Präsident Donald Trump. Bild: White House / public domain
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Der tiefe Staat scheint Trumps Abzugspläne aus Syrien erfolgreich zu sabotieren. Hat der US-Präsident außenpolitisch gar nichts mehr zu sagen?

Von Ron Paul / Antikrieg

Ich beginne mich zu fragen, ob Präsident Trump überhaupt Macht über die US-Außenpolitik hat. Viele Menschen glauben, dass der US-Präsident nur ein Aushängeschild ist, während die eigentliche Außenpolitik fest in den Händen des tiefen Staates liegt. Trumps neueste dramatische Wende beim Abzug von Truppen aus Syrien nährt sicherlich solche Theorien.

Als Präsident Trump erst vor wenigen Wochen ankündigte, dass die USA ihre Truppen aus Syrien abziehen und möglicherweise ihre Truppen in Afghanistan reduzieren würden, waren die Neokonservativen, die Medien, der militärisch-industrielle Komplex und die linken „Niemals-Trump“-Leute aus dem Häuschen. Sie hatten geschwiegen, als Präsident Obama die schreckliche Entscheidung traf, Assad in Syrien zu stürzen und zu diesem Zweck Waffen an Dschihadisten zu schicken. Sie sagten nie ein Wort, als Milliarden von Dollar für diese unmoralische und gefährliche „Regimewechsel“-Politik eingesetzt wurden. Sie kümmerten sich nicht um die Rechtsstaatlichkeit, als Präsident Obama dem Kongress eine Nase drehte und Soldaten nach Syrien schickte.

Aber als Präsident Trump das Offensichtliche erklärte – nämlich, dass ISIS effektiv besiegt wurde und wir nichts in Syrien zu tun haben – erklärten diese oben genannten Gruppen unisono, dass die tatsächliche Heimreise von US-Soldaten ein „Geschenk an Russland“ sei. Sie sagten, dass die Heimreise von US-Truppen zu Instabilität in den Regionen führen würde, die sie verlassen haben. Nun, gibt es einen Beweis dafür, dass die Besetzung durch US-Truppen tatsächlich Stabilität bringt?

Kaum hatte Präsident Trump unsere Abreise angekündigt, begannen seine neokonservativen Berater seine Worte zurückzudrehen. Zuerst musste er ein Mittagessen mit Senator Lindsey Graham aushalten, der ihm die Hölle heiß machte, und wo Trump laut dem Senator zustimmte, keine Zeitpläne für den Rückzug zu haben. Dann begannen sein Nationaler Sicherheitsberater John Bolton und sein Außenminister Mike Pompeo der Welt zu sagen, dass die Aussagen von Präsident Trump über den Truppenabzug nur leere Worte und keine US-Politik waren.

Während die frisch von der Herrschaft der von den USA unterstützten Extremisten befreiten syrischen Christen zum ersten Mal seit Jahren Weihnachten feierten, holte John Bolton die alte Warnung an Assad aus der Mottenkiste, dass die USA angreifen würden, wenn er sein Volk „wieder“ vergaste. Glaubt wirklich jemand angesichts des syrischen Präsidenten, der persönlich an einigen der Weihnachtsfeiern teilnimmt, dass er zurück in sein Büro gehen und einen Gasangriff anordnen würde?

Bolton behauptete dann, dass die USA Truppen von Syrien in den Irak verlegen würden, um den Kampf gegen ISIS fortzusetzen, und dass die USA israelische Luftangriffe auf syrisches Gebiet voll und ganz unterstützen. Hat Präsident Trump auch nur einem dieser Punkte zugestimmt?

Schlimmer noch, Außenminister Pompeo begibt sich auf eine Nahostreise, bei der er den Führern in der Region im Wesentlichen sagen wird, dass der US-Präsident ein Lügner ist. Laut einem Beamten des Außenministeriums, der in einem Bericht am Sonntag zitiert wird, wird Pompeos Botschaft an den Nahen Osten lauten: „Trotz gegenteiliger Berichte und falscher Erzählungen über die syrische Entscheidung gehen wir nirgendwo hin. Der Außenminister wird dieses Bekenntnis zur Region und zu unseren Partnern verstärken.“

Die tatsächlichen Worte des US-Präsidenten über Syrien als „falsche Erzählungen“ bezeichnen? Wie kann das nicht Gehorsamsverweigerung sein?

Wird Präsident Trump zusehen, wie dieser Putsch unter seiner Nase stattfindet? Erkennt er, wie sehr seine Glaubwürdigkeit leidet, wenn er mutig einen US-Rückzug ankündigt und Tage später eine Wende vollzieht? Hat er die jüngsten Umfragen bemerkt, die zeigen, dass die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung mit ihm übereinstimmt? Warum hat er solche Angst vor den Neokonservativen?

6 KOMMENTARE

  1. Die Ukraine zieht die USA in einen globalen Krieg

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/12/die-ukraine-zieht-die-usa-in-einen.html

    In seinen 24 Jahren als leitender Auslandskorrespondent der Washington Times und der United Press International berichtete Martin Sieff aus über 70 Ländern und über 12 Kriege.

    Seit dem Ende des Kalten Krieges haben US-Politiker, Präsidenten und ihre Kongresse so gut wie jede Dummheit und Torheit begangen, die für eine Grossmacht vorstellbar ist. Das einzige, was sie bisher vermieden haben war die Gefahr, im grossen Stil in einen Weltkrieg zu stolpern.

    Aber jetzt, mit der eskalierenden und zunehmend hysterischen US-Unterstützung für die zwielichtige und risikobereite Junta in Kiew, riskiert Präsident Donald Trump jedoch, dass er das schlimmste und unverzeihlichste aller Schrecken begeht.

    Trump ist heute nicht mehr als Knetmasse in den Händen seines nationalen Sicherheitsberaters John Bolton, einer der Vordenker der Katastrophe, welche die Invasion des Irak von 2003 darstellt…ALLES LESEN !!

  2. An dem Konflikt in der Ukraine ist Deutschland (besonders Merkel und Maas) wieder mal Mittäter und Brandstifter.

    Dann ist Deutschland mit amerikanischen Militärbasen vollgespickt und es befinden sich Atombomben im Land. Wahrscheinlich werden nach dem US-Ausstieg aus dem INF-Vertrag neue US-Raketen die gegen Russland gerichtet sind aufgestellt.

    Also, es gibt mehr als genug Gründe etwas dagegen zu unternehmen !
    Kapiert ihr überhaupt, dass bei einem kommenden Krieg Deutschland das Hauptziel ist, wegen der ganzen US-Basen und Kommandozentralen, deshalb komplett ausradiert wird ?

    Was nutzt es über den II. WK zu diskutieren, wenn es wichtiger wäre, den III. zu verhindern??? Aber ihr Deutschen pennt ja komplett und werdet erst aufwachen, wenn der Automblitz euch blendet … nur dann ist es zu spät!!!

    TUT ENDLICH WAS!!! WO IST EIN VON STAUFENBERG, WENN MAN IHN BRAUCHT???

  3. Was der Präsident Trump und seine Vorgänger wirklich zu sagen haben wird immer deutlicher.

    Vor ein paar Tagen…Truppenabzug aus Syrien, dann ein paar Tage später…doch nicht so schnell Truppen abziehen….und jetzt plötzlich werden keine Truppen abgezogen !?!?

    Trump sagte noch im Wahlkampf, dass er den DEEP STATE (Rothschild, Goldman Sachs, usw.) bekämpfen will, aber wir sehen nun, dass er nur eine Präsidenten Schauspieler ist, die WIRKLICHE REGIERUNG DER USA sitzt in der Wall Street !!

    • Das ist doch das übliche Polit-Hollywood, das uns vorgespielt wird, einfach mit immer wieder neuer Besetzung der Rollen. Das Drehbuch ist schon lange geschrieben und wird je nach Situation und Erfordernis der anglo-amerikanischen USrael-Oberclique jeweils angepasst. Dazu werden die nötigen Narrative besorgt, damit die «dummen Bevölkerungen» sich darüber das Maul verreissen, während die Strippenzieher schon wieder mit Wichtigerem ihren mörderischen Aktivitäten nachgehen. Die Öffentlichkeit soll glauben, dass Trump gegen den Deep State ist und die US-Invasions-Kriege beenden will. Das ist ja zum Lachen. Genau diese Kriege machen diese oberen globalen Banden-Kreise zu Superreichen, die ihre gestohlenen Milliarden schon lange nicht mehr zählen können. Die britische Oberschicht mit ihrem stinkigen Adelsprädikat weiss darüber bestens Bescheid. Und Trump gehört zu diesen Kreisen. Da wird uns mal wieder ein monströses Falschspiel vorgegaukelt.
      Und notabene, nicht allein Deutschland ist als künftiger Kriegsschauplatz vorgesehen, sondern ganz Westeuropa. Die dumpfen Westeuropäer wollen das einfach nicht wahrhaben. Wehe wenn in Deutschland die Atombomben fliegen; dann wird davon ganz Westeuropa betroffen sein. Die Russen und Chinesen werden sich Solches nicht untätig gefallen lassen, darauf ist Verlass. Und wenn die Atombomben hin und her fliegen, dann bleibt kein Stein auf dem anderen, dann wird Westeuropa für geschichtliche Zeiten unzugängliches verseuchtes Land sein. Tschernobyl und die japanischen Atomkraftwerke lassen grüssen. Sie geben ja nur zu anschaulich einen Vorgeschmack von verseuchtem Land.

  4. Wer hier die Fäden inne hat? Alles leuft wie Israel es gerne hätte. Noch Fragen
    Oh noch was die Gehilfen sitzen in USA

  5. Zitat: „Ich beginne mich zu fragen, ob Präsident Trump überhaupt Macht über die US-Außenpolitik hat“
    Trump hat überhaupt keine Macht ausser das Kriegsrecht zu verhängen. Wenn er mehr Macht hätte, wäre er ja ein Diktator und nicht in einer Demokratie.
    Warum glauben immer alle. die US Präsidenten wären Weltherrscher? Sie sind die Pest der Erde. Kein Land, nicht mal der IS ist so verbrecherisch wie die USA. Ich sag nur Vietnam, Irak oder 2x Atomboben… und das ist nur ein Bruchteil deren Verbrechen gegen die Menschheit…aber es war nie der Präsident allein!

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