Das Ehepaar Kohl. Bild: Flickr / Christliches Medienmagazin pro CC-BY-SA 2.0

Bargeld ohne Ende - Maike Kohl-Richters merkwürdige Geldtransfers

Maike Kohl-Richter, Gattin des Altkanzlers Helmut Kohl, versetzte die Mitarbeiter der Filiale der Deutschen Bank Frankenthal, in Erstaunen. Vor neun Monaten erschien sie persönlich am Schalter und zahlte in bar mehrere hunderttausend Euro ein. Der Vorgang wiederholte sich im Herbst des letzten Jahres.

Von Daniela Disterheft

Solcherlei Transaktionen rufen inzwischen allerdings das Misstrauen der Behörden hervor. Im Jahre 1993 trat das Geldwäschegesetz in Kraft, welches Banken dazu verpflichtet, die Herkunft aller Geldbeträge zu erfragen, welche die Summe von 15.000 Euro überschreiten. Die Tatsache, den Klienten lange zu kennen, ändert nichts an dieser Notwendigkeit.

Bei Frau Kohl-Richter wurde dieser Verpflichtung möglicherweise zu spät nachgekommen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüft seither, ob seinerzeit alles den entsprechenden Vorschriften entsprach. Dieser Vorgang richtet sich nicht gegen die Gattin des Altbundeskanzlers, die selbst gelernte Volkswirtin ist, sondern gegen die involvierten Banken - die Hypo-Vereinsbank und die Deutsche Bank. 

Auf Nachfragen erklärte Maike Kohl-Richter, die Summen seien in den vergangenen drei Jahren in mehreren Teilbeträgen von verschiedenen Konten abgehoben worden. Offiziell will sie den Vorgang nicht kommentieren. Auch ihr Anwalt Thomas Hermes erklärt: „Das war ein völlig normaler Vorgang. Den Bareinzahlungen gingen Barauszahlungen in entsprechender Höhe voraus.“

Das innerfamiliäre Zerwürfnis zwischen den Söhnen des Altkanzlers und ihm selbst sowie Maike Kohl-Richter könnte ein Grund für dieser Vorgänge sein. Die Söhne lehnen die zweite Frau ihres Vaters ab. Über Kohl-Richter wird gesagt, sie  schirme den Altkanzler von seinen Söhnen ab. Hinter den Kulissen ist zu vernehmen, Maike Kohl-Richter habe, aus Sorge vor unbefugtem Zugriff, erhebliche Summen von einem Konto auf andere transferiert. Jedes Mal in bar. Es handelt sich hierbei um sechsstellige Beträge. Ihr Rechtsbeistand erklärt: „Der Vorgang wurde im Herbst letzten Jahres geprüft und abgeschlossen.“ Der Staatsanwaltschaft genügt diese Erklärung offenbar ebenfalls.  Dieses Verhalten sei zwar sonderbar aber korrekt.

Für die BaFin Bonn ist die Sache noch nicht ausgestanden. Sie prüft den Vorgang. Frage: Sind die Banken ihrer Verpflichtung nachgekommen, Verdachtsfälle auf Geldwäsche umgehend den Behörden zu melden? Eine BaFin-Sprecherin verwies auf die Verschwiegenheitspflicht der Behörde. Auch die Banken selbst, wollten die Vorgänge nicht kommentieren.

2 comments

  1. Ein Transfer dieser Größenordnung in bar? Hat die Frau schon mal was von Überweisung gehört? Äh, sorry, aber kein normaler Mensch würde solche Summen durch die Gegend schleppen.
    Ich lasse das mal so stehen …
    LG Traumschau

  2. Martina Theresia

    So was ist nun nicht normal - wenn ich ein Konto auflöse, lasse ich den Restbetrag auf ein anderes bzw. neues Konto überweisen. - Wäre für mich normal -

    Ich kenne es auch, wenn ich einen Barscheck von unter 100 € abhebe und nicht aufs Konto buchen lasse, muß ich meinen Ausweis zeigen.

    Wir sind halt alle gleich nur einige sind eben gleicher als wir.

    Namaste

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