Japan: Russisches Roulette mit dem Strahlentod

Eigentlich ist es ja nichts besonders, wenn in Japan ein Vulkan ausbricht; die japanischen Inseln liegen über einem tektonisch sehr aktiven Teil der Erdkruste. Das Rumoren in den Eingeweiden unseres Planeten wird gerade in dieser Gegend in Zukunft eher noch zu- als abnehmen. Das Besondere diesmal: Der Sakurajima-Vulkan ist nur knapp 50 km vom Atomkraftwerk Sendai entfernt.

Von Marcello Dallapiccola

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die japanische Regierung die AKW wieder hochfahren ließ; nach einer unfreiwilligen Zwangspause, die man nach der Katastrophe von Fukushima wohl oder übel einlegen musste und natürlich gegen massive Proteste aus der Bevölkerung.
Aber: Die Wirtschaft verlangt's, ohne Atomkraft ist Japan von Energie-Importen abhängig und das ist schlecht für die Dividenden der TEPCO-Aktionäre. Auch führt der exzessive Betrieb von Kohlekraftwerken auch schnell zu bedrohlichen Smog-Wolken über den Städten, der viele Feinstaub greift die Atemwege an und für den Tourismus sind Dunstwolken über den Städten auch nicht gut …

So summen und brummen die Meiler seit geraumer Zeit wieder geschäftig vor sich hin; ungeachtet dessen, dass aus der Ruine von Fukushima immer noch Tag für Tag tausende Liter radioaktiv kontaminiertes Kühlwasser in den Pazifik abfließen und diesen nach und nach in eine leblose, radioaktive Wasserwüste verwandeln. Seesterne lösen sich einfach auf, Seevögel krepieren in großer Zahl, selbst Haie, für die die Evolution seit Jahrmillionen keinen Optimierungsbedarf mehr sah, gehen mittlerweile an medizinballgroßen Tumoren ein. Essen sollte man sowieso längst nichts mehr, was aus dem Pazifik stammt – auch dieser Wegfall der Nahrungsgrundlage für viele Millionen Menschen wird über kurz oder lang dramatische Auswirkungen zeigen.

Unter diesen vielversprechenden Vorzeichen wurde auch das AKW Sendai wieder hochgefahren. Vorher hat die staatliche Atomenergiebehörde das Risiko für das AKW durch vulkanische Aktivität noch schnell als „vernachlässigbar“ erklärt; mittlerweile mussten allerdings bereits die Anwohner evakuiert werden, weil die Lavaströme die einzige Landverbindung auf der Halbinsel unpassierbar machten. Man darf also gespannt sein, wie gut der Versager-Konzern TEPCO und die japanische Regierung die Lage diesmal unter Kontrolle haben.

Fakt ist, dass Japan ein doch eher kleines Inselreich und dank Fukushima bereits zu einem Großteil ganz ordentlich radioaktiv verseucht ist. Wenn man auch die Grenzwerte großzügig nach oben hin erweiterte und der Bevölkerung das Blaue vom Himmel lügt, was die Strahlengefahr betrifft: Viel Spielraum hat das Land nicht mehr, was weitere nukleare Katastrophen betrifft. Sonst könnte sich der Kirschgarten Nippons schnell in eine Strahlenhölle verwandeln und eine große, altehrwürdige Kulturnation würde ihre Heimat und damit ihre Geschichte für immer verlieren.

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20 Kommentare

  1. …. und immer wieder führt die Spur in dieselbe Richtung : PROFIT !!!

    Sollen doch die Kinder und Enkel zusehen , wie sie mit der – aus Geldgier – mutwillig zerstörten Erde klar kommen . WIR leben jetzt und GUT , das ist was zählt .

    Es kann einem nur noch übel werden vor solch kriminellem Gesocks , das selbstverständig noch nicht einmal zur Verantwortung gezogen , gar geschützt wird von gekauften , geldgeilen Regierungen . Nicht nur in Japan , sondern überall auf der Welt .

    Nimm ihnen das Geld weg . Was bleibt von diesen Kreaturen übrig ?

    NICHTS !!!

      1.   Über Atomkraft nachdenken ? Jaaa , vieleicht sollte man mal damit anfangen .

        Für mich persönlich ist das irgentwie dumm . Wegen des Atommülls mache ich mir schon lange Gedanken warum der Mensch Atomkraft braucht . Mir ist noch nichts eingefallen , auser das man sehr große Menschenmassen sehr schnell in Jenseits befördern kann .

         

        1. Mach dir mal lieber KEINE gedanken! 
          Eventuell ist das besser.

          Die Antwort ist ganz einfach:
          WEIL ER STROM/ENERGIE BRAUCHT !!!!!!!!!!!!!!!!! und
          die Windmühlen zu ihrer Herstellung STROM brauchen, UND
          erst dann könnten sie Strom erzeugen, ABER leider zu wenig.
          Darum braucht man VIEL Stom für viele Windgeneratoren um diese herzustellen und ohne Kohle-/Kernkraftwerke KEINE WIND- oder SONNENKOLEKTOREN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

          Verstanden??

          Auch für dein Computer , Fernseher, Hady usw  KAPIERT?

  2. Hups Herr Marcello Dallapiccola,

    hat man Ahnung? War man vor Ort? Hat man Physik als Hobby oder studiert?
    Oder wo her bist du so klug????? Bücher? andere Medien? he?

    Woher wollen die Japaner denn den Strom importieren? he? und woher kommt dieser
    dann? – aus der Steckdose? he?

    Der Beitrag lässt sich gut lesen, ist aber GRÜNE Propaganda und DU BIST EIN SPINNER!

  3. @Hamter – und selbst. Außer Fragen und Anmache ist da nichts?  —  Der Super-GAU von Fukushima steht seit langem nicht mehr im Focus der Medien und das nicht ohne Grund. Bereits Ende 2013 wurde ein neues Staatsgeheimnisgesetz verabschiedet. Premierminister Abe kann Informationen als vertraulich einstufen lassen und Journalisten, die Informationen über Fukushima unzensiert der Öffentlichkeit mitteilen, verurteilen. – Im Mai letzten Jahres gab TEPCO dennoch Messwerte aus Fukushima bekannt, die insgesamt um ca. 200% gegenüber 2014 gestiegen sind. Einige Messdaten sind sehr beunruhigend, die aus dem Reaktor 3 (Kernschmelze) sind gar 78mal so hoch wie 2014. Auch haben US-Matrosen des Flugzeugträgers R.Reagan, die bei einem Rettungseinsatz im März 2011 vor der jap. Küste "Erdbeben"- und Tsunamiopfer geborgen hatten, derart viel Strahlung aufgenommen, das in 2013 über 50 der Matrosen an Krebs erkrankten (Schilddrüsen-, Hoden-, Blutkrebs sowie Hirntumore wurden festgestellt). Ebenso wie die jap. Regierung, die medizinische Daten massiv "zurückhält", bemüht sich die US-Navy die Erkrankungen anderen Ursachen zuzuschreiben. —  Im November 2015 (endlich) hat die jap. Atomaufsicht eingestanden, das die "Atomkatastrophe" von Fukushima gravierender sei, als bislang angenommen und hat sie auf die höchstmögliche Gefahrenstufe gesetzt. Das es eine Kernschmelze gab, wurde zudem eingestanden. Es überrascht nicht, feststellen zu müssen, das TEPCO von Anfang an die Weltöffentlichkeit und schlimmer noch, die eigene Bevölkerung belogen hat. – Übrigens bedeutet die höchste Gefahrenstufe (7) schwerste Freisetzung von Strahlung und radioaktiven Gasen mit der daraus folgenden Belastung von Luft, Lebensmitteln und Wasser.  —  Man gut, das unsere KKW's so sicher sind. Hier gibt es keine Erdbeben, nicht einmal ein "Medienbeben" ob der Situation in Japan.

    1. Gut gebrüllt LÖWE !
      Mein Ärger ist nicht der Beitrag. Nein, der Titel ist Hetze,Propaganda und Spekulation!
      Berichte besser NICHT über US-Matrosen! Ammi go home !!!!!!!!!!!!!!!!!!
      FUKUSHIMA (Kraftwerk) war eine Katastrophe, aber ein UNFALL! 
      HIROSHIMA & NAGASAKI (Atombomben) waren eine Katastrophe, aber ABSICHT! –>
      Diese kamen von den "lieben" Amerikanern,- schon vergessen?
      Diese SCHANDTAT haben sie auch noch gefilmt. PFUI TEUFEL!

      ZITAT WIKIPEDIA:
      "In den Vereinigten Staaten (USA) sind momentan 60 Kernkraftwerke mit 99 Reaktorblöcken und einer installierten Bruttogesamtleistung von 105 GW am Netz. Das Durchschnittsalter betrug 2014 35 Jahre.." –> die sin alle sichr???????
      "Die Kernenergie in den USA hat einen Anteil von 19 Prozent an der Gesamtstromerzeugung und steht bei der jährlichen Stromerzeugung durch Kernenergie weltweit an erster Stelle" … "In Japan stehen 17 Kernkraftwerke mit 54 Reaktorblöcken.."
      ZITAT ENDE 

      Tim Melzer, Fernsehkoch, sagte in einer seiner Sendungen:
      "..Hackfleisch ist das lieblings Fleisch der deutschen.
      …bei einer Befragung sagten 11% der Befragten es komme vom Hacktier"     !??? 

      Von Hackfleisch keine Ahnung, aber über Atomkraftwerke Fachsimpeln. 

      Woher kommt nur so viel Fachwissen?

  4. Es war aeusserst schmerzhaft diesen reisserischen, von Fakten voellig unbehelligten, Artikel bis zum Ende durchzulesen! Der Autor sollte sich seine Spaggetti ins Maul schieben und ansonsten die Finger stillhalten damit fuet die Zukunft garantiert ist, dass die Jauche in seinem Hirn den Weg nach draussen nicht findet und die Menschheit davon verschont bleibt! Der Artikel faengt schon an mit kruden Behauptungen wie "das Rumoren in den Eingeweiden unseres Planeten wird in dieser Gegegend eher noch zu – als abnehmen"….ach ja? Woher weiss der Spaggettiverwerter das und von welcher Zeitspanne der Zukunft spricht er?….10 Jahre, 100 Jahre, 100000 Jahre oder 100 Millionen Jahre? Es ist eine Binsenweissheit, dass sich die Beweggungen der Erdkruste und des Erdinneren mit der Zeit verlangsamen und die Erde irgendwann einmal zum Stillstand kommt….spaetestens dann wenn unsere Sonne nicht mehr existiert. Der naechste Kracher – "nach einer Zwangspause die man nach der Katastrophe von Fukuschima wohl oder uebel einlegen musste"….(mit haemischer Betonung auf "wohl oder uebel" und "musste"…sag mal, du wandelndes Spaggettimonster, wie fuehlt es sich an wenn man das Gedenken an ueber 20000 Toten sarkastisch und voller Inbrunst verhoehnt, welche durch den schrecklichen Tsunami umkamen und nicht durch die Folgen der Wasserstoffexplosion im Atomkraftwerk? Ging dem Heini da einer ab? Wollte der Autor die himmelschreihende Dummheit und daemliche Dreistigkeit der MSM-Luegenschreiberlinge  von Bild,Welt,Spiegel&Co noch uebertrumpfen? Bravo! Es ist ihm gelungen! Auch ist es hoechst interessant zu erfahren, dass die Atomkraftwerke aus einem ganz bestimmten Grund wieder hochgefahren wurden, naemlich – wegen der sinkenden Dividende der TEPCO Aktionaere! Dass das hochentwickelte Industrieland Nippon keine wasserreichen Fluesse besitzt mit den dazugehoerigen Schluchten, welche man zu Stauseen umfunktionieren koennte, diese Fakten sind dem Autor voellig schnuppe…er sult sich genuesslich in seinen erlogenen und erstunkenen Wahnvorstellungrn wie die Giftgruenen an der CO2 Luege obwohl jeder halbwegs vernuenftige Zweibeiner erkennt, dass ein harmloses Gas wie CO2, welches noch dazu nur winzige 0,02% unserer Atmosphaere ausmacht, natuerlich NICHT der Grund fuer die permanente Veraenderlichkeit des Erdklimas ist sondern die Aktivitaet der Sonne!…UND DAS SCHON SEIT MILLIONEN VON JAHREN! Der naechste Hirnknaller des Spaggettimonsters – "auch fuehrt der exzessive Betrieb von Kohlekraftwerken zu bedrohlichen Smogwolken ueber den Staedten, der viele Feinstaub greift die Atemwege an und fuer den Tourismus sind Smogewolken ueber den Staedten auch nicht gut". Hatt der spaggettifressende Bloedmann-Autor ueberhaupt ne Ahnung wie ein Kohlekraftwerk des 21. Jahrhunderts funktioniert? NEIN! Der Kerl ist daemlich wie Bohnenstroh!!!! Waere es anders dann wuesste er, dass moderne Kohlekraftwerke sauberer arbeiten (durch Filtration der Abgase) als sein eigenes Verdauungssystem! Capiche?!!!! Desweiteren ist dem Autor dank Hirnfaeule nicht bekannt, dass der Smog ueber Suedost-China, der koreanischen Halbinsel und Nippon im Sommer der drueckenden Windstroemung Richtung Nordwest vom Pazifik ins Landesinnere geschuldet ist welche es unmoeglich macht, dass die Luftmassen das Festland verlassen und sich austauschen koennen ueber dem Pazifik….im Winter dagegen weht der Wind von Nordwest raus auf den Pazifik unf das Klima ist angenehm. Im uebrigen ist Nippon nicht Thailand und der Tourismus nicht die Haupteinamequelle des Landes zumal das Gro der Touristen hier (neben abertausenden Chinesen) sich aus der eigenen Bevoelkerung rekrutiert welche gern andere Gegenden im eigenem Land besucht und deren kulinarische, landschaftliche sowie historischen Eigenheiten geniesst. Was dann noch kommt an gequirlter Schei..e schlaegt dem Fass den Boden aus und ich kann diese Luegenfantasien eines bekifften Gruenlings ohne jeglichen Wahrheitsgehalt nicht mehr kommentieren sonst bekomme ich noch den animalischen Drang dem Spaggettimonster physisch die Fresse zu polieren! Die versammelte Zionluegenpresse wird nach diesem Bestseller dem Tintenknecht die Bude einrennen und er wird sich vor Angeboten kaum noch retten koennen……aber waere es moeglich, liebe Contra-Magazin Redaktion, die geneigte Leserschaft in Zukunft vor solchen pseudogruenen, wirren 68er Kiffern zu bewahren? Vielen Dank im Vorraus und Grusse aus Wakayama!

    1. Kritik ist okay , solange man sachlich bleibt , aber persönliches Runtermachen im Sinne von „Spaghettimonster„ und – NEIN !

      Das vermisst jegliche Diskussionskultur !

       

  5. Ich habe relativ wenig Ahnung von der Materie,  aber der Vulkane brach auf einer Insel aus, das Atomkraftwerk steht auf der anderen Seite der Küste, (einfach mal auf Google maps nachgeschaut). 

    Luftlinie zum Vulkan vielleicht 50km. Das wars und das ist verdammt viel!

    Sind nicht die Erdbeben die viel größere Gefahr, die damit einhergehen? 

    Der Vulkanausbruch an sich ist doch eine eigene Naturkatastrophe. Oder nicht.

    Unmut über Atomkraft würde ich in einem anderen Rahmen setzen.

    1. Atomkraftwerke sind ganz sicher keine entgueltigr Loesung…auch nicht in Nippon….aber ich werde nicht um Entschuldigung bitten denn billiger Populismus muss gebrandtmarkt werden wo immer man ihm begegnet!

      1. Ja , dann brandmarke doch den billigen Populismus , SACHBEZOGEN !

        Das tust Du aber nur am Rande .

        Hervortretend  in Deinem Kommentar ist der persönliche Angriff , der mit der Sache an sich nichts zu tun hat . Sowas ist unterirdisch .

         

  6. Leider kann man mit der energie des universums kein Geld verdienen.

    Tesla hatte schon einen plan. Gratis energie. Ohne kabel. Die Energie kommt von der Erde selber.

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