London warnt Touristen davor falsche Beschwerden beim Portugal-Urlaub zu erfinden

Wegen des Verdachts, dass Beschwerden über Lebensmittelvergiftungen, die von englischen Touristen gemacht wurden, eher auf betrügerische Absichten basierten, hat das auswärtige Amt in Großbritannien seine Bürgern geraten, beim Portugal-Urlaub keine falschen Anschuldigungen zu erheben. Auch um das Ansehen der britischen Touristen zu schützen.

Von Edgar Schülter

Es gibt einen dringenden Verdacht, dass Touristen die in Portugal Urlaub machten dazu verführt wurden, falsche Aussagen zu machen, was angebliche Lebensmittelvergiftungen betrifft. Somit wurde vom britischen auswärtigem Amt eine Warnung an alle Touristen herausgegeben, die vor haben in Portugal Urlaub zu machen. „Es wird nur eine Beschwerde akzeptiert die auch nachweisbar eine Erkrankung zur Folge hatte. Falls es sich jedoch um eine Falschaussage handeln sollte, kann dieses zur einer Anzeige in Portugal oder in Großbritannien führen“, so die Behörde.

Es kam dazu, weil eine ungewöhnliche starke Zunahme an Beschwerden über Magen-Darm-Probleme in den letzten Jahren stattgefunden hat. Das war besonders bei Buchungen in Hotels die Vollpension – sprich Einnahme von Mahlzeiten im Hotel – besaßen auffallend.

Der britischen Reiseagentur ABTA zu Folge, nahmen solche Beschwerden immer weiter zu und in den Jahren 2013 bis 2016 stiegen diese sogar um erstaunliche 520 Prozent an. Aber laut dieser Agentur werden die Touristen regelrecht dazu zu ermutigt solche Falschanzeigen zu machen. Es sind Unternehmen die sich auf Anzeigen bei Versicherungsgesellschaften spezialisiert haben, die so ihr großes Geschäft wittern.

Diese Unternehmen bieten den Touristen oft einen Anteil von der Versicherungsprämie an. Laut ABTA sind gerade Portugal und Spanien am häufigsten von diesen Praktiken betroffen. Diese Länder leiden aber dann auch nachher vom Ansehen her und geraten zu unrecht in ein falsches Licht – es bauen sich ungerechte Vorurteile auf. Andererseits sorgt aber jetzt auch gerade diese neue Aufdeckung für ein schlechtes Ansehen der britischen Touristen im Ausland, die dann eher als Betrüger angesehen werden. Alleine im Jahr 2015 besuchten zirka 2,5 Millionen britische Touristen Portugal.

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4 Kommentare

  1. Lebensmittelvergiftungen in Portugal..?..noch nich gehört.

    Allerdings soll die englische Küche sehr speziell sein..und nur mit Vorsicht zu genießen.

     

    Motto:Was dich nicht umbringt..macht dich stärker.

    Nietzsche

  2. Sollte alles viel teurer für diese britischen sein …. hatte fünf Mal in Portugal im Urlaub und hatte nie Virus, Essen Portugal ist sehr gut. 

  3. Dann sollen die Briten weniger saufen….. dann muss man nicht so viel k…tz..

    Und andere Touristen müssen sich dann nicht Nachts das Gegröle anhören…. am besten bleiben die Briten gleich ganz daheim…. die britischen Touristen hatten schon immer einen schlechten Ruf. Dauerbesoffen und laut, da kann das Auswärtige Amt auch nichts mehr retten.

  4. Typische Fehldiagnosen. die Inselaffen bekamen seit langem 'mal wieder was Gesundes zwischen die Zähne und wie bei Entgiftungen oder gar bei Entzug häufig zu beobachten, kam es zu sog. Erstverschlimmerungen.

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