Deutschland: Große Koalition plant Steuererleichterungen für Risikokapital

Offenbar sollen Start-ups künftig steuerliche Vorteile bei Verlusten erhalten um einen Einstieg von Investoren zu erleichtern. Dies zeigen Pläne der Bundesregierung.

Von Redaktion/dts

Die schwarz-rote Koalition will offenbar ein großes Hindernis bei der Finanzierung junger Unternehmen beseitigen: Das Bundesfinanzministerium hat laut eines Berichts des "Handelsblatts" einen Referentenentwurf vorgelegt, der es Start-ups künftig erlauben soll, steuerliche Verlustvorträge auch bei einem Besitzerwechsel weiter nutzen zu können.

Künftig können aufgelaufene Verluste dann steuerlich genutzt werden, "wenn der Geschäftsbetrieb der Körperschaft nach dem Anteilseignerwechsel erhalten bleibt und eine anderweitige Nutzung der Verluste ausgeschlossen ist", heißt es in dem Referentenentwurf, aus dem das "Handelsblatt" zitiert. Bislang konnten Start-ups ihre Verluste nicht mehr geltend machten, wenn sich ein Eigentümerwechsel vollzog.

Für Investoren werde es damit attraktiver, bei solchen Wachstumsunternehmen einzusteigen, weil sie künftige Gewinne mit Verlusten verrechnen könnten, schreibt die Zeitung. Die Branchenverbände begrüßten den Vorstoß der Bundesregierung. Die Neuregelung, die schon am Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedet werden könnte, wird nach Schätzungen der Bundesregierung zu jährlichen Steuermindereinnahmen von 600 Millionen Euro führen.

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6 Kommentare

  1. …die Umverteilung von "Fleißig nach Reich" geht munter weiter! Steuerliche Verlustabzugsfähigkeit von Investoren bedeutet nichts anderes, als Vergemeinschaftung privat eingegangener Risiken. Hingegen bleiben etwaige Gewinne privat und fließen zumeist in's Ausland ab.

  2. Einige Start-up Unternehmen sollten die ersten zwei Jahre völlig von der Steuer befreit werden, wenn sie mit einem mutigen und innovativen Produkt an den Markt gehen. Es gibt einiges zu verbessern. Da lohnt sich wirklich ein Blick in die USA. Wieviel Start-up Unternehmen haben es dort zu Weltruhm gebracht. Apple, Facebook, Google, usw. Bei uns in Dummland wären die alle in der Versenkung verschwunden. Man kann über die Amis denken wie man will, aber das haben sie drauf. Unser letztes Start-up Unternehmen, das es zu einer weltweiten Bedeutung gebracht hat, war SAP. Und das war 1973.

  3. Start up, wie Saudumm das sich schon anhört. Apple Facebook Google usw nutzen allenfals der weltweiten Spionage und Überwachung und daher sind sie groß geworden. Hört doch mal die Aussagen dieser Bosse an dann wisst ihr was abläuft. So schafft man sich Regimetreue Unternehmen die man wegbläst wenn sie nicht mehr funktionieren. Naja Schwarz Rot auf den Amitrip lernt immer mehr dazu.

    1. Ein bisschen Verfolgungswahn haben sie schon, oder? Man kann ja hinter " allem " etwas vermuten. Apple ist nur so gross geworden, weil die Amerikaner die Menschheit ausspionieren wollen. Also bitte?

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