Linke gegen Flexibilisierung der Arbeitszeiten

Viel Opposition gibt es im deutschen Bundestag ohnehin nicht, es gibt aber immer wieder kleine Lichtblicke. Die Linke hat vielleicht verstanden für welches Klientel sie klassisch steht und könnte hier der SPD erheblich schaden. Die Errungenschaften der Arbeitnehmer in Bezug auf Arbeitszeit müssen bis zum Letzten verteidigt werden. Wenns die SPD nicht tut, dann…

Von Redaktion/dts

Die Linke stellt sich gegen Bestrebungen von Unternehmen, die Arbeitszeiten zu flexibilisieren. "Die Forderungen der Arbeitgeber, mehr als zehn Stunden Arbeit täglich und mehr als 48 Stunden in der Woche zu legalisieren, laufen auf eine Rückkehr ins 19. Jahrhundert hinaus", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Sabine Zimmermann, der Tageszeitung "Neues Deutschland". Der Arbeitsalltag vieler Beschäftigter werde seit Jahren von steigendem Arbeitsdruck und Jobunsicherheit geprägt.

"Viele arbeiten jetzt schon rund um die Uhr. Stress und Krankheiten nehmen zu. Unter den unberechenbaren Arbeitszeiten leidet das Familienleben", so Zimmermann zu den jüngsten Äußerungen des Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer. Dieser hatte im Rahmen des "Arbeitszeitdialogs" von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) erklärt, dass es möglich sei, auch über zehn Stunden am Tag hinaus zu arbeiten. Auch Kramers Vorstoß bezüglich eines höheren Renteneinstiegsalters lehnt Zimmermann ab: "Und unter diesen Bedingungen sollen die Menschen bis zum 67. Lebensjahr arbeiten, was immer weniger schaffen."

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2 Kommentare

  1. An den Pseudolinken ist bisher noch kein Abbau der Arbeitnehmerrechte gescheitert. Im Gegenteil, überall, wo sie mit an der Macht waren, kam dieser zügig voran. Auch in der Disziplinierung der Ärmsten sind sie ganz groß. In Berlin zum Beispiel soll es nie so viele Hartz4-Sanktionen gegeben haben wie unter dem Regime der pseudolinken Sozialsenatorin. In ihrem Programm versprechen sie die Überwindung des Kapitalismus und betrügen dagegen ihre Wähler in der Realität stets und ständig. Die Partei ist leider leider leider auch nur ein typischer Fall für den Misthaufen der Geschichte.

  2. Die Linkspartei war für mich die grösste Enttäuschung. Sie spielte die Rolle der Antithese und hatte nur den Zweck die Unzufriedenen einzusammeln. Diese Funktion hat nun die AfD übernommen. Unser Problem ist, dass wir gar nicht so schlecht denken können, wie die Verbrecher sind, Es ist wie bei den Banken, sie stecken alle unter einer Decke.

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