Obama in Vietnam: Angst vor Russlands Waffengeschäften?

Das US-Waffenembargo gegen Vietnam soll aufgehoben werden. Grund dafür ist der Umstand, dass Russland das vietnamesische Militär beliefert. Auch der Territorialstreit im Südchinesischen Meer steht auf der Tagesordnung.

Von Marco Maier

Bei seinem ersten offiziellen Besuch in Vietnam wurde US-Präsident Obama feierlich empfangen. Nur wenige hundert Meter neben dem Mausoleum von Ho Chi Minh, dem vietnamesischen kommunistischen Revolutionsführer. Bei seinem Treffen mit Präsident Tran Dai Quang, Regierungschef Nguyen Xuan Phuc und dem Generalsekretär der KP Vietnams, Nguyen Phu Trong, geht es vor allem um den Territorialstreit im Südchinesischen Meer, wo Vietnam – wie China – den Großteil des Areals für sich beansprucht.

Doch das ist nicht alles. So soll das seit etwa 50 Jahren geltende US-Waffenembargo gegen den ehemaligen Feind aufgehoben werden. Dies war eine konkrete Forderung von Hanoi. Dennoch, so betonte Obama, werden künftig sämtliche Waffenbestellungen aus Vietnam strikten Auflagen unterliegen. Dieser Schritt ist auch aus US-Sicht logisch, zumal der US-Rüstungsindustrie durch das Embargo Milliarden Dollar an Umsatz entgehen, während der Gegenspieler Russland zum Hauptausrüster Vietnames wurde.

Vietnam gilt als guter Kunde der russischen Rüstungsindustrie. Allein zwischen 2013 und 2016 gingen in etwa neun Prozent der russischen Waffenexporte in das ostasiatische Land. Unter den Waffenlieferungen waren auch zwei mobile Raketenanlagen vom Typ "Bastion", mit denen Flügelraketen auf seegestützte Ziele abgeschossen werden können. Damit kann Vietnam einen 600 Kilometer langen Küstenabschnitt und 200.000 Quadratkilometer Meeresgebiet davor kontrollieren.

Hinzu kommen Raketenboote der Molnija-Klasse, Fregatten der Gepard-Klasse, mehrere U-Boote, russische Helikopter und Sukhoi-Kampfjets. Auch S-300-Raketensysteme stehen im Dienste der vietnamesischen Armee. Insgesamt gilt die militärtechnische Kooperation zwischen Moskau und Hanoi als hervorragend.

Loading...
Teilen Sie diesen Artikel:
Lesen Sie auch:  Geht die tragische Phase der US-Herrschaft im Irak zu Ende?

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

9 Kommentare

  1. Was ist der Yankee doch für ein mieser Hund ! Hoffentlich erinnern sich die Vietnamesen an die Napalmbomben, die der Ami auf ihre Kinder und Alten abwarf. Plötzlich kommt ein Neger gekrochen und will "Abbitte" leisten damit Er seine Waffen an Vietnam verkaufen kann und der Russe leer ausgeht. Von Charakter kann man ja von diesen "Hundertarmigen" nicht mehr reden. Die sind vom kleinen Zeh bis in die Haarspitzen verdorben.

    1. @Frost …….und nicht nur das Napalm.

      Obama soll mal ins Museeum in Hanoi gehen, dann kann er sich gleich die Kriegsverbechen seiner Vorgänger unter Mithilfe von Monsanto ansehen. Da sieht er dann nämlich ganz genau, was die Millionen Tonnen an AgentOrange (das ach so freundliche RoundUp) welche die USA dort abgeworfen haben, selbst der 4.Generation Kindern noch immer an Mißbildungen verursacht.

      DAS ist nämlich dieses harmlose Glyphosat im Horrorgift von Monsantos RoundUp !  …und bei uns palavern diese Irren in Brüssel, ob Monsantos Drecksgift giftig ist oder nicht. Schickt mal den besoffenen Juncker und Schulz dahin, damit sie sehen was sie an unseren Kindern in Europa mit dieser Zulassung verbrechen !

  2. Allerdings verstehe ich die US-freundliche Haltung der Vietnamesen die letzten Jahre über ganz und gar nicht! Das ist ja nicht der erste Deal zwischen beiden Ländern! Und egal ob nun Vietnam die gleichen Gebietsansprüche stellt wie China – sowas könnte zwischen beiden garantiert auch mit Verhandlungen gelöst werden.

    Aber ausgerechnet das "gute Verhältnis" zwischen Vietnam und den Amis … muss das sein???

    Haben die Vietnamesen denn wirklich schon die unendlichen Gräueltaten vergessen, die ihnen über Jahrzehnte von Franzosen und Amerikanern angetan wurden? 

    1. @Tö Rö

      Hatte ich vor zwei, drei Tagen schon mal hier:

      http://www.globalresearch.ca/vietnam-from-national-liberation-to-trans-pacific-ally-1975-2015/5482810

      Da erklärt ein Linker, was in VN abgeht. Abgesehen von seinen etwas spinnerten Vorschlägen am Ende ist er sehr nahe an der Realität.

      Die "Freunde der unterdrückten Völker" sollten sich endlich dem Leben stellen. Es gibt für die Masse der Völker dieser Welt nur ein Vorbild: The American Way of Life. Finde ich nicht gut, ist aber so. Das BÖse hat gewonnen.

  3. Die Amis sollten endlich mal Vietnam richtig entschädigen, für einen verbrecherischen und mörderischen Krieg – verursacht durch die USA. Deutschland musste "bluten", die Amis als Verlierer schaffen es nicht einmal die Schäden von Agent Orange zu entschädigen.

    Es gibt immer noch 100000e die immernoch unter den Schäden leiden, über mehrere Generationen. 

    Aber eben, wer keine Ehre hat, hat auch kein Gewissen. 

  4. …also das ist fuer mich unglaublich…da kommen die Mørder an fast 3 Millionen Vietnamesen und Laotren zurueck und fordern???? Diese degenerierten Bastarde haben wohl schon vergessen das immer noch hunderte Quadratkilometer im Gebirge von Agent Orange verseucht sind und nichts dort wæchst? Unglaublich dieser morbide Ignoranz und primitive dumme Frechheit des US-Regimes!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wenn es denn sowas wie einen Gott gæbe und ich dieser wære wuerde ich die sogenannten Eliten al'a Soros,Rothshild&Co sofort und ohne Gnade abkillen!!!!!!!!!!!!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.