Bundespräsident warnt vor Abbruch aller Beziehungen zu Russland

Frank-Walter Steinmeier betonte, dass sowohl der Westen als auch Russland für den Frieden in Europa verantwortlich sind.

Von Redaktion

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Donnerstag davor gewarnt, trotz der schwierigen Phase in den Beziehungen zu Russland alle Verbindungen abzubrechen und darauf hingewiesen, dass sowohl der Westen als auch Russland für den Frieden in Europa verantwortlich sind.

“In dieser schwierigen Phase unserer Beziehungen müssen wir darauf achten, dass die Verbindungen nicht völlig abbrechen”, sagte der Bundespräsident und betonte, dass in den vergangenen 20 Jahren viele Brücken zwischen West und Ost zerstört worden seien.

“Das ist eine besorgniserregende Situation, gerade in Zeiten der Krise, und das sage ich offen nach Moskau. Wir leben in einer Zeit schwieriger Beziehungen, aber es gibt eine Vergangenheit davor und eine Zukunft danach”, sagte der Präsident auf einer Jahrestagung des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (online). “Wir, beide Seiten, sind verantwortlich für die Zukunft eines friedlichen Europas”, betonte Steinmeier.

Allerdings vergaß Steinmeier dabei die Tatsache zu erwähnen, dass sich die Europäer in den letzten Jahren nicht gerade sehr konstruktiv gegenüber Russland verhalten haben und eine große Mitschuld an der Verschlechterung der Beziehungen zu Moskau haben. So zum Beispiel auch durch die tatkräftige Unterstützung des Maidan-Putsches in der Ukraine, der zum Ziel hatte die russische Marinebasis auf der Krim zu schließen und dort eine NATO-Marinebasis zu errichten.

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Auch der Umstand, dass gerade die deutschen Mainstreammedien (inklusive den öffentlich-rechtlichen Sendern) viel mehr als NATO-Pressestelle dienen, wurde vom Sozialdemokraten geflissentlich ausgeblendet.

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Ein Kommentar

  1. Steinmeier hat unter der Regierung Schröder für eine Freihandelszone mit Rußland plädiert. Damals wurde der Spalt zwischen der CDU und der SPD ziemlich deutlich. Schröder hatte einen neuen “Freund” gefunden und nahm teil am Jahrestag der russischen Siegesfeier über “Nazideutschland”.
    Mit Frankreich schmiedeten die 3 die “Achse Paris-Berlin-Moskau”.
    Schröder versprach Putin übrigens, “weiter den Finger in die Wunde zu legen”. Es machte fast den Eindruck, als wäre der Deal, Europa als russische Besatzungszone zu verhökern (für einen Job bei Gazprom).

    Man darf sich nicht davon täuschen lassen, denn Rot/Grün ließ die NPD auferstehen und brachte uns einen Vorgeschmack auf die kommende Dystopie

    Die SPD verfolgte einen völlig anderen aussenpolitischen Kurs. Sie zeigte Israel die kalte Schulter und baggerte unverfroren bei den Sauds herum. Das kann den Amis gar nicht geschmeckt haben.
    Die Sauds waren nicht so abgeneigt, sie finanzierten in der Zeit wahabitische Moscheen in Deutschland. In denen Ramzi Binalshibh in Hamburg Araber rekrutiert hat für den Terroranschlag in New York. (da stellt sich auch die Frage, was wollten die USA in Afganistan, die hätte eigentlich Hamburg bombardieren sollen?)

    Peter Scholl-Latour meinte, daß die Drahtzieher des Anschlags in Saudi Arabien zu suchen seien und nicht in Afghanistan.

    Schröder unterstützte den Afghanistankrieg auch nur halbherzig und Stern und Spiegel beschworen “Die 10 Lügen des George W. Bush”.

    In der Zeit ist der “Hassprediger” geboren worden und zwar im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, welches sich über die Hasspredigten in den Moscheen aufregte. Aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer, hat Udo Ulfkotte sich das Thema angeeignet, sich im Fernsehen aufgespielt und damit ziemlich blöde die Grundlage für die Neurechten geschaffen. Warum hat er es nicht beim ÖR gelassen? Da war das doch gut aufgehoben?

    Wie die Afrikaner sagen, als ihr kamt, hatten wir das Land und ihr die Bibel. Jetzt habt ihr das Land und wir die Bibel. (soll keine Kritik an der Bibel sein, sondern an ihrem Glaubensmißbrauch; ich bin nämlich Christ)

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