Weihnachtsansprache 2015: Bundespräsident dankt Flüchtlingshelfern

Bei der diesjährigen Weihnachtsansprache geht der deutsche Bundespräsident Gauck zum größten Teil auf die Flüchtlingskrise ein. Gauk bedankt sich herzlich bei den vielen Helfern, welche unermüdlich an der Bewältigung der Flüchtlingskrise arbeiten. Es gäbe einen Meinungsstreit zu diesem Thema, jedoch Gewalt und Hass gegen Flüchtlinge seien kein legitimes Mittel in der Auseinandersetzung, so Gauk

Von Redaktion/dts

Das Bundespräsidialamt veröffentlichte am Mittwoch vorab des Sprechtext der Weihnachtsansprache 2015 des Bundespräsidenten Joachim Gauck. Die Fernsehsender dürfen diese erst am 1. Weihnachtsfeiertag ab 19 Uhr ausstrahlen.

Die Ansprache im Wortlaut:

Guten Abend aus dem Schloss Bellevue, ein frohes Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen allen. Ein frohes Weihnachtsfest – so wünschen wir es einander jedes Jahr. Aber vielen von uns fällt es in diesem Jahr nicht leicht, in weihnachtlicher Stimmung zu sein. Zwar hat sich die Mehrzahl der Deutschen mit Freude und Dank daran erinnert, dass wir nun schon seit 25 Jahren in einem wiedervereinigten, freien und demokratischen Land leben.

Aber das Jahr war doch in hohem Maß gekennzeichnet von Unglück, von Gewalt, Terror und Krieg. Wir erinnern uns an die schreckliche Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen. Wir rufen die zahlreichen Krisen auf, die sich überlagerten, fast alle andauern und bei zahllosen Menschen Unsicherheit, oft auch Angst auslösen. Ich nenne nur die Finanzkrise und die zunehmenden Differenzen in der Europäischen Union, ich nenne die intensiven Debatten um die Zukunft Griechenlands. Ich denke auch an die Ukraine, Syrien, Afghanistan, die vom Terror bedrohten Gebiete Afrikas.

Und heute, Weihnachten, denke ich besonders an Menschen, die wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt werden. Dankbar grüße ich die zivilen Helfer, die inmitten von Hunger, Not und Bürgerkrieg unermüdlich tätig sind. In gleicher Weise grüße ich die Soldatinnen und Soldaten, die im gefährlichen Kampf gegen die Wurzeln des Terrors, der vor kurzem unter anderem auch in Paris gewütet hat, eingesetzt sind.

Was uns gegenwärtig jedoch besonders umtreibt, ist die Frage: "Wie sollen wir mit den vielen Flüchtlingen umgehen, die in unserem Land Bleibe und Zukunft suchen?" Wir standen und stehen vor einer besonders großen Herausforderung. Wo die Behörden an ihre Grenzen kamen, haben Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Menschen willkommen geheißen. Spontan und wie selbstverständlich. Tausendfach haben Sie Essen und Trinken, Decken und Kleidung gebracht, Sprachkurse organisiert und Unterstützung bei Behördengängen geleistet. Sie alle sind zum Gesicht eines warmherzigen und menschlichen Landes geworden. Auch von Berufs wegen haben Unzählige getan, was in ihren Kräften stand: in Landratsämtern und Stadtverwaltungen, in Sozial- und Gesundheitsbehörden, in Schulen und Kindergärten, bei den Landespolizeien und der Bundespolizei, in Bundesämtern und Ministerien. Ob haupt- oder ehrenamtlich: Wir haben gezeigt, was in uns steckt – an gutem Willen und an Professionalität, aber auch an Improvisationskunst. Und wir haben gesehen: Der Einzelne wie auch die Gesellschaft können sich beständig neu entdecken und wachsen. So kann sich das Land erkennen in den Herausforderungen, die es annimmt und, da bin ich zuversichtlich, auch meistern wird.

Gegenwärtig belastet viele zwar die Heftigkeit der Debatte. Aber lassen Sie mich daran erinnern: Der Meinungsstreit ist keine Störung des Zusammenlebens, sondern Teil der Demokratie. Lassen Sie uns einen Weg beschreiten heraus aus falschen Polarisierungen. Gerade die solidarischen und aktiven Bürger und Bürgermeister sind es ja oft, die auf ungelöste Probleme hinweisen. Eines allerdings ist klar: Gewalt und Hass sind kein legitimes Mittel der Auseinandersetzung, Brandstiftung und Angriffe auf wehrlose Menschen verdienen unsere Verachtung und verdienen Bestrafung.

Genauso klar ist: Nur mit offenen Diskussionen und Debatten können wir Lösungen finden, die langfristig Bestand haben und von Mehrheiten getragen werden. Wir sind es, die Bürger und ihre gewählten Repräsentanten, die entwickeln und verteidigen werden, was dieses unser liberales und demokratisches Land so lebenswert und liebenswert macht. Wir sind es, die Lösungen finden werden, die unseren ethischen Normen entsprechen, und den sozialen Zusammenhalt nicht gefährden. Lösungen, die das Wohlergehen der eigenen Bürger berücksichtigen, aber nicht die Not der Flüchtlinge vergessen. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Weihnachtsfest erinnert uns daran, dass wir Menschen Kraftquellen benötigen, um unser Leben immer wieder zu meistern – im Politischen wie im Privaten.

Für unzählige ist es die Familie, die ihnen Geborgenheit und das Gefühl von Sicherheit vermittelt. Bei anderen sind es Freunde und Wahlverwandte, die sie motivieren, stützen und tragen. Aber es ist doch auch das Weihnachtsfest selbst mit seiner Botschaft, die uns in schwierigen Zeiten hilft, Wege der Mitmenschlichkeit zu finden. Die Heilige Schrift der Christen erzählt davon, dass sich im Weihnachtsgeschehen die Menschenfreundlichkeit Gottes zeigt. Es ist schön, von dieser Menschenfreundlichkeit umfangen zu werden. Aber noch schöner ist es, diese Menschenfreundlichkeit selbst zu leben und in unsere Welt hinein zu tragen. Mit dieser leisen Ermutigung wünsche ich uns allen, dass wir ein frohes und gesegnetes Weihnachten feiern können und miteinander in ein neues gutes Jahr gehen.

 

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21 Kommentare

    1. Ich  habe mir in der Slowakischen Republik ein Haus gebaut da ich die Schizophrenie in Deutschland nicht mehr ertragen kann. Die Untergangsapostel werden wohl nach den USA, Paraguay , Neuseeland oder israel umziehen.

  1. Na sowas! Der Gaukler hat in seiner Tirade doch wirklich das Wort FREIHEI vergessen! Oder darf er das nicht mehr sagen, seit Merkel den Befehl ausgab:

    "Eine absolute Sicherheit kann es nicht OHNE EINSCHRÄNKUNG DER FREIHEIT NICHT GEBEN!"

    Und wie kommt der Gaukler auf die Idee das die DEUTSCHEN die Flüchtlinge hassen ? 

    Flüchtling werden nicht gehasst! Höchstens nicht geliebt! Gehasst werden die Pseudo- Füchtlinge, die Invasoren, verkappte ISIS Terroristen, Heuschrecken, in DEUTSCHLAND einfallende Sozialschmarotzer, und zu aller erst die Politmischpoke die sie mit dutzenden  DEUTSCHEN Bussen auf Steuerzahlers Kosten tagtäglich vom Balkan nach DEUTSCHLAND karren! 

    Und besonders sollte dieser VIELWEIBEREI treibende zu aller erst bei sich anfangen!

    1. Warum sollten wir die Flüchtlinge hassen,die haben uns nicht in diese Situation gebracht.

      Ich habe eine Stinkwut auf die Verantwortlichen,die schnellstens zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Wut gegen Flüchtlinge richten ,ist genau der falsche Weg,genau der Weg,der wohl gewolt ist. Während hier Flüchtlingsheime brennen,sitzen die,die den Schlamassel zu verantworten haben,irgendwo gemütlich bei Champagner und Kaviar….

  2. Normalerweise habe ich Mitleid mit anderen Menschen und versuche ihnen auch zu helfen so gut ich kann. Zu dem von Herrn Gauck angesprochenen Personenkreis habe ich allerdings eine ganz andere Affinität. Ich bin insoweit nicht bereit, es passiv zu erdulden wie irgendwelche Handlanger versuchen mein deutsches Vaterland-ich gebrauche als Nichtzazi -und Faschist diese Ausdrücke bewußt!!!- zu islamisieren .Und wenn die 2  soziopathischen Toprattenfänger  den Normalintellektuellen, ohne den schwer durchschaubaren  Durchblick, versuchen, potkimsche Dörfer aufzubauen ist das eine Tatsache, die ich niemals für möglich gehalten hätte. Zumindest die deutsche Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel hat eine Zielvorstellung und es ist für mich absolut unvorstellbar, dass nahezu 100% der CDU-Mitglieder sich von ihrer "Führerin" verkalben und verschafen lassen. Und der Bundespräsident trägt diesen historischen Untergang mit!!?? Frau Dr. Merkel und ihr Gebilde nehmen doch nur das Tsunamitempo hinsichtlich der Migration raus, weil sie sich offensichtlich  zu einer weiteren Wahlperiode mit den Grünen entschlossen hat und ihrem CDU-Gefolge eine  "Senkung" der Migrationszahlen versprochern hat. Sie hat Ihre Zielvorstellung und es gibt eben nunmehr keine Tsunamis mehr aber gleichwohl eine permanente gestreckte Islamisierung!!  Deshalb lehne ich die Danksagung des Präsidenten ab, da ich nicht bereit bin den Muslims den Strick für meinen Untergang zu reichen Dabei ist mir auch egal was die Willkommens-kulturellen  davon halten .Ich wünsche gleichwohl allen vernünftigen Gleichgesinnten und der Redaktion ein frohes Fest.

  3. Ein Bild dieses Herrn und seine Verse in aller Frühe und das Wort "Morgengrauen" bekommt eine besondere Bedeutung. – Werter Ex-Pastor, wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. –  Im Übrigen werden Flüchtlinge nicht gehasst, das ist lediglich eine Unterstellung ihrerseits Leuten gegenüber, die noch etwas Integrität und  Kritikfähigkeit besitzen und auch die Courage haben, ihre Meinung in der Öffentlichkeit kundzutun. Selbige Menschen hassen allerdings käufliche und devote Lügner.

  4. ………:Danke, Danke das hier in der BRD soviele Menschen gbt,die unseren Plan nicht durchschauen, die unser System verehren, die brav die Steuern an uns zahlen und nicht darüber nachdenken wie dumm Sie eigentlich sind, die sich Tag ein, Tag aus unserer Rot-grün-schwarzen Diktatur beugen, die freiwillig Alles abgeben was sie besitzen, die freiwillig Ihre Zukunft unseren verbrecherischen Plänen und Visionen opfern, die für unsere Neubürger jeden Tag auf Arbeit gehen, für Mindestlohn arbeiten ohne zu murren, die Ihre Söhne und Töchter für unsere Kriegspläne verheizen, die einfach nicht merken wie blöd sie sind, Ha,Ha,Ha ! 

  5. Sie sind dabei die Kluft zwischen Arm und Reich zu festigen.

    Den Segen dazu geben sie sich selbst…ähh..naja quasi auf Umwegen ueber Fernsehansprachen.

    Je weniger er weiss,desto fester glaubt er an das was er weiss./Voltaire

  6. Erst winkt man die Füchlinge rein, und danach erst, fragt man wie man damit umgehen soll. Gleichdem, wenn jemand auf ein Pferd steigt und dann erst fragt, kann ich überhaupt reiten.Das Volk wird einfach nicht mehr gefragt. Es ist zum Wahlvieh degradiert. Die Politiker bezahlen das nicht. Das deutsche Volk wird das teuer bezahlen. Die schwarze Null, war für die Einheimischen. Kommen dennächst die Familien der Flüchtlinge, dann verfünffacht sich die Flüchtlingszahl. Und die unfähige Merkel, will immer noch keine Obergrenze. Sie zerstört Deutschland und dann wird sie sich verpissen. "Vorher einsperren, damit sie nicht, wie alle politischen Versager ins Exil abhaut".

  7. – schon seit 25 Jahren in einem wiedervereinigten, freien und demokratischen Land leben – ??

    So sollte der wackere Bundespräsident lieber dafür sorgen, daß dieses Land endlich eine Verfassung, einen Friedensvertrag und seine Souveränität zurückerhält, dessen BRD-Existenz von einem Helmut Kohl gelöscht wurde und jetzt von einer Kanzlerin der Alliierten wirtschaftlich und finanziell ruiniert wird. So sollte er als leuchtendes Beispiel seinen hilfs- und opferbereiten Untertanen vorangehen und sein Schloß Bellevue den obdachlosen Flüchtlingen öffnen, wovon in seiner Rede allerdings nichts zu hören war?

     

     

  8. Wir sind es, die….. nein , IHR seid es nicht, die unser Land, unsere Nation, unseren Staat verteidigen! Ihr seid es gerade NICHT!

    Ihr seid die Totengräber, die Kriminellen, die Korrupten, die Gesalter der Devastierung, die Bewirker der Zerstörung, die Betreiber der Auflösung, die Apologeten der Zwangs-Integration, die verführer in eine Pseudo-Staatlichkeit, die Schutzscheinheiligen der Manipulation und Mandatere der Einschleichung in die one-world der noch grösseren Kriminellen.

    …'es ist ihm angeboren, immer von oben herab an die unten zu sprechen und belehrend den Finger zu heben, damit seine froh verlogene Botschaft auch ja unten ankommt. Er ist der Verwerfliche, gottlose Ketzer, der unter dem wortreichen Lügen-Schwall angeblich christliche Regeln verbreitet- es ist nur herätischer Auswürg-Schleim, der aus seinem Maul trieft'… wo hab' ich das nur gelesen…?

    1. Bei henry Paul:)  Natürlich lobt er die Gutmenschenkolonne, hilft sie ihm doch, seine etwas großzügigen Einladungen nach Deutschland und Europa zu organisieren. Daß sie sich dabei zu Handlangern einer kriminellen "Elite machen, ist ihnen nicht bewußt. Ich spreche hier nicht von echten Flüchtlingen, sondern angeheuerten Okkupanten!

  9. Gewalt und Hass gegen Flüchtlinge seien kein legitimes Mittel in der Auseinandersetzung, so Gauk

    ——————————-

    Gewalt??? Habe nirgendwo bisher gelesen oder gehört, dass es zu übermäßiger Gewalt auf Flüchtlinge kommt wenn man die hohe Zahl von über 1 Million allein 2015 zu Grunde legt.Bei jedem Fußballspiel unter Muslimen gibt es mehr Ramba Zamba, wo nicht selten bis zu 100 Polizisten zum Einsatz kommen.

    HASS ? ? ? Da will ich mal konkrete Beispiele sehen. Wenn vollbesetzte Flüchtlingsheime brennen würden, dann könnte man von HASS und Gewalt sprechen.  Wenn diese Häuser in leerem Zustand vor Einzug brennen, ist das ganz klar gegen die Politik gerichtet. Hier verwechselt der Gauckler HASS mit ANGST. Das macht er absichtlich. Das es viel Angst in der Bevölkerung gibt ist offensichtlich. Ich habe noch niemanden gehört der Das gut findet was Frau Merkel gemacht hat.

     

     

  10. Der oberste Bundespfaffe gehört zu den erklärten Feinden Deutschlands; von ihm ist außer Verrat, Niedertracht und Heimtücke nichts zu erwarten.

    In wenigen Jahren werden allenfalls öffentliche Urinale nach ihm benannt sein.

  11. Na, haben wir wieder schön die Republik vergauckelt?

    Der Mann meint wohl, dass er auf seiner Kanzel steht und predigt

    Weltfremd und Merkellike, will keiner mehr hören! Schau mal nach Schweden!

    Gegen sein Gewissen zu handeln, ist weder rechtens noch lauter, M.Lutter

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