Österreich: Frauenquote im Nationalrat – welche Quoten noch?

Aus der SPÖ und der ÖVP gibt es Stimmen, die verpflichtende Frauenquoten bei den Abgeordneten verlangen. Fehlen nur noch Migranten-, Schwulen-, Berufsstands- und sonstige Quoten.

Von Marco Maier

Man fühlt sich schon fast an den Ständestaat der 1930er-Jahre erinnert, wenn man dem Quotengedöns von Politikerinnen aus SPÖ, Grünen und ÖVP zuhört. "Mit herkömmlichen Methoden funktioniert gar nichts. Wollen wir mehr Frauen in der Politik, brauchen wir Quoten und Sanktionen für alle, die sie nicht einhalten", sagt Gisela Wurm, SPÖ-Frauensprecherin im Nationalrat laut dem "Standard". Denn im Nationalrat beträgt die Frauenquote derzeit 30,6 Prozent, wobei derzeit lediglich die Grünen und das Team Stronach mit jeweils 50 Prozent Frauenanteil hervorstechen. Die NEOS (11,11 Prozent) und die FPÖ (18,42 Prozent) weisen die niedrigsten Werte auf.

Anstatt also dafür zu sorgen, dass das politische Parkett für Frauen interessanter wird und diese sich so auch stärker in der Politik engagieren, sollen nun verpflichtende Frauenquoten dagegensteuern. Auch aus der ÖVP und von den Grünen gibt es für solche Ambitionen lobende Worte. Dabei sind solche Quoten völlig unsinnig, weil man so auch massiv in den Wählerwillen eingreift (wenngleich diese auch mit Hilfe von Vorzugsstimmen noch Umreihungen auf den Listen vornehmen können).

Nun fragt man sich, wann denn noch – ähnlich wie im Ständestaat – Quoten für bestimmte Berufsgruppen gefordert werden oder ob dann jede Partei auch noch ihre Quotenmigranten, Quotenschwulen und dergleichen braucht. Denn wenn der Frauenanteil in den Parteien so extrem niedrig ist, werden irgendwelche Quoten daran wohl kaum etwas ändern. Stattdessen braucht es eine Personalisierung des Wahlrechts und eine Partizipationsdemokratie (siehe auch mein Buch "Demokratie statt Parteiendiktatur"), damit das Parlament auch seinen Sinn erfüllt und nicht mehr einfach nur zum Abnickerverein für die jeweilige Regierung wird.

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10 Kommentare

  1. Meine Güte, schon wieder schmeißt sich alles aufs Thema Frauenquote, seht lieber zu, dass die Kuffmuckenbande hier verschwindet !

    Aber nein, die Frauen sind unser größtes Problem, JA wirklich, unser allerallergrößtes Problem sind die Frauen !!!
    Na, dann ist ja alles in Butter !

    Wegtreten und weitermachen – Alles bestens im Lot !

    Männer habt acht, sofort alle Mann bewaffnen, Frauen stürmen die Machtzentralen – jetzt gilt es, wer jetzt nicht mitmacht, setzt unser aller Leben auf's Spiel !

    Kuffmucken, enspannt euch, der wahre Übeltäter wurde ausgemacht, keine Gefahr in Verzug – schönes Leben noch, wünschen euch eure Gastgeber !

    1. Immer wieder M.L.,

      Sie "stinken" hier schon wieder, im Sinne des paranoiden und schizophrenen Feminismus! 

      Mensch Mädel, Sie sind hier die Einzige Frau im Forum, die ständig und permanent gegen Männer hetzt!!

      Was ist in Ihrer Kindheit nur schiefgelaufen??

      1. … und Du bist eine Männer idealisierende Märchentante und gehst mir mit deiner Kleinmädchen-Träumerei und deinem kranken Harmoniebedürfnis bitte nicht mehr auf die Nerven.

        Stoss dir deine Kuhhörner woanders ab !

  2. Nur strunzdumme Hohlköpfe behaupten, dass Geisteskraft und Verstand eine Angelegenheit des Alters oder des Geschlechtes ist.

    Bewiesen ist lediglich: Emanzipierte Frauen sind gut dran, die kriegen Kinder ohne Mann.

  3. Da hätte ich einen Vorschlag.

    Mindestens 25 % Parlamentarier mit einem IQ über 100!

    Und wenigstens 30%, die sich noch dem Volk verpflichtet fühlen. Mehr wird man da nicht zusammenbringen. Eher weniger!

    Und wenigstens ebenso viele Parlamentarier, die zur europäischen Kultur stehen!

    Da dürften zumindest 3 Parteien durch den Rost fallen.

    1. Jeder der zu einer Wahl geht, erklärt sich mit dem Angebot zufrieden. Man kann ohnehin nur pauschal Gruppen (Parteien) wählen. Und diese Parteien verbünden sich miteinander, um dem intellektuellen Durchschnitt des Wählers nahezukommen.

  4. 75% der Kompetenzen wurden an die EU abgegeben, die Anzahl der Abgeordneten ist bisher trotzdem unverändert. Es wäre an der Zeit die Quote der Überflüssigen auszusondern!

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