Ist Veganismus gut für die Gesundheit?

Glutenfrei hier, vegan da. So viele alternative Ernährungsmethoden wie in den letzten 15 Jahren gab es in der ganzen Menschheitsgeschichte nicht. Die Anhänger von jeder behaupten, ihre Ernährungsweise sei die einzig wahre und jede behauptet, auf neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen zu beruhen. Auf 22Bet haben Interessierte deutlich mehr Durchblick. In den letzten Jahren hat sich ein Trend besonders stark verbreitet: Veganismus, also der vollständige Verzicht auf tierische Produkte jeglicher Art. Beweggründe gibt es verschiedene. Am häufigsten nennen die Anhänger das Tierwohl oder Gesundheit als Hauptmotivation. Während das Tierwohl als Begründung einleuchtend klingt, muss man sich fragen, ob Veganismus wirklich so gesund ist.

Nährstoffmangel ist das größte Problem

Die größte Sorge, die Omnivore (zu deutsch: “Allesesser”) sich lange um ihre vegan lebenden Liebsten gemacht haben, ist der Proteinmangel. Dieser, weiß man heute, ist das geringste Problem. Es gibt sogar pflanzliche Lebensmittel, die mehr Proteine liefern als Fleisch und Milchprodukte. Doch ein anderes Element steht nun im Fokus: Vitamin B12. Es beugt Nervenschäden vor und ist in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten enthalten, aber nicht in Obst oder Gemüse. Ein Erwachsener sollte 1,5 Mikrogramm pro Tag davon zu sich nehmen. Der Mangel daran kann zu ernsthaften Problemen führen, bis hin zu neurologischen Symptomen wie Taubheit, die bei längerer Mangelerscheinung irreversibel sein können.

Diese Erkenntnisse können aus aktuellen Studien gezogen werden

Eine aktuelle Oxford-Studie hat 48.000 Personen über 18 Jahre untersucht, darunter Fleischesser, Pescetarier, Vegetarier und Veganer. Die Studie ergab, dass Menschen, die sich vegan und vegetarisch ernähren, ein geringeres Risiko für Herzkrankheiten, aber ein höheres Risiko für Schlaganfälle haben, was möglicherweise teilweise auf einen Mangel an B12 zurückzuführen ist, dem man mit angereicherten Lebensmitteln aktiv entgegenwirken kann. Grundsätzlich ist die vegane Ernährung ballaststoffreicher und cholesterin-, eiweiß-, kalzium- und salzärmer als eine omnivore Ernährung. Die vegane Ernährung hat einen höheren Anteil an Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten, und die gesundheitlichen Vorteile daraus wiegen alles andere auf.

Lesen Sie auch:  USA: Megadürre lässt Farmer verzweifeln

Veganismus als Ernährung der Zukunft?

Einige Dinge müssen bei der Auslegung der Studie beachtet werden. Ernährt sich der Veganer nicht mehr gesund, sondern von veganem Junk-Food-Ersatz, kann er das gleiche Verzehrprofil wie einem ungesunden Allesesser liefern. Die Forschung bestätigt außerdem nicht, ob der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von mehr pflanzlichen Lebensmitteln und einem geringeren Risiko für Herzkrankheiten ab einem bestimmten Punkt abfällt. Mit anderen Worten, sie hat nicht bewiesen, ob eine streng vegane Ernährung vorteilhafter ist als eine Ernährung, die hauptsächlich aus Obst und Gemüse, aber mit einigen tierischen Produkten besteht. Mit der veganen Ernährung verhält es sich ähnlich wie mit jeder anderen. Sie kann dazu beitragen, Ihr Krankheitsrisiko zu senken oder es zu erhöhen – je nachdem, welche Lebensmittel Sie essen.

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...
Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.