Heute

Reporter ohne Grenzen führt Russland auf der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit auf Rang 152 von 180. Russland habe selbst die Olympischen Spiele im letzten Jahr dazu benutzt, die Internetüberwachung weiter auszubauen.

Unter der Überschrift „Russland zerschlägt Medienlandschaft auf der Krim“ beklagt Reporter ohne Grenzen nun in einer Pressemeldung die zahlreichen Angriffe und Repressionen auf Medien und Journalisten auf der Krim. Der Verein schreibt: „Ein Jahr nach der russischen Annexion der Krim gibt es dort so gut wie keine unabhängigen Medien mehr. Unabhängige Journalisten haben fast keine Möglichkeiten der kritischen Berichterstattung mehr. Während der vergangenen zwölf Monate wurden so gut wie alle Medien unter russische Kontrolle gebracht. Von der unabhängigen Medienlandschaft der Krim ist so gut wie nichts mehr übrig. Seit dem Referendum auf der Krim am 16. März 2014, das zur weiteren Annexion führte, wurden alle ukrainischen Fernsehsender aus dem Kabelnetz genommen, unter ihnen die Sender Inter, Briz, 1+1, STB, 5. Kanal, und durch russisches Staatsfernsehen ersetzt. Auch die terrestrische Übertragung von Chernomorskaya TV, dem größten unabhängigen Fernsehsender der Krim, wurde im März 2014 beendet. Auf der Frequenz sendet seither der russische Sender Rossiya 24. Aus den Kabelnetzen wurde Chernomorskaya im Juni 2014 entfernt. Am 1. August wurde zudem das Eigentum des Senders beschlagnahmt. Zeitungen in ukrainischer Sprache werden nicht mehr auf die Krim geliefert. Kritische Journalisten und Blogger wurden in den vergangenen Monaten bei ihrer Arbeit behindert, angegriffen, verfolgt und auch entführt. Aufgrund der Repressionen sind bereits Medienvertreter von der Krim geflohen, unter anderem nach Kiew (…).“

Quelle: Reporter ohne Grenzen

Samstag, 28. März 2015

Die Ergebnisse der Departementswahlen in Frankreich haben einen deutlichen Rechtsruck offenbart. In dieses politische Stimmungsbild passt die überraschend positive Bewertung des fremdenfeindlichen Front National durch die konservative Tageszeitung Le Figaro. Sie schreibt: „Der Front National ist deshalb so beliebt, weil er gegenüber den Bürgern die Wahrheit nicht beschönigt. Der Aufstieg des FN ist weder seinem Programm noch dem Talent seiner Politiker geschuldet. Sondern dem gesunden Menschenverstand, den er an den Tag legt, während die Bürger in ihrer Scheinwelt gehalten werden. Der FN ist eine Partei, die sich zu sagen traut, dass der Kaiser nackt ist. Wir leben schon seit Langem in einem verwunschenen Königreich, in dem man die Zahlen geschickt versteckt und all das verschweigt, was Ärger auslösen könnte. Im heutigen Frankreich existiert ein Graben zwischen den Eliten und dem Volk, was die Wahrnehmung der Realität betrifft. Es ist beeindruckend, festzustellen, dass das Programm der traditionellen Links- und Rechtsparteien im Prinzip nur darin besteht, den FN vom Machtgewinn abzuhalten. Das politische Leben Frankreichs dreht sich einzig und allein um diesen Punkt und das erstaunt und nervt immer mehr Bürger, die im echten Leben schwerwiegendere Probleme haben."

Quelle: eurotopics

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Freitag, 27. März 2015

Drohnen-Piloten der U.S. Air Force töten nicht nur „Bösewichte“. Sie sehen alles, was vor, während und nach einem Drohnen-Angriff vorgeht.

Tom.Dispatch.com dokumentiert eine veröffentlichte Niederschrift eines Gesprächs, das bei einer realen Überwachungs- und Tötungsmission geführt wurde.

Das oberflächliche Geschwätz wurde am 21. Februar 2010 auf der Creech Air Force Base in Nevada aufgezeichnet und bezog sich auf einen Drohnen-Einsatz in einer ländlichen Gegend der Provinz Daikondi in Zentralafghanistan. An dem Gespräch beteiligten sich Drohnen-Operatoren in Creech, Videoanalysten im

Hauptquartier der Air Force für Spezialoperationen in Okaloosa, Florida, und US-Hubschrauber-Piloten in Afghanistan. An diesem Tag wurden in der Morgendämmerung drei im Konvoi fahrende Lastwagen entdeckt, die jeweils ein Dutzend Passagiere beförderten. In der falschen Annahme, es handle sich um eine Gruppe von ‚Aufständischen‘, die in der Nähe operierende US-Soldaten töten wollten, entschied sich das Drohnen-Team für einen Angriff.

Controller: "Wir glauben, da könnte ein hochrangiger Taliban-Kommandeur dabei sein."

Kamera-Operator: "Ja, auf der Ladefläche des Lastwagen soll ein Mann im wehrfähigen Alter mit einer Waffe sein."

Geheimdienst-Koordinator: "Ein Prüfer will mindestens ein Kind in der Nähe des Geländewagens gesehen haben."

Controller: "Ach du Scheiße, wo denn? Ich glaube nicht, dass sie schon so früh Kinder dabeihaben. Ich weiß, dass sie gern tricksen, lasst uns aber trotzdem loslegen!"

Kamera-Operator: "Wie süß! Oh-je! Das führende Fahrzeug sucht das Weite, holt die Helis her!"

Einige Augenblicke später bringen die Piloten ihre Kiowa-Hubschrauber in Schussposition und feuern eine Hellfire-Rakete auf das vorderste Fahrzeug ab.

Controller: "Schau dir das an, das war ein Volltreffer! Die wurden geröstet! Dieser Lastwagen ist ausgeschaltet!"

20 Minuten später haben sich die Überlebenden des Angriffs ergeben; aus der Abschrift ist ersichtlich, dass die Drohnen-Piloten jetzt weniger gut gelaunt waren, weil sich herausstellte, dass die meisten Passagiere auf den Lastwagen Frauen und Kinder waren und keinerlei Waffen gefunden wurden.

Bei einer nachfolgende Untersuchung vor Ort wurde festgestellt, dass alle Getöteten harmlose Dorfbewohner waren.

Tom.Dispatch.com verweist anschließend auf einen Bericht, der herausfand, dass bei einer Jagd auf 41 ‚Zielpersonen‘ in Pakistan 1.147 Personen durch Drohnen-Angriffe getötet wurden.“

Quelle: Luftpost 061/15 (Weiter auf Seite 2)

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2 KOMMENTARE

  1. "Aufgrund der Repressionen sind bereits Medienvertreter von der Krim geflohen, unter anderem nach Kiew (…)." 

    Wer wem nun gerade am Herzen liegt – mich würde Kiew zurzeit nur ängstigen. Bei den nach wie vor unzähligen "Staatsbesuchen westlicher Machthaber" ist für mich interessant, wie die mit der Sicherheitslage dort vor Ort klar kommen, auch wenn rechtsnational und neocon scheinbar sehr nah beieinander liegen. 

    Der Rest ist auch sehr aufschlussreich. Danke dafür

    Irgendwie erübrigen sich Kommentierungen. Das Gedöhns ist selbstredend.

  2. Reporter ohne Grenzen

    US-hörige NGO die nicht im Ansatz unabhängig oder gar neutral ist. Was soll das?

    Ein paar daten

    "Offizielle Finanzierungsquellen:

    “17,8 Prozent des Haushaltes stammten von Unternehmen und Stiftungen.

    18 Prozent stammten aus öffentlichen Institutionen, darunter das Europäische Instrument für Demokratie und Menschenrechte (EIDHR), die Französische Entwicklungsagentur und die Internationale Organisation der Frankophonie.”

    Weniger bekannt:

    “Nach Recherchen der Zeitung junge Welt wurde ROG u. a. von dem US-Multimilliardär George Soros finanziert, der bereits die polnische Gewerkschaft Solidarność mit Millionen US-Dollar unterstützte, sowie vom National Endowment for Democracy, das seinerseits seine Gelder zu über 90 Prozent aus dem US-Staatshaushalt bezieht.[9] Im Jahr 2003 stammte das Jahresbudget zu rund 10 Prozent vom französischen Staat und zu weiteren 15 Prozent von der EU.[10]

    Zu den Finanziers von ROG zählten in der Vergangenheit auch der Rüstungsindustrielle und Medienzar Frankreichs Serge Dassault, der Medienkonzern Vivendi und der Milliardär François Pinault

     

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