Ischgl-Studie: Zieht die Lehren daraus!

Eine Studie zu Covid-19 in Ischgl verdeutlicht, dass die Politik mit den ganzen Lockdowns völlig überreagiert hat.

Von Marco Maier

Im Tiroler Wintersportort Ischgl breitete sich Sars-CoV-2 Anfang des Jahres rasch aus. Der Ort wurde zum „Covid-Hotspot“ Österreichs. Vor einigen Tagen wurde eine Studie veröffentlicht, die insbesondere der Politik und den Panik schürenden Medien zu denken geben sollte.

Denn: von den insgesamt fast 1.500 Studienteilnehmern (was 79 Prozent der lokalen Bevölkerung inklusive der Saisonarbeitskräfte entspricht) tragen 42,4 Prozent Antikörper in sich. Dabei wurden mehrere verschiedene Tests durchgeführt, um falsch-positive Ergebnisse auszuschließen.

Bei den Kindern und Jugendlichen (mehr als 200 Testpersonen waren unter 18) waren es nur rund 27 Prozent, was daran liegen könnte, dass sie laut anderen Studien weniger ACE2-Rezeptoren in der Lunge haben, wodurch sie offenbar nicht so leicht mit Sars-CoV-2 infiziert werden können.

Interessant ist aber auch der Umstand, dass ein Großteil der mit dem Virus in Kontakt geratenene Menschen in Ischgl asyptomatisch waren und gar nichts von der Infektion mitbekamen, oder einfach nur sehr milde Symptome zeigten. Nur 15 Prozent wurden zuvor schon positiv getestet.

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Was auch sehr interessant ist: Es gab im Ort insgesamt 2 Covid-bezogene Todesfälle und nur neun Personen mussten wegen der Erkrankung ins Krankenhaus. Auf die Gesamtbevölkerung des rund 1.600 Einwohner umfassenden Ortes kommen also etwa 680 Infektionen. Das entspricht einer Infection Fatality Rate (IFR) von etwa 0,3 Prozent.

Auf ganz Österreich hochgerechnet müsste dies heißen, dass etwa zwischen 210.000 und 250.000 mit Sars-CoV-2 infiziert waren, wovon jedoch aufgrund fehlender Massentests zu Beginn der Ausbreitung die meisten nicht erkannt wurden. Derzeit gibt es in Österreich noch 17.654 bestätigte Fälle, 163.401 gelten als genesen, 702 sind mit bzw. an Covid-19 verstorben.

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