Der einzige Grund dafür, warum die US-Wirtschaft offiziell noch wächst, ist die enorme Neuverschuldung des Staates. Die Daten der Fed sind eindeutig.

Von Marco Maier

Eines vorweg: Infolge der stark hedonischen Preisberechnung für das Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten, ist dieses ohnehin gewaltig aufgebläht und spiegelt auch nur eingeschränkt den tatsächlichen Umsatz der US-Wirtschaft wider. Doch selbst wenn man diese massive Verzerrung nicht berücksichtigt, sondern einfach nur die offiziellen Zahlen verwendet, sieht es für die Vereinigten Staaten von Amerika wirtschaftlich katastrophal aus.

Denn, wie man in den Grundlagen der Volkswirtschaftslehre lernt, gibt es verschiedene Arten der Berechnung. Die "Entstehungsrechnung" sagt: Produktionswert – Vorleistungen = Bruttowertschöpfung + Gütersteuern – Subventionen = Bruttoinlandsprodukt. Nach der "Verwendungsrechnung" (die für uns in diesem Fall interessant ist) heißt es: Bruttoinvestitionen + Konsumausgaben + Staatsausgaben + Außenbeitrag = Bruttoinlandsprodukt. Die "Verteilungsrechnung" lassen wir nun weg, da nicht von Belang.

So, nun haben die USA unter dem Punkt "Staatsausgaben" auch das Geld inkludiert, welches man über die Neuaufnahme von Krediten bzw. der Ausgabe von Staatsanleihen lukrierte. Nun, das geschieht schon seit Jahrzehnten, was ja zumindest in der Verwendungsrechnung keine Rolle spielt. Doch wenn man das US-Bruttoinlandsprodukt um jenen Anteil der Staatsausgaben kürzt, der "auf Pump" finanziert wird, erkennt man an der folgenden Grafik  der "Federal Reserve", dass mit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2007/2008 irgendwas in der Realwirtschaft "kaputt" gegangen sein muss.

Nun stellt sich die Frage: Läuft die US-Wirtschaft nur noch deshalb, weil die Regierung Unsummen auf Kredit hineinpumpt? Immerhin müsste man sagen, dass die Vereinigten Staaten sich (mit einer kleinen Ausnahme 2015) faktisch seit 2008 in einem Abschwung und eigentlich in einer rezessiven Phase befinden? Würde man diese Daten bei der BIP-Berechnung von "Shadowstats" (siehe Grafik unten) noch berücksichtigen – wie kaputt muss die US-amerikanische Wirtschaft eigentlich sein?

Angesichts solcher Daten sollte man sich schon fragen, warum die Politik in Europa so sehr darauf pocht, zum Beispiel das zurecht höchst umstrittene "Freihandelsabkommen" TTIP mit den USA umzusetzen und warum man sich auf dem "alten Kontinent" immer noch so sehr auf die transatlantischen Bindungen konzentriert, wenn gerade diese dazu führen werden, auch Europa mit in den Abgrund zu reißen.

2 KOMMENTARE

  1. "…..warum man sich auf dem "alten Kontinent" immer noch so sehr auf die transatlantischen Bindungen konzentriert, wenn gerade diese dazu führen werden, auch Europa mit in den Abgrund zu reißen."

    Weil sie in ihrer Großmannssucht politische Ziele verfolgen und die Krise sogar wünschen, um ihr zentralistisch faschistisches EU Zentralorgan gegen den Willen der Menschen durchzusetzen. Und wenn Merkel derzeit zu Macrons Plänen der EU Zentralisierung und Entmachtung der Staaten noch keine Stellung bezieht, dann ist es der Wahl am 16.10. in Niedersachsen geschuldet.

    Danach wird auch sie der satanische Geist zurück erobern, so wie der Soros Jünger Kurz in Österreich, nach der Wahl die Katze aus dem Sack lässt. 

     

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