Massiver Widerstand in der eigenen Partei und die Abhängigkeit von der Opposition führen dazu, dass Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras wohl die Vertrauensfrage stellen und auch verlieren wird. Damit folgen jedoch baldige Neuwahlen.

Von Marco Maier

Innerhalb der Regierungspartei Syriza wächst die Zahl der Gegner des von den Geldgebern aufoktroyierten finanziellen und wirtschaftlichen Vernichtungssystems rasant an. Da Tsipras nun bei den Abstimmungen über die Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen durchwegs auf die Opposition angewiesen ist, muss er sich wohl oder übel der Vertrauensfrage durch das Parlament stellen. Eine solche soll nach Angaben der Syriza-Parteizeitung "H Avgi" am 20. August stattfinden.

Doch nachdem die konservative "Nea Dimokratia" ankündigte, Tsipras bei einem Vertrauensvotum nicht zu unterstützen, folgte nun auch die sozialdemokratische "Pasok". Man habe Tsipras bei seinem Programm nur deshalb unterstützt, um den Ruin Griechenlands zu verhindern. Allerdings gelte diese Unterstützung nicht für eine Vertrauensabstimmung, so die Oppositionspartei.

Angesichts dieser Tatsachen, die nach hitzigen Debatten und Wortgefechten im Parlament immer deutlicher zu Tage treten, wird eines immer deutlicher: Tsipras wird die Vertrauensfrage im Parlament wohl sehr deutlich verlieren. Damit jedoch wird Tsipras baldige Neuwahlen ansetzen müssen, bei der die Tsipras-treue "Rest-Syriza" gegen die Konkurrenz aus dem eigenen Lager antreten wird müssen. Denn der linke Flügel der Syriza, welcher den Verrat an den Wählern nicht mittragen will, arbeitet schon an einer Neuorganisation.

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2 thoughts on “Griechenland: Tsipras wird Vertrauensfrage verlieren”

  1. Tsipras kann leider keine Wunder bewirken. Und das wird sein Nachfolger auch nicht können. Griechenland ist und bleibt nicht der letzte „Pflegefall“ in der EU. Ein Flickwerk (wohlgemerkt) von Akademikern geschaffen. Ein X-beliebiger Trottel, hätte nicht mehr verbocken können. Erst nachdem die „Koryphäen in der Politik“ alles vermurkst haben-,wie heißt es dann immer so schön-? “ Wir müssen auch an die Zukunft denken“. Warum denkt man eigentlich nicht vorher daran ? Erst machen und dann Hoffen-Überlegung kommt später.

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