Zahl der Drogentoten dramatisch angestiegen

In Deutschland ist die Zahl der Drogentoten im vergangenen Jahr dramatisch angestiegen. Das Plus beträgt im Vergleich zum Vorjahr knapp 19 Prozent. Auch die Zahl der erstmals registrierter Konsumenten harter Drogen stieg stark an.

Von Redaktion/dts

Im Anti-Drogen-Kampf muss die Polizei einen schweren Rückschlag einstecken. Die Zahl der Drogentoten stieg nach einer internen Erhebung des Bundeskriminalamts im vergangenen Jahr dramatisch an: Im Vergleich zum Vorjahr wurde 2015 eine Zunahme um 18,8 Prozent verzeichnet, insgesamt meldeten die Polizeibehörden in den Bundesländern 1226 "drogenbedingte Todesfälle".

Nach der Aufstellung des Bundeskriminalamts (BKA) für das Bundesinnenministerium, die der "Welt am Sonntag" vorliegt, wurde der rasanteste Anstieg in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland registriert. Hier lag die Zahl der Rauschgifttoten mehr als doppelt so hoch wie noch im Jahr 2014. Gemessen an der Einwohnerzahl sind die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen am stärksten betroffen. Nach den Erkenntnissen des BKA sind die Todesfälle vor allem auf den Konsum von Opiaten allein oder in Vermischung mit anderen Rauschgiften zurückzuführen.

In den beiden vergangenen Jahren war jeweils eine Zunahme der Todesfälle im einstelligen Prozentbereich verbucht worden. Neben der Zahl der Drogentoten stieg auch die Gesamtzahl erstmals registrierter Konsumenten harter Drogen, insgesamt um knapp vier Prozent. Der Großteil entfällt dabei auf Betäubungsmittel wie Amphetamin, aber auch Heroin und Kokain sind auf dem Vormarsch. Dagegen ging die Zahl der erstmals polizeilich erfassten Konsumenten der besonders gefährlichen Droge Crystal Meth zurück.

Die Polizei konnte auch weniger Crystal sicherstellen als zuvor. Da vor allem in Sachsen und Bayern weniger Drogenfunde gelangen, vermutet das BKA als Ursache eine "geringere Kontrolldichte – möglicherweise durch den verstärkten Einsatz von Polizeikräften im Zusammenhang mit der Flüchtlingsthematik in diesen Bundesländern". Synthetische Drogen wie Ecstasy und Amphetamin wurden demnach hauptsächlich aus den Niederlanden eingeführt, während Crystal Meth "fast ausschließlich" aus der Tschechischen Republik stammt.

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11 Kommentare

  1. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Da scheint wohl einiges in deren Entwicklung schief gelaufen zu sein und gerade in den sozialistischen Stadtstaaten scheint das Glück ja statistisch nicht immer so ausgeprägt zu sein und Vorbilder in höchsten politischen Kreisen gibt es ja mittlerweile auch noch. Warum vergesellschaftet man permanent das Unvermögen und die Schwäche des Einzelnen wenn es um ein dessen selbstzerstörerische Aktivität geht. Diese Menschen haben einen Weg gewählt, der sie in den persönlichen Abgrund führen kann und davor kann sie niemand schützen außer sie selbst.

  2. Wenn in unserer Zeit viele (junge) Menschen zunehmend die "Flucht" in leicht zugängliche und bereits im Sortiment vorhandene Drogen suchen, ist darin auch ein gesellschaftliches Problem zu sehen. Die "Spaßgesellschaft", die ihre Kinder von jung auf lehrt zu funktionieren, besser zu sein als die anderen, die Freiheit mit Zügellosigkeit gleichsetzt, fordert ihre Opfer. Ich glaube, das wir erst am Anfang dessen sind, was andere Staaten (wie z.B. unser großes Vorbild jenseits des Atlantiks) bereits seit langem mit einem ausufernden Drogenproblem erleben.

    1. ja!

      aber wenn die drogen keine "glücklichmacher", wie z.b. hasch, ectasy, etc. sondern opiate –  ruhigstellende substanzen, die eine innere ruhe und ein gefühl von harmonie erzeugen – sind, ist, daneben, vllt. auch der eine unruhe verursachende politische kurs dieser gesellschaft der auslöser / mitauslöser. 

  3. Wie war das noch in den USA mit der Prohibition? Von 1920 bis 1933 gab es ein Komplettverbot von Alkohol. Die Folgen waren mehr Alkoholabhängige, mehr Alkoholtote und dramatisch ansteigende Kriminalität rund um den Alkohol.

    Deswegen wurde das Verbot wieder aufgehoben. 

    Wieso überträgt man diese Erfahrungen nicht auf alle Drogen? Viele Drogentote wären alleine dadurch zu verhindern, wenn man Stoffe wie Heroin ohne gefährliche Streckmittel in der Apotheke kaufen könnte. 

    Apropos, solange es der Staat zuläßt, daß die Tabakindustrie mit ihren Produkten krebserregende Zusatzstoffe verkaufen darf (Nikotin selbst ist gar nicht so gefährlich), halte ich ihn für einen verlogenen Heuchler.

    1. @ dw-seneca

      Wieso überträgt man diese Erfahrungen nicht auf alle Drogen?

      ———-

      Das halte ich für äußerst gefährlich.

      Worüber man diskutieren kann, ist die Entkriminalisierung von Cannabis.

      1. Ich würde übehaupt nicht über eine Feigabe von Drogen nachdenken. Selbst wenn es den Konsum seit Menschengedenken gibt, egal in welcher Form, so hat dies in der Vergangenheit eine ganz andere Funktion gehabt. Der schamanistische Ansatz ist für eine Massengesellschaft untauglich, die heutige Funktion ist ein nach innen gerichteter Fluchtreflex, der nur in eine soziale Isolation führt. Um der Belastungen der gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden, gibt es reichliche phytotherapeutsiche sowie geisteswissenschaftliche  Ansätze, die zielführender sind. Es ist auch nicht das Canabis selbst, sondern der westlich ungeschickte Umgang und Mißbrauch dieser Pflanze. Früher wurden dies Pflanzen innerhalb religiöser schamanistischer Rituale verwendet, und auf diese Weise waren Sicherheit und der richtige Umgang gewährleistet. Heute ist es eine Art Protest gegen die Gesellschaft. Ähnlich den Psychopharmakas stellen sie nur das Subsystem zur Prolongierung unserer verheerenden Gesesllschaft dar. Um das System halbwegs zu ertragen. Ähnlich den halluzinogenen Drogen, versprechen sie etwas, das nicht gehalten wird. ich kenne keinen "Erleuchteten" der durch LSD oder Peyotl oder was immer illuminiert wurde. Eher langerkrankte Pschotiker durch Gebrauch von LSD.  Drogen wie Kokain sind wie korrupte Bankangestellte, die einem Spielsüchtigen das ganze Vermögen auf einmal auszahlen. Aber es kommt nichts mehr auf das Konto zurück. Eine Droge kann nie etwas aus sich selbst dem Konsumenten geben, sondern nur jene Energiereserven, zum Beispiel  bei Kokain, vermehrt herauskitzeln, das heißt man fährt mit hoher Geschwindigkeit, bis der Tank leer ist! Sie ist in den meisten Fällen nur Initiator einer Bereitstellung von Veränderungen im Körper, die der Geist und Körper sehr oft aus gutem Grund verweigert!

  4. In Deutschland ist die Zahl der Drogentoten im vergangenen Jahr dramatisch angestiegen

    ——

    Na, WEN wundert's, bei all den neuen 'Fachkräften' aus dem Morgenland und Dunkelafrika und deren Fachkenntnisse in Sachen 'Garten- und Gemüseanbau' und Drogenverticker.

    DAS wird erst der Anfang sein. In Zukunft werden selbst Grundschulen mit Drogen überschwemmt werden. Da haben die Dunkel-Afrikaner keine Hemmungen.

     

    1. Die Verantwortlichen bekämpfen im grunde genommen niemals Drogen, verhindern sie doch genau den Protest, der nötig wäre, das System aus einer psychisch körperlichen Überbelastung heraus passiv auszuhebeln. Dazu zählen besonders Psychopharmaka, die Milliardenumsätze zusätzlich garantieren, und deren Nebenwirkungen denen der Drogen oft auf Dauer  überlegen sind! Wer Psychopharmaka nimmt, wird sozial aufgefangen, sofern er weiter medikamentös umgestellt, seinen Konsum weiter fröhnt, wer sozial abrutsch als Drogenfreak, landet im Gefängnis. Und kommt aus dieser Schiene nicht mehr heraus!

  5. Prohibition tötet!

    Prohibition nützt nur den Drahtziehern dieser Geschäfte!

    Prohibition verhindert den effektiven Schutz unserer Kinder!

    Prohibition ist unmenschlich!

    Prohibition ist symptomatisch für die Unfähigkeit unserer Regierung(en) Probleme nachhaltig zu lösen!

    Nur hat unsere Regierung kein Interessen auch nur irgendetwas daran zu ändern.

    Das ist Deutschland!

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