solides Zahlungsmittel bleiben, es darf aber keinesfalls entarten und zum Spielball von Zockern mutieren, das war so niemals vorgesehen und wenn sich sogar noch Kommunen an solchen üblen Machenschaften aus Geldgier oder Dummheit daran beteiligen, muß man sich doch nicht wundern, wenn hier keine Interesse besteht es abzuschaffen, das ist so ein Irrsinn und es werden nur solche Leute begünstigt, die ein Interesse daran haben sich auf diese Art zu bereichern und die meisten gehen leer aus.

  5. Entgegen der Behauptung des Autors ist die EZB KEINE staatliche Bank. Ebenso wie die City of London, die BIZ, Washington D.C. und der Vatikan befindet sich die EZB auf exterritorialem Gebiet, unterliegt keiner staatlichen Gerichtsbarkeit und KEINER staatlichen Weisung. Sie gehört den gleichen Bankiersfamilien die auch die FED ihr Eigen nennen. Sämtliche Zentralbanken, mit Ausnahme der syrischen, der kubanischen, der iranischen und der nordkoreanischen ZB, gehören dem gleichen Bankenkonsortium . Fazit: die Geldschöpfung liegt, mit genannten Ausnahmen, ausschließlich in privater Hand!!!

    Wenn die FED oder die EZB die Druckerpressen anwerfen läßt, um Geld zu drucken, was etwa 4 Cent Kosten pro Schein entwickelt, muss ein/der Gegenwert für die „geschöpften“ Summen von der produzierenden Bevölkerung anschließend geschaffen werden, oder sehe ich das falsch? Eine Golddeckung gibt es nicht, kann es nicht geben, solche Mengen Gold gibt es auf dem ganzen Planeten nicht. !

    In der BRD geschieht übrigens folgendes; die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gezahlten und in den Gesundheitsfonds fließenden Milliarden werden bei der EZB „geparkt“ ( kostet übrigens einen 3-stelligen Millionenbetrag jährlich) und bei Bedarf von den Kassen abgerufen. Insofern hat die EZB ja wenigstens „gewisse Sicherheiten“.

    1. Sie haben insofern Recht, dass die EZB keine deutsche staatliche Bank ist, obwohl sie sich auf deutschem Territorium befindet. Da hat sie einen extraterritorialen Status. Aber sie steht keineswegs über dem Gesetz, wie Sie den Eindruck erwecken, sondern ist den Richtlinien der EU-Institutionen unterworfen. D.h. die EZB kann nicht eigenmächtig bspw den Euro abschaffen und durch eine andere Währunmg ersetzen. Draghi und seine Kumpels können auch nicht selbstherrlich den Gewinn der EZB versaufen oder sonstwie verplempern.
      Welchen Bankiersfamilien soll denn die EZB gehören? Das ist Unsinn, auch wenn es sich unheimlich kritisch und vielleicht sogar antikapitalistisch anhört. Welchen Familien gehört die EZB und wieviele Anteile hat jede dieser Familien an der Bank?
      Dass die

  6. Das einzig Vernùnftige an diesem Bericht ist der letzte Satz !
    Ich gehe ja immer noch davon aus das wenn man solche Berichte liest eventuell etwas dazu lernt . Verwirrt ist man ja eh schon auf Grund des vielen Unsinns der heutzutage verbreitet wird .
    Die grundsätzliche Frage währe wohl , gibt es überhaupt jemand der generell über die Handhabung der allgemeinen Finanzen
    aufklären kann ?

    1. „Die grundsätzliche Frage währe wohl , gibt es überhaupt jemand der generell über die Handhabung der allgemeinen Finanzen
      aufklären kann ?“

      Lacher. Es gibt genug Leute, die das auch tun. Der Wurm liegt im Ohr, allein auf der Seite der Bequemen.

        1. Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, dann erhöht sie das Depositenkonto, das der Kreditnehmer bei dieser Bank hat, um den gleichen Betrag. Das Geld wird nicht von den Einlagen Dritter genommen, es ist bei dieser Bank auch nicht von irgendeiner Person eingezahlt worden. Es ist „neues“ Geld und wurde von der Bank zur Verwendung des Kreditnehmers „geschöpft“. Dieser muss nun innerhalb einer gesetzten Frist einen durch die zusätzlichen Zinsen erhöhten Betrag erwirtschaften und zurückzahlen.

          Man kann es drehen und wenden, wie man will, das Geld war doch vor dem Buchungsakt nicht vorhanden, die Bank verleiht etwas, was sie nicht besitzt.

          Ich neige dazu, dieses systemische und staatlich sanktionierte Vorgehen als das „perfekte Verbrechen“ schlechthin zu bezeichnen.

          1. SChön und gut. Nur beantwortet das nicht die Frage, weshalb dann Einlagen Dritter angenommen werden – gegen Zahlung von Zinsen. Und es ist ja nicht so, dass die Banken diese Einlagen Dritter nur widerwillig nehmen würden, im Gegenteil: sie reißen sich ja um neue Kunden, denen sie bei Neueröffnung von Konten Sonderzinsen einräumen. Ich weiß nicht, ob Sie das schon mitgekriegt haben. Warum das alles, wenn sie, wie Sie behaupten, die Einlagen Dritter nicht für die Kreditvergabe verwenden. Warum auch nicht, wenn sie das Geld doch schon da liegen haben? Würde es nicht Sinn machen, anstatt das Geld ungenutzt auf den Konten liegen zu lassen, es weiter zu verleihen an Kunden, die Kredit suchen?

          2. Zudem wird die Behauptung, dass die Banken das Geld der Kunden nicht weiter verleihen, nicht richtiger, indem sie immer wiederholt wird. Man muss dann auch schon einmal sich der Frage stellen, wenn man ernsthaft an Erkenntnis interessiert ist statt an Rechthaberei, warum denn die Banken das Geld Dritter übnerhaupt annehmen, wenn sie doch selbst Geld schaffen können. Warum betteln sie beim Staat um das Geld des Steuerzahlers, wenn sie in der Bredouille sind, anstatt einfach mehr zu schöpfen? Darauf geben die Ihre Erklärungsmodelle und Argumente bisher keine Antwort.

  7. @edmundotto

    Nicht falsch, nur muss die Bank das ganze hinterlegen wenn ein Dritter, an den das Geld überwiesen wurde, es abruft, bzw. es außerhalb des Systems der Bank haben will. Dafür braucht es dann Einlagen/EZB Geld.

    Das ist doch der Grund warum die Banken so geil auf Bargeldverbote sind, wenn niemand das Geld in Zentralbankgeld wechseln kann, können sie es bei einem ausreichend großem Verbund tatsächlich komplett frei schöpfen.

  8. Selten so einen Unsinn gelesen.
    Der Autor sollte sich einfach mal auf die Homepage der Bank of England begeben, dort wird er über die Geldschöpfung durch Kredit und einfache Bilanzverlängerung von Geschäftsbanken aufgeklärt. Auch QE wird dort schön aus berufener Hand erklärt.
    Dass es gewaltige deflationäre Tendenzen gibt und die Flutung des Geldsystems mit Liquidität im Bereich von etwa 20 Billionen Dollar für Pferde, die nicht saufen mögen, daran nichts ändert zeigt die Größe des Problems.
    Wer glaubt, dass Banken „Geld der Sparer verleihen“ oder ähnlichen Unfug, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

  9. Schon wieder einer, der glaubt, dass ein Irrtum richtig wird, je öfter man ihn wiederholt, aber keine Aufklärung liefern kann zu den Fragen und Widersprüchen, die ich hier mehrmals offengelegt habe:
    1. Weshalb nehmen prvatbanken Kundengelder an, zahlen dafür Zinsen, ohne es dann aber an Kreditnehmer weiter zu verleihen?
    2. Weshalb betteln Banken beim Staat um Steuergelder, wenn sie überschuldet sind, anstatt es einfach selbst zu schöpfen?

    1. Es gibt Beschränkungen, unter anderem in Sachen Eigenkapitalverhältnis, die inzwischen immer weiter verschärft wurden. Auch sind im Zuge von Basel 5 (und den Vorgängerversionen) in Sachen Kreditwürdigkeit massive Einschränkungen vorgenommen worden. Die Banken würden das Geld ja gerne verleihen, dürfen es aber nicht. 😉

      1. Basel 1, 2 und 3sind die Killer des flüssigen Kapitals für Kleinunternehmer, dafür ausgeheckt und umgesetzt worden.
        Das Geld wurde damit in die Zirkulation der ganz Großen umgeleitet.
        Was den einen abgegraben, den anderen zugeschoben.

      2. Das ist richtig. Die Kreditvergabe der Banken ist besonders nach der Finanzkrise von 2008/9 eingeschränkt worden durch die Basel-Abkommen und Regulierungsversuche der Staaten. Das soll der Sicherheit der Banken vor Überschuldung dienen und die Gesellschaft davor schützen, Banken mit Steuergelder retten zu müssen, will man nicht das Risiko eingehen, vor dem Zusammenbruch des Finanzsystems zu stehen wie 2008/9.
        Aber mit dieser Ihrer Aussage widersprechen Sie gerade jener Fraktion, die immer behauptet, dass die Banken das Geld der Kunden NICHT weiterverleihen sondern lieber neues schaffen durch welche mysteriösen Verfahren auch immer. Wenn die Banken gerne das Geld der Kunden verleihen würden, dann bedeutet das ja, dass der Verleih von Kundengeldern zum Geschäftsmodell der Banken gehört.

        1. Schicke voraus daß ich Laie bin.
          Ich denke mal die Zeit, die Praktiken haben sich gewandelt. Der Kunde füllt immer mehr den Alibi „Persilschein“ für eine Bank. Für so eine Art Scheingeschäft nebenbei u.a. um von anderen Geschäftsfeldern abzulenken.

          So setzen Banken auf große Gewinnerwartungen mit Risiko Projekten anderer Dimensionen. Und wenn das total in die Hose geht, haftet immer noch ein Dritter.
          Am letzten Felsvorsprung angelangt machen sie einer Regierung weiß, „Rette mich, sonst liegt dir ein noch viel größeres Problem zu Füßen“, was einseitig argumentiert ja stimmen mag.

          Nun, der aalglatte Politiker, der auf seinem Sitz hockt, nur weil ihn andere dorthin gewählt haben, er von sich aus aber nie seine Steherqualität an den Tag bringen mußte, ist sozusagen das erstemal gefordert; es zwingt ihn darauf einzugehen, weil die anderen, die sowas einfädeln ganz einfach mehr Grips haben und err in einer Falle sitzt.
          Der Politiker hingegen zum Vergleich nur bullshit von der letzten Haarwurzel dem Haupt herunter bis unter die Gürtellinie.

          Wäre dem nicht so, würde er einen Alternativplan entwickeln. Es gibt immer einen Ausweg, das heißt einen zweiten Weg.
          Das passiert aber nicht, weil er`s diplomatisch gesagt, ganz einfach nicht drauf hat.
          Wie soll das auch gehen? Großteils stammt deren Start aus dem Milieu des
          Pöbels, einige gleich katapiltiert in die Kanzel als Dirigenten.
          Merk.l, Layen sind die augenscheinlichsten Beispiele solch oder ähnlichen Instanzen.

          1. Du hast vollkommen Recht. Bei der Frage, wie Geld funktioniert, sitzen sie alle in der Falle – ALLE.
            Die Kunst um das liebe Geld ist jedoch leicht zu lehren – man darf nur nicht zu viel begehren.
            Die Menschen verstehen leider nicht welche große Einnahmequelle in der Genügsamkeit liegt.

  10. Oh, wow da hat aber der Autor aber akademisch ganz schön ins Klo gegriffen. In dessen Artikel wird „Geldschöpfung aus dem Nichts“ als reißerische Verschwörungstheorie abgetan, dabei ist die Giralgeldschöpfung (Geld aus dem Nichts schaffen) durch Geschäftsbanken, der Wirtschaft und Politik allgemein bekannt und aktzeptiert. Weswegen sie von der europäischen Zentralbank reguliert und ist und sogar als finanzpolitsches Instrument dient im Rahmen der Mindestreservepolitik.

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