Kreml bezeichnet Sanktionen gegen Nord Stream 2 als „Cowboy“-Angriff

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte, dass die Arbeiten an der Gaspipeline im Gange seien und das Projekt kurz vor dem Abschluss stehe.

Von Redaktion

Die Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 seien ein ungedeckter Cowboy-Angriff oder eine feindliche Übernahme, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in einem Interview mit „Moskau. Kreml. Putin“-Sendung des Fernsehsenders Rossija-1.

„Das ist ein absolut ungedeckter Cowboy-Angriff oder eine feindliche Übernahme. <…> Wie könnte man das sonst nennen?“ sagte Peskow mit Blick auf die Sanktionen gegen Nord Stream 2.

Peskow betonte, dass die Arbeiten an der Gaspipeline im Gange seien und dieses Projekt kurz vor dem Abschluss stehe.

Er wies auch darauf hin, dass Russland in einer „unfreundlichen und sogar feindlichen Umgebung“ lebe und das ganze ausgehende Jahr mit „immer neuen so genannten Sanktionen“ zu kämpfen habe.

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Das Projekt Nord Stream 2 sieht den Bau von zwei Gaspipelinesträngen mit einer Gesamtkapazität von 55 Mrd. Kubikmetern pro Jahr von Russland nach Deutschland durch die Ostsee vor. Die Gaspipeline ist bis heute zu 93 Prozent fertiggestellt. Der Bau wurde im Dezember 2019 unterbrochen, als die Schweizer Rohrverlegungsfirma Allseas die Arbeiten aufgrund der US-Sanktionen einstellte. Am 11. Dezember 2020 wurden die Arbeiten jedoch wieder aufgenommen.

Am 23. Dezember meldete Reuters unter Berufung auf hochrangige Quellen in der Administration von Präsident Donald Trump, dass die US-Regierung plant, ein neues Paket von Sanktionen gegen das Nord Stream 2-Projekt zu verhängen.

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