Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln. Bild: US Navy

Die Spannungen am Persischen Golf wachsen immer weiter. Kommt es zu einem ausgewachsenen Krieg am Persischen Golf?

Der Iran hat es geschafft, der Strategie des US-Präsidenten Trump, maximalen Druck auszuüben, entgegenzutreten, indem er die Herausforderung auf die nächste Stufe gestellt hat. Mit einem großen Knall wurde der globale Ölmarkt gezwungen, die aktuellen Fundamentaldaten und Zukunftsaussichten zu überdenken, da die kritischste Infrastruktur Saudi-Arabiens, die Gas-Öl-Trennanlage Al Abqaiq (GOSP), am Wochenende von Drohnenangriffen heimgesucht wurde.

Nachdem sie die gestiegenen geopolitischen Risiken und die neuen technologischen Herausforderungen vernachlässigt oder gänzlich ignoriert haben, haben die Übeltäter nun Abqaiq getroffen, das nicht nur das Herz der saudischen Öl- und Gasinfrastruktur von Aramco, sondern auch das Zentrum des globalen Ölmarktes ist. Bislang haben Finanzanalysten der geopolitischen Risikoprämie wenig Aufmerksamkeit geschenkt, und die Berichte zu EIA/EIA und DNV der vergangenen Woche konzentrierten sich weiterhin auf die „bärische“ Nachfrageseite des Marktes. Als fundamentale Kontrastanalyse könnten nun jedoch geopolitische und sicherheitspolitische Fakten vor Ort die Konstellation vollständig verändern. Solange Kohlenwasserstoffe die weltweit führende Energiequelle sind, wird die Öl- und Gasinfrastruktur ein vorrangiges Ziel für Terroristen, Cyberkriminelle und staatliche Akteure bleiben.

Die Hardliner im Iran, im Irak und im Jemen werden lächeln, da der zurückhaltende und technisch nicht hochwertige Angriff auf Abqaiq ein verheerendes Ergebnis hatte. Mit einem Schlag haben sich der Optimismus des Marktes hinsichtlich der Entfernung des kriegerischen Nationalen Sicherheitsberaters Bolton, und die Gerüchte über einen Trump-Rouhani-Gipfel gelegt. Trotz der Warnungen, dass die US-Iran-Krise noch lange nicht vorbei ist, fiel der Ölpreis in der vergangenen Woche, nachdem US-Präsident Trump den Sicherheitsberater John Bolton entlassen hatte.

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