KenFM: Dirk C. Fleck – Feuer am Fuss

„Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum.“

Diese Metapher die den Umgang der Spezies Mensch mit seiner Umwelt beschreibt beinhaltet gleich zwei wesentliche Defizite.

Erstens: Wer glaubt, sich die Erde ohne Rücksicht auf Verluste Untertan machen zu können, überschätzt die eigene Existenz als Baustein des Ökosystems enorm. Der Mensch braucht die Natur, die Natur aber kann auf den Manchen verzichten. Der Mensch neigt dazu, alles in seiner Umgebung einem anthropozentrischen Weltbild unterzuordnen. Der Mensch als Mittelpunkt von Allem. Diese Spezies geht in der Mehrzahl davon aus, Urknall und Schöpfung hätten nur stattgefunden, um den Menschen als Krone der Schöpfung entstehen zu lassen. 

Zweitens: Der Mensch hat sich mit der Industrialisierung derart von der Natur entfernt, dass sämtliche Metaphern, die er benutzt, um die Natur als Verbrauchsgut zu beschreiben, dieser Sicht zum Opfer gefallen sind. Die menschliche Sprache ist längst beherrscht von unnatürlichen Begriffen, mit denen Menschen untereinander über die Natur sprechen. „Kofferraum“ ist so ein Wort. Die Natur kennt keinen Kofferraum. Die Natur fährt auch nicht Auto. Die Natur ist hochmobil und hochflexibel, ohne dafür Verbrennungsmotoren oder Telekommunikation einsetzen zu müssen. 
Wesentlich aber ist: Die Natur produziert kein Gramm Abfall. Die Natur recycelt nicht im Nachhinein, da sie nicht in Kategorien wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft denkt. Die Natur denkt auch nicht in dem Sinne, wie es das Naturprodukt Mensch tut. Daher macht die Natur auch keinen Denkfehler. 

Dirk C. Fleck war den größten Teil seines Lebens ein klassischer Journalist. Er schrieb für die ganz großen Zeitungen und Magazine und kann von sich behaupten, bereits in seiner Jugend in Redaktionen gearbeitet zu haben, bei denen Heinrich Böll, Wolfgang Neuss oder Günter Grass zu den Blattmachern gehörten. Diese Tatsache prägt ihn bis heute.

Als man den Reporter Fleck 1994 nach Ruanda schicken wollte, damit er sich dort, stellvertretend für den Leser, ein Bild des Massakers zwischen Hutu und Tutsi machen möge – Völkermord in seiner brutalsten Form, ausgeführt mit Macheten, die über Kredite aus dem Westen finanziert worden waren – schmiss der Mann hin und „floh“ in die noch immer Hippie-Hochburg Kalifornien. Im Anschluss wurde Fleck Romanautor. Kern seiner Werke ist der Untergang der Menschheit, die es bis heute nicht gelernt hat, MIT der Natur zu leben.

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Jean Ziegler, UNO-Mitglied und Menschenrechtsaktivist, nannte „Das Tahiti-Projekt“, Flecks erstes Buch der jetzt abgeschlossenen Öko-Trilogie, „ein Buch der Hoffnung“.

Unterbrochen wurde die Serie z.B. durch sein Sachbuch „Die vierte Macht – Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten“, zu dem KenFM Fleck das erste mal vor der Kamera hatte.

Mit „Feuer am Fuss“ liegt jetzt das aktuelle Werk des Hamburgers vor. KenFM bezeichnete Fleck immer wieder als Armageddon-Autor, da er es konsequent vermeidet, der Menschheit Honig ums Maul zu schmieren, wenn es darum geht, ihn auf seine alles zerstörende Lebensweise hinzuweisen. Ohne Wenn und Aber.

Doch es gibt auch Hoffnung. Fleck versteht sich wie der Ex-Industrielle Douglas Tompkins, der dieser Tage starb, als Mahner. Wenn der Mensch als Spezies überleben will, muss er lernen, als Spezies zu denken. Er muss sich als Teil der Natur begreifen, nicht als deren Boss. 

Im aktuellen Roman „Feuer am Fuss“ rechnet Fleck gnadenlos mit unserer „Zivilisation“, unserem Wirtschaftssystem und seinen Vertreten ab. Fleck rechnet mit uns ab. Wir alle sind Teil dieser Maschine. Wir füttern ihr zerstörerisches Tun, indem wir uns in Passivität oder Konsum geflüchtet haben. „Feuer am Fuss“ ist das Wandern über verbrannte Erde.

Das über 90-minütige Gespräch stellt ein Novum in den bisherigen „KenFM im Gespräch“-Interviews dar. Über die gesamte Distanz konfrontieren wir Fleck mit Zitaten aus „Feuer am Fuss“. Wir lassen die Figuren des Romans sprechen.

Das Ergebnis ist aus unserer Sicht eher wie eine Diagnose zu sehen. Eine Diagnose, die ein Patient bekommt, der nur wegen eines leichten Hustens zum Arzt ging und wenig später am Telefon mit dem Befund Lungenkrebs konfrontiert wird.

Das Buch hat es in sich. Das Gespräch ebenfalls.
Dirk C. Fleck wird darüber hinaus Gast der dritten Ausgabe von Positionen sein. Die hier vorliegende Begegnung kann als Vorbereitung auf diesen Auftritt gesehen werden.

Mehr Informationen auf: http://www.kenfm.de

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3 Kommentare

  1. Wenn wir das aktuelle Bevölkerungswachstum fortschreiben – alle fünfzig Jahre eine Verdreifachung – haben wir 2065 vierundzwanzig Milliarden hungrige Mäuler zu stopfen und im Jahre 2115 werden es 72 – in Worten : ZWEIUNDSIEBZIG – Milliarden sein.

    Wenn wir dieses Problem nicht angehen, brauchen wir uns um die anderen nicht mehr zu kümmern – die erledigen sich dann von selbst.

    Eine ideale Zahl der Bevölkerung der Erde könnte die Anzahl an Menschen sein, die von den Gaben des Planeten leben können, OHNE endliche Ressourcen anzugreifen.

    Die Bodenschätze wären dann das Sahnehäubchen obendrauf.

    Sowas werden wir selbstverständlich nicht erreichen : Die Menschheit als Ganzes hat zwar mehr oder weniger operative Intelligenz, aber keinen Verstand.

  2. …was fuer ein Schwachmat…..ich zweifele an dieser Sendung denn sie geht gradre in die Richtung wo auch die MSM hinzeigen…und das solche Idioten auch noch das Geld haben um solch wertlose Luegen-Pamphlete zu schreiben læsst mich aufhorchen…woher bekommen diese Idioten die Kohle? VOM MSM!!!!!!!!!!! Ken FM…geh in die Ecke und schæm dich!!!!!!!!!!!!!!!!! Man kann nicht im einzelnen darauf eingehen was dieser Schwachmat postuliert denn es ist einfach zu krank….typische MSM-Idioten….aus jedem Fussel eine Geschichte aufbauen und wenn sie noch so idiotisch und daneben ist! Das sind die letzten Kiffer-Idioten der 68er und ich hoffe, dass sie schnellstens aussterben damit die Welt wieder gesundet!!

  3. Vielen Dank für diesen Hinweis auf Dirk C. Fleck. Ich war noch nie so ruhig und gelassen wie gerade jetzt. Das hat seine Gründe.

    Während Menschen um mich herum aufgrund der Propaganda aus den Leitmedien UND aus alternativen Quellen im Netz in Angst, in Unsicherheit oder in Gleichgültigkeit leben, beobachte ich, wie in einer weltweiten Periode geistigen Erwachens seit etwa 20 Jahren den Jesuiten und Juden die Felle davonschwimmen, weil die Ausbeutungssysteme  zugunsten der USA durch Überschuldung zusammenbrechen. Kriege und finanzielle Fron verschwinden mit dem Wegbrechen des US-Dollars als Leitwährung. Wir erhalten eine multipolare Welt.

    Die City of London lässt Washington D.C. samt Wall Street fallen wie ein heiße Kartoffel und orientiert sich an der Neuen Seidenstraße über Berlin und Moskau nach Peking. Die Weichen sind gestellt. Die aktuelle "Bedrohungslage" für Europa sieht aus Sicht der deutschen Bundespolizei so aus:

    15. Dezember 2015 [20:00] Leserkommentar-DE:
    Die Polizei weiss, was kommt: Heute mit einem Bekannten telefoniert, der bei der Bundespolizei ist. Die wissen ganz genau was kommt und auch die wissen ganz genau welche geistige Umnachtung die sog. Staatsführung beflügelt. Um hier zu zitieren: Es wird knallen, und zwar sehr bald. Und dann gibts einen unvorstellbaren Rechtsruck. Aber es wird, trotz erwarteter Toter, nicht so furchtbar werden, wie manche das befürchten, weil, da eben dieser Knall erwartet wird, schon alle in den Startlöchern stehen. Andererseits ist dieser auch der Meinung, dass das alles so passieren muss, sonst wacht ein großer Teil der Bevölkerung nie auf. Schocktherapie!
    Kommentar der Redaktion: Der Schock wird für die Masse furchtbar sein, aber auch die wissen offenbar schon, dass es ein Theater sein wird.WE.
    zitiert aus http://www.Hartgeld.com/revolutionen.html

    Um weltweit wieder zu bezahlbaren und wertgedeckten Ausbeutungssystemen zurückkehren zu können, werden Demokratien und Sozialismus in Europa und Amerika abgebrochen. Es werden Monarchien eingesetzt, deren Finanzbedarf nur einen kleinen Bruchteil im Vergleich zur aktuellen geistigen und materiellen Sklaverei mit einer Staatsquote von 50 bis 80 Prozent beträgt.

    Weil die Zusammenhänge komplex sind, befinden sich die meisten Menschen in großer Verwirrung. Doch massenpsychologisch muss es so sein. Lesetipp: "Die Psychologie der Massen" von Gustave Le Bon. Die Marionettenspieler wechseln nur die Pferde. Wir kehren zu Freiheiten wie vor 1914 zurück, die in vielen anderen Ländern selbstverständlich sind. Die westliche Wirtschaft auf Kosten von Afrika und Asien bricht zusammen.

    Zwei Links von meinem Portal "Deutsche ZivilGesellschaft"  zum thematischen Einstieg:
    http://www.dzig.de/Die-Achse-China-Russland-Deutschland
    http://www.dzig.de/Perspektiven-fuer-Deutschland

    Jeder sollte ständig über Wasser und lagerfähiges Essen verfügen, um mehrere Wochen ohne Not in der eigenen Wohnung verbringen zu können. Dies sind die üblichen Dinge, wie sie sowieso laufend verbraucht werden.
     

    Hans Kolpak

    Goldige Zeiten

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