Humanitäre Hilfe dürfe nicht für geheimdienstliche Aktionen missbraucht werden, da dies die Arbeit der Hilfsorganisationen massiv erschwere, so der Tenor der Beschwerdeführer an die US-Regierung. Nun, mehr als ein Jahr nach der heftigen Kritik, kam die Zusicherung des US-Auslandsgeheimdienstes CIA.
Von Marco Maier
Eine Sprecherin des Weißen Hauses teilte mit, dass die CIA in Zukunft Impfaktionen nicht mehr für ihre eigenen Zwecke nutzen würde. Damit reagiert die US-Administration nach langer Zeit auf einen Beschwerdebrief von 12 Dekanen amerikanischer Gesundheitseinrichtungen vom Januar 2013.
Die Dekane hatten massiv dagegen protestiert, dass der pakistanische Chirurg Shakil Afridi dazu benutzt wurde, im Zuge einer Impfkampagne gegen Hepatitis Informationen über Osama Bin Laden herauszufinden. Ziel der CIA-Operation war es, Flüssigkeiten mit der DNA von möglichen Verwandten Osama Bin Ladens zu erhalten. Afridi wurde anschließend in Pakistan wegen Hochverrats angeklagt und zu 23 Jahren Gefängnisstrafe verurteilt.
Die Afridi-Affäre hatte damals zur Folge, dass viele Hilfsorganisationen Mitarbeiter aus Pakistan abzogen, damit diese nicht wegen Spionagevorwürfen in pakistanischen Gefängnissen landen oder noch mehr von ihnen Opfer von Anschlägen wurden. Inzwischen weigern sich immer mehr Menschen in Pakistan, Hilfe von amerikanischen Organisationen anzunehmen, damit sie nicht in Verdacht geraten selbst zu US-Agenten erklärt zu werden.
Ob sich die US-Schnüffeltruppe tatsächlich daran halten wird, muss sich jedoch erst noch zeigen. Angesichts der Vorkommnisse während der letzten Jahrzehnte sollte man sich allerdings nicht leichtfertig verlassen.
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