Nein zum Krieg. Bild: Flickr / Elvert Barnes CC BY-SA 2.0

Im Glauben daran ein guter Patriot zu sein oder einfach um Abenteuer zu erleben gehen viele junge Männer in den Militärdienst. Doch ist dem wirklich so? Nein!

Von Marco Maier

Krieg ist schrecklich. Wer ins Gefecht zieht und das "Glück" hat, lebend wieder zurück nach Hause zu kommen, muss hinterher oftmals damit klarkommen, einige oder gar viele seiner Kameraden verloren zu haben – neben einem selbst erschossen, von Granaten oder Minen zerfetzt oder auch durch Unfälle oder Suizide. Man sieht, wie so manche Kameraden verstümmelt zurückgeschickt werden, nachdem sie zuerst gefühlte Ewigkeiten auf dem Schlachtfeld herumschrien, weil es ihnen die Gliedmaßen weggerissen hat und es eben seine Zeit braucht, bis man sie in Sicherheit bringen und verarzten konnte. Szenen und Ereignisse, die den "glücklichen Rückkehrer" sein Leben lang begleiten werden – und nicht wenige von diesen Veteranen werden hinterher mit all ihren seelischen Problemen vom Staat im Stich gelassen, versinken im ewigen Drogen- oder Alkoholrausch und landen nicht selten in der Psychiatrie.

Krieg ist unsinnig. Wer braucht den Krieg? Die Arbeitnehmer, Bauern oder gar die Soldaten selbst? Wohl kaum. Auch der Geschäftsmann und der kleine Unternehmer nicht. Es sind die großen Konzerne, Finanzspekulanten und dergleichen, die vom Krieg profitieren. Zerstörung und Wiederaufbau, die Ausbeutung von Ressourcen und natürlich die ganze Rüstungsproduktion leben von der Menschenschlachterei in den Kriegsgebieten und so manches Unternehmen bekam dadurch auch mittelfristig einen Marktzugang, der vor einem militärisch initiierten Regime Change verwehrt blieb.

Wer sich freiwillig in den Dienst einer Armee stellt, deren Aufgabe es ist, militärisch im Ausland aktiv zu sein und dann auch noch glaubt, patriotisch zu sein und die eigene Heimat zu schützen, muss schon komplett propagandistisch indoktriniert sein. Ich habe schon einige amerikanische Ex-Militärs (von Unteroffizieren bis hoch zu hochrangigen Offizieren getroffen), die beispielsweise tatsächlich glauben, echte Patrioten zu sein und mit ihrem Militärdienst etwas für ihr Vaterland getan zu haben. Dass sie in Wirklichkeit jedoch für die Interessen der westlichen Finanzoligarchie kämpften, welche die US-Streitkräfte und jene der (NATO-)Verbündeten quasi als Privatarmee ansehen, will ihnen jedoch nicht in den Kopf gehen. Ähnlich sieht es auch bei den deutschen Bundeswehrsoldaten aus.

Und noch schlimmer: Wer zuerst jahrelang im Militärdienst war, in den ganzen NATO-Kriegen kämpft und schlussendlich mit psychischen Problemen zurückkommt (was gar nicht einmal so selten der Fall ist), wird von der eigenen Regierung gnadenlos im Stich gelassen: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann wieder gehen. Die Zukunft der Ex-Soldaten ist der Regierung egal, zumal ja immer genügend "Frischfleisch" zum verheizen an der Front nachkommt. Doch dem Veteranen wird so unter Umständen klar, dass der ganze Patriotismus für die Katz' ist. Für die Regierungen und deren Hintermänner der Finanzoligarchie sind die Soldaten nur Menschenmaterial, humane Verfügungsmasse für deren Zwecke.

Schlussendlich kann man nur sagen: Nie wieder Krieg! Denn der Enthusiasmus und der Patriotismus jener, die in den Krieg ziehen, ist angesichts der Tatsachen völlig deplatziert. Kein Soldat kämpft in Wirklichkeit für sein Vaterland, sondern für die Interessen jener, die von solchen blutigen Auseinandersetzungen profitieren.