Deutschlands Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet

Neue Prognosen gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft stärker schrumpfen wird als zuvor erwartet wurde. Dennoch steht sie besser da als jene der Vereinigten Staaten.

Von Marco Maier

Bislang gingen die führenden Ökonomen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr infolge der Covid-Lockdowns zwischen 2,8 und 5,4 Prozent schrumpfen wird. Inzwischen hat laut Medienberichten der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Konjunkturprognose weiter nach unten korrigiert.

Demnach soll die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um sechs bis sieben Prozent schrumpfen, weil der Lockdown länger als erwartet dauerte und die Auslandsmärkte stärker als erwartet von den Eindämmungsmaßnahmen gegen Covid-19 getroffen wurden. Gerade für die exportorientierten deutschen Unternehmen ist dies ein herber Schlag.

Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Realität sogar noch schlimmer sein könnte und die negativen volkswirtschaftlichen Auswirkungen sogar in den niedrigen zweistelligen Bereich fallen. Ein gesamtwirtschaftlicher Rückgang von über zehn Prozent ist durchaus möglich.

Besser als die USA

Deutschlands Vorteil gegenüber den Vereinigten Staaten liegt darin, dass es einen funktionierenden Sozialstaat besitzt, der zumindest auf Seiten der Konsumenten für keine zu große Nachfragelücke sorgt. Wer in Kurzarbeit gehen muss oder seinen Arbeitsplatz verliert hat gegenüber den Amerikanern einen finanziellen Vorteil.

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Dies sorgt auch dafür, dass die deutsche Wirtschaft nicht so stark abschmiert und die Verschuldung der Bürger nicht dermaßen stark zulegt wie in den Vereinigten Staaten. Allerdings belastet dies die öffentlichen Kassen enorm, so dass dies über kurz oder lang zu deutlichen Steuererhöhungen und Sparpaketen führen wird.

Solche Maßnahmen werden in den kommenden Jahren dann zu einer langsameren Erholung führen, da Bürger und Unternehmen mit stärkeren Belastungen zu rechnen haben. Immerhin müssen die 130 Milliarden Euro des deutschen Konjunkturpakets irgendwie gegenfinanziert werden.

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3 Kommentare

  1. Wenn man den libertären Ökonomen von misesde.org Glauben schenkt, stehen die Regierungen vor einem Problem.
    Dank der durch den Schnupfen, mitsamt Kurz Tschador (Mund-Nase Schutz) der die Lust am Einkaufen erheblich dämpft, erzeugten Angst und den Rückkopplungseffekten damit, wird die Wirtschaft einbrechen und die Arbeitslosigkeit steigen. Steuererhöhungen sind dann brandgefährlich, wie in USA und Frankreich zu beobachten ist.
    In Tirol setzt man auf blanken Raub.
    Der Bürgermeister stellt sich dumm und will ein mit Baubescheid 131/238/5-2018 eingereichtes Podest abreißen lassen, das er selbst bauverhandelt hat. Die Richterin vom Landesverwaltungsgericht Innsbruck zitiert die Tiroler Planunterlagenverordnung 1998 LGBl Nr 90/1998, nach der in GRUNDRISSEN und SCHNITTEN geplante bauliche Anlagen rot, Bestand grau gefärbt sein müssen.
    Anschließend räumt sie ein: „Es ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass die Treppenanlage auf den Plänen bei der ANSICHT Süd als Treppe neu eingezeichnet ist. Allerdings ist sie in der Farbe Grau eingezeichnet, was unter Berücksichtigung der zwingenden Bestimmung des § 5 Abs 5 lit b Planunterlagenverordnung bedeutet, dass die Treppe einen vorhandenen Bestand darstellt.“
    Und gibt damit öffentlich zu, dass sie eine Ansicht nicht von einem Grundriss, oder einem Schnitt unterscheiden kann. Aktenzahl LVwG 2020/38/0587-4
    Unmittelbar danach kommt ein Strafbescheid der Bezirkshauptmannschaft mit einer Straferkenntnis von 4.400 Euro, bezahlbar sofort. SA-87-2020 vom 28.05.2020

    1. Dem von nicht lustigen Behördentirolern übel mitgespielten Willi Kuchling zur Aufmunterung:
      Bauwesen international !
      In Süd-Kalifornien ersteht man für eine Hand voll Dollars in der City Hall die Building License. Kein Architektenprojekt ist erforderlich. Ein Hurrikan vermag wegen der dortigen Bauweise der Immobilie „Flügel“ verleihen. Die heißen Winde aus der mexikanischen Santa – Ana-Wüste können einen Aschehaufen hinterlassen.
      In España wurde ich Zeuge der Bauabnahme eines Palazzo Protzo. Der Bauunternehmer fuhr in seinem alten, gut klimatisierten Opel an einem Augusttag [ +39° C ] den städtischen Abnahmeingenieur, mit dem er um 3 Ecken verwandt war, zur besagten Immobilie. Der Behördenvertreter stieg nicht aus und nickte: „Bonita casa“. Dann ging’s zum Essen. Der Abnehmer, an Militärgeschichte des 2. Weltkriegs interessiert, ließ sich auf dem Papiertischtuch des Restaurants vom Bauherrn den Kampfverlauf der Schlacht von El Alamein aufzeichnen, zog sich zur Lammschulter eine Flasche Roten und als Nachtisch Pan de Calatrava rein; die Hütte war abgenommen und wenig später traf die Wohnbarkeitsbescheinigung ein . . .

      1. Danke für die Aufmunterung. Mit einer „Wohnbarkeitsbescheinigung“ kann man möglicherweise was anfangen und das Essen kostete wahrscheinlich keine € 4.400,-
        Und das Corpus Delicti, das Treppenpodest ist so unauffällig, dass man Einweisung benötigt, um es zu finden. Das ist der Unterschied zur Bananenrepublik Dummenreich und deren Wählern.

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