Bidens NATO-Warnung an Putin: Wenn Sie nicht kooperieren, “werden wir reagieren”

Nur kurz vor dem Gipfeltreffen in Genf warnt Biden Putin vor nichtkooperativem Verhalten und droht ihm und Moskau mit entsprechenden Konsequenzen.

Von Redaktion

Mainstream-Medien ist positiv schwindlig mit der Aufregung, dass Joe “hart gegen Russland” Biden schlussendlich Wladimir Putin während ihres mit Spannung erwarteten Gipfels in Genf am heutigen Mittwoch “konfrontieren” wird.

Geschickt eingefädelt wird es nach dem Treffen jedoch keine gemeinsame Pressekonferenz von Putin und Biden geben, um so negative Auswirkungen eines kritischen Medienpools auf den US-Präsidenten zu vermeiden. Stattdessen darf sich Biden wohl auf eine wohlgesonnene Auswahl an Journalisten freuen, die nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen.

Während Bidens Pressekonferenz am Montag am Ende des eintägigen NATO-Gipfels in Brüssel, schwor der US-Präsident: “Aber ich werde Ihnen folgendes sagen: Ich werde Präsident Putin klar machen, dass es Bereiche gibt, in denen wir kooperieren können, wenn er sich dafür entscheidet. Und wenn er sich entscheidet, nicht zu kooperieren und so handelt, wie er es in der Vergangenheit getan hat, in Bezug auf Cybersicherheit und einige andere Aktivitäten, dann werden wir reagieren. Wir werden entsprechend reagieren.”

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Biden sagte außerdem in seinen Ausführungen zum NATO-Gipfel: “Es muss nicht sein – wir sollten entscheiden, wo es in unserem gegenseitigen Interesse, im Interesse der Welt, ist, zu kooperieren, und sehen, ob wir das tun können. Und in den Bereichen, in denen wir uns nicht einig sind, sollten wir deutlich machen, was die roten Linien sind.”

Und dann bezeichnete der Präsident Putin als “einen würdigen Gegner”:

Ich habe mich mit ihm getroffen. Er ist klug. Er ist hart. Und ich habe festgestellt, dass er ein – wie man sagt, wenn man früher Ball gespielt hat, “ein würdiger Gegner” ist.

Die Mainstream-Medien berichten kaum – und zuweilen verzerrt – über Olivenzweig-Bemerkungen von Putin und sind bemüht, “das Negative zu betonen”. Besonders besorgt sollte man über die unaufhörlichen Medienkommentare zum “russischen Hacking” sein, die darauf abzuzielen scheinen, Biden in eine unbedachte Konfrontation mit Putin zu verwickeln. Die Enthüllungen seit dem letzten Gipfel im Juli 2018 – einschließlich der Zeugenaussagen unter Eid vor dem Kongress – geben Präsident Putin sehr gute Karten. Sollten die Dinge brenzlig werden, könnte er beschließen, sie ins Spiel zu bringen.

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In der Zwischenzeit haben russische offizielle Quellen die Agenda für den bilateralen Gipfel am Mittwoch enthüllt, die Cyberangriffe und Cyberkriminalität, die Bekämpfung der Pandemie, den Krieg im Donbass und die Ukraine-Themen umfassen soll, und dann gibt es keinen Zweifel, dass Biden sich stark auf die Menschenrechte konzentrieren wird.

Es bleibt also abzuwarten, wie das Gipfeltreffen verläuft und was die beiden Staatschefs schlussendlich auf ihren jeweiligen Pressekonferenzen verkünden werden. Und mehr noch, wie sehr sich dann die Statements der beiden unterscheiden. Allerdings wäre es an der Zeit, dass Moskau aus der Position der Stärke heraus handelt.

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3 Kommentare

  1. Ein feiner Herr der zwischenzeitlich begrenzten Möglichkeiten zu Putin: Wenn sie nicht kooperieren, dann werden wir reagieren!

    Jetzt hätte er nur noch sagen müssen, mit welchen Methoden er Rußland bezwingen will und deshalb ist diese Aussage wie Schall und Rauch und eine Nachricht für alle Blöden innerhalb des eigenen Landes und darüber hinaus und ähnelt noch zusätzlich dem Pfeifen im Walde, was einer angeblich gestandenen Person eher abträglich ist als nützt, aber wer hat denn schon anderes erwartet.

    Diese Art von Propaganda demaskiert eine ehemalige Supermacht, die im übrigen nicht nur aus der eigenen Schaffenskraft was geworden sind, sondern auch ihre weltweiten Raubzüge mit dazu beigetragen haben, natürlich alles schön verpackt um die wahren Absichten dahinter zu verbergen und das Geschäft betreiben sie schon seit 500 Jahren, seit sie sich aufmachten einen Kontinent zu erobern, der ihnen garnicht gehörte und damals schon mit den größten Greueln verbunden war um dann anschließend gegen jede Norm andere vor ein Tribunal gestellt haben um sich wichtig zu machen, obwohl sie schon lange selbst dort hin gehörten.

    Wer solche Typen zu seinen Freunden zählt ist entweder nicht normal oder hochgradig abhängig, denn die verkörpern viel, aber nicht den Humanismus, den man eigentlich von ihren Gründervätern hätte erwarten können und der Hammer war dann noch der schändliche Sklavenhandel, dessen Auswirkungen sich bis heute auf den Straßen zeigen und dann reden die von Frieden, Freude, Eierkuchen und werfen anderen Dinge vor um vom eigenen Versagen abzulenken, das ist doch unglaublich und die Europäischen Regierungen lassen sich noch immer davon beeindrucken obwohl sie ihren politischen Verwandten mal richtig den Marsch blasen müßten, um sie auf den richtigen Weg zu bringen.

    Von den anderen Kriegstreibereien seit Ende des zweiten Weltkrieges garnicht zu sprechen, deren Notwendigkeit nur im Zeichen hegemonialer und wirtschaftlicher Absichten stand und kein Land der Welt hätte sich diese Sauereien erlauben können und alle sehen zu und finden es sogar noch toll, wenn man anderen angeblich hilft, was für eine verquerte Situation.

    1. “Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen.” – Dazu fehlt offenbar nach wie vor den VSA das Bewusstsein – und die werfen nicht nur mit Steinen, sondern mit ganzen Felsbrocken.

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