Die Katholische Kirche in den USA hat ihren Missbrauchsopfern bislang bereits rund 3,8 Milliarden Dollar an Wiedergutmachung gezahlt.

Von Marco Maier

In einem neuen Bericht von BishopAccountability – einer gemeinnützigen Organisation, die Missbrauchsvorwürfe innerhalb der katholischen Kirche aufzeichnet – haben die außergerichtlichen Vergleiche und Zivilprozesse die Kirche bislang bereits kostspielige 3,8 Milliarden Dollar gekostet.

Der Bericht wurde veröffentlicht, nachdem Polizeibeamte bekannt gegeben hatten, dass in Pennsylvania eine großangelegte Untersuchung der Staatsjury gegen die Diözese des Staates stattgefunden hatte, die jahrzehntelang sexuellen Missbrauchs zurück zu den 1950er Jahren feststellte. Insgesamt seien demnach 5.679 Personen zum Opfer sexueller Übergriffe durch katholische Kleriker geworden.

Derzeit steht die Katholische Kirche in den USA wieder voll im Fokus von Missbrauchsermittlungen, nachdem in Pennsylvania erst vor wenigen Monaten ein systematisch agierendes Missbrauchsnetzwerk aufflog, welches für viele Jahrzehnte agierte. Dabei wurden nicht nur die Priester und andere katholische Kleriker beschuldigt, sondern die ganze Erzdiözese, welche die Missbrauchsfälle vertuschte oder Anschuldigungen gegen Priester einfach ignorierte.

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5 KOMMENTARE

  1. Nun möchte ich die katholische Kirche keineswegs verteidigen, denn diesem Verein gehöre ich schon lange nicht mehr an, aber in der Gesamtbetrachtung läuft hier nicht alles so, wie es eigentlich sein müßte, denn der einzelne Täter steht in der Verfolgung an erster Stelle und er müßte der gerechten Strafe zugeführt werden und sollte eine Komplizenschaft durch Mitwisser und Unterstützer nachgewiesen werden, dann sind auch diese zu bestrafen, ohne wenn und aber und leider ist es so, daß das kanonische Recht, das heißt die eigene Gerichtsbarkeit innerhalb der katholischen Kirche einen staatlichen Zugriff von außen nicht so ohne weiteres zuläßt und dadurch entstand auch die Zwangsverbindlichkeit der Entschädigung der Opfer durch die Kirche selbst und bevor man hier so weitermacht, sollte man vielleicht mal darüber nachdenken, ob es in der heutigen Zeit überhaupt noch zulässig sein kann, einen Glaubensstaat im Staate zu dulden, denn gerade deshalb zieht sich alle so in unendliche Länge und wenn der einzelne Täter Glück hat, kommt er noch ungeschoren davon und das ist nicht richtig und dient auch nicht der Gerechtigkeit gegenüber den Opfern.

  2. Das kanonische Recht, das heißt, die eigene Gerichtsbarkeit der katholischen Kirche behindert die gesamte Mißbrauchsaufklärung und zuerst hat man versucht die einzelnen Fälle zu vertuschen und nun will man über Pauschal-Entschädigungszahlungen das ganze Übel zum Abschluß zu bringen und daran kann man erkennen, welche Macht die katholische Kirche auch heute noch besitzt und das ist nicht förderlich für die Opfer und solange man diesen Zustand der eigenen Gerichtsbarkeit außerhalb des Vatikans beläßt wird sich nicht viel ändern und das ist die traurige Erkenntnis in diesen Fällen, wo ganze Kindergenerationen durch Wüstlinge entehrt wurden und ob man da mit Geld Abbitte leisten kann, das ist eine andere Frage.

  3. Religion und Glaube hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Beten und Glauben kann man ausreichend zu Hause in seinen vier Wänden.

  4. Pädophile Priester – die haben wir mit der USA gemeinsam, doch müssen die US-Kirchen, anders als es z.B. in unserem Absurdistan wäre, die 3,8 Milliarden „Wiedergutmachung“ durch Spenden einholen.

    Laut GG gibt es in der BRD keine Staatskirche, auch „habe sich der Staat in Glaubensangelegenheiten neutral zu verhalten“. “ Niemand dürfe wegen seiner Religion benachteiligt oder bevorzugt werden“.

    Wenn’s an Steuer eintreiben geht, ist allerdings Schluß mit lustig, da werden die hehren GG-Vorgaben schon ‚mal anders ausgelegt. Jeder muss in seiner Steuerklärung angeben, welcher Konfession er angehört und zahlt an die Pfaffen seinen „Zehntel“. (solange er nicht die Reißleine gezogen hat und ausgetreten ist). So sammeln die Finanz“ämter“ jährlich knapp 10 Milliarden für die Kirchen ein.

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