Dass die US-Sicherheitsdienste und allen voran die CIA mit Extremisten und Terroristen zusammenarbeiten, ist kein Geheimnis. Mehr noch: Gruppierungen wie al-Kaida oder die Taliban sind von der CIA gegründet worden, und es gibt bis heute eine jedenfalls punktuelle Zusammenarbeit. Herausragende Beispiele hierfür war der Krieg der NATO gegen Libyen und ist derjenige gegen Syrien. Jetzt kommt Boko Haram in den Fokus. Ein nigerianischer Journalist hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Weltöffentlichkeit darüber aufzuklären. Atheling P. Reginald Mavangira weiß, dass er mit seinem Leben spielt. Dennoch schreibt er gegen die Weltmacht USA an.

Von Florian Stumfall

Die ECOMOG ist eine militärische Gründung der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), die von Nigeria angeführt wird und der außerdem im wesentlichen Ghana, Guinea, Sierra Leone, Gambia, Liberia, Mali, Burkina Faso und Niger angehören. Eines der Ziele ist die Errichtung einer „Pax Nigeriana“ und als Voraussetzung hierfür die Eindämmung des Einflusses der ehemaligen Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich. Um diesen Plan zu durchkreuzen, hat im Jahr 2004 US-Präsident Bush Junior die ACRI (Africa Crisis Response Initiative) gegründet. 

Bereits zu Beginn wurde die Handschrift der CIA sichtbar: Wie Mavangira schreibt, nutzte sie wie anderswo auch ethnische und soziale Verwerfungen und sammelte arbeitslose islamistische Jugendliche um sich – und an denen war kein Mangel. „Die CIA“, führt Mavangira fort, „hat seit langem entlang der durchlässigen Grenzen zum Tschad, zu Niger und  Kamerun, Ausbildungs- und Indoktrinationslager eingerichtet. Dort werden arme, verwirrte und desorientierte Jugendliche zu Aufständischen im Namen Allahs ausgebildet, um in dem gottlosen Nigeria eine gerechte islamische Ordnung herzustellen.“

Das erklärt, „wie eine zerlumpte Sammlung von hauptsächlich halbgebildeten, unbedarften Personen, die vor allem mit Mopeds operieren, sich praktisch über Nacht in eine Organisation verwandeln (kann), die in der Lage ist, Bomben zu entwerfen, herzustellen und in Gebäuden und Fahrzeugen anzubringen, die Millionen Nairas kosten, und Angriffe gleichzeitig an mehreren Orten des Landes auszuführen“.

Hauptquartier der CIA-Offiziere in Nigeria ist die dortige US-Botschaft, wie auch schon "Wikileaks" enthüllt hat. Hier liegt die Basis für „weitreichende Subversionsakte“ durch Erpressung, Spionage und Überwachung und durch „Unterstützung und Finanzierung subversiver Gruppen“, wie das im Regelfall die Aufgabe von US-NGO ist, vor allem des "National Endowment for Democracy", eines Subunternehmens der CIA.

Mavangiras organisatorischer Hintergrund ist die "Greenwhite Coaliton", eine patriotische Vereinigung (Grün-weiß sind die nigerianischen Landesfarben). Sie wird, wie er ankündigt, in nächster Zeit „die nigerianische Öffentlichkeit aufklären um zu verhindern, dass unser Land unter den amerikanischen Stiefel kommt“. Doch Mavangiras ist nicht der einzige Zeuge der Täterschaft der CIA. Bereits im Dezember 2011 schilderte "News + Rescue" diese Zusammenhänge im selben Sinne und mit denselben Einzelheiten. Stellt sich abschließend die Frage, ob es denn immer die CIA sein muss, wenn sich auf der Welt politisch-militärische Kabalen abspielen. Legt man zugrunde, dass die USA die Welthegemonie wollen, und alles andere zu glauben, wäre blind, dann wäre das nicht nur eine Erklärung, dann muss es so sein.

2 KOMMENTARE

  1. Boko Haram militants have allegedly received funds from Islamist groups Al-Qaeda and Somali group Al Shabaab, along with unidentified local and international benefactors.
    The group also offers a lucrative „market of selling human beings“,
    according to its leader. Boko Haram receives countless dollars in ransom money and loots money from government officials, extorts businessmen and banks.
    Similarly, it has raided much of its military arsenal –
    including armoured personnel carriers and rocket-propelled grenades
    – from military bases and police stations. In addition, it has
    ties with arms smugglers „in the lawless parts of the vast Sahel area,“ according
    to the BBC.

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