Die Zerstörung Nordkoreas durch die USA darf nicht vergessen werden

Die Verwüstung Nordkoreas durch die amerikanische Luftwaffe ist ein schlecht in Erinnerung gebliebenes Kapitel des Koreakrieges.

Für einen kurzen Moment im Sommer 1945 herrschte in Korea Freude.

Koreaner, die vor der Niederlage Tokios im Zweiten Weltkrieg 35 Jahre brutaler japanischer Kolonialbesetzung gelitten hatten, feierten ihre Befreiung durch siegreiche US- und sowjetische Streitkräfte. Voller Hoffnung auf eine Zukunft ohne Fremdherrschaft erklärten sie stolz ihre Unabhängigkeit.

Diese Hoffnung wurde bald zunichte gemacht. Es wurde angekündigt, dass die siegreichen alliierten Mächte, die USA und die UdSSR, die gesamte koreanische Halbinsel besetzen würden. Die UdSSR würde den Norden nehmen, die USA den Süden.

Wie so viele andere imperiale Bestrebungen war die Teilung Koreas entlang des 38. Breitengrads eine Übung der Willkür und der völligen Missachtung der Wünsche der betroffenen Menschen. Die Menschen in Korea erkannten sehr schnell, dass sie lediglich ein Besatzungsimperium gegen ein anderes tauschten.

Eine Umfrage unter Koreanern im Sommer 1946 ergab, dass 77 Prozent den Sozialismus oder Kommunismus bevorzugten, während nur 14 Prozent den Kapitalismus bevorzugten. Im Süden unterstützten die USA jedoch die rechte Diktatur von Syngman Rhee, einem konservativen Christen und überzeugten Antikommunisten, der mit eiserner Faust regierte. Im Norden installierte die UdSSR den ehemaligen antijapanischen Guerillaführer und Offizier der Roten Armee, Kim Il Sung.

1948 sah die Teilung Koreas immer dauerhafter aus. Und die Politik wurde mörderisch.

Das Töten beginnt

Anfang 1950 gab es im Süden mehr als 100.000 politische Gefangene. Zusammenfassende Hinrichtungen realer und imaginärer Linker forderten Zehntausende Menschenleben, als die Terrorherrschaft des Polizeistaats des Südens mit den Verbrechen des kommunistischen Nordens konkurrierte.

Als die Bemühungen um die Aushandlung eines einheitlichen koreanischen Staates scheiterten, nahmen im Süden, insbesondere auf der Insel Jeju, aufkeimende regierungsfeindliche Aufstände zu. Sie wurden brutal unterdrückt.

Kurze, aber blutige Grenzscharmützel eskalierten. Sowohl Rhee als auch Kim suchten die Vereinigung durch Invasion.

Heute vor siebzig Jahren – am 25. Juni 1950 – setzte Kim alles auf eine Karte. Die nördlichen Streitkräfte starteten eine umfassende Invasion des Südens.

Seoul, die Hauptstadt des Südens, fiel drei Tage später. Amerikas Oberbefehlshaber im Fernen Osten, General Douglas MacArthur aus Tokio, war bald davon überzeugt, dass amerikanische Stiefel am Boden der Schlüssel zur Abwehr der Aggression des Nordens waren. Präsident Harry S. Truman stimmte zu und nannte die Intervention eine „Polizeiaktion“.

Das US-Militär, das mit atomarer Prahlerei stolzierte und immer noch vom Stolz des Sieges des Zweiten Weltkriegs aufgeblasen war, erwartete einen kurzen Krieg. Grüne, schlaffe GIs, die eher für den Pomp und die Paraden der japanischen Besatzungspflicht geeignet waren als für die Schrecken des Nahkampfs, die sie in Korea erwarteten, stellten sich vor, dass sie bald wieder in den Bars und Bordellen von Tokio sein würden.

Die Realität erwies sich als hart. Im Sommer 1950 überrannten die Streitkräfte des Nordens sowohl die Armee des Südens als auch die ersten amerikanischen Einheiten, die landeten. Die Streitkräfte der USA und des Südens zogen sich zusammen mit Hunderttausenden ziviler Flüchtlinge nach Süden in Richtung des südöstlichen Hafens von Pusan (heute Busan) zurück.

Nach einem Kampf der Titanen um den „Pusan Perimeter“ und einer meisterhaften amphibischen Landung in Inchon wurden die nordkoreanischen Streitkräfte Mitte September 1950 in die Flucht geschlagen. Im Oktober fielen US-geführte Streitkräfte in Nordkorea ein. Dies führte in den Wintermonaten zu einer chinesischen Intervention. Das Gemetzel eskalierte.

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Eine Analyse von Brett Wilkins.

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5 Kommentare

  1. Der einzige Präsident der USA der noch keinen Krieg verursacht hat, ist D. Tramp.
    Das gefällt den anderen Kriegstreibern nun gar nicht und deshalb wird er von allen Seiten madig gemacht.

    1. Er hat aber auch keinen Krieg so richtig zu Ende gebracht. Lybien, Afghanistan und auch das Foltergefängnis Guantanomo sind nur ein paar Beispiele..

  2. Der vergessene Krieg.
    Seitdem der ewige Frieden hergestellt ist und es uns allen besser geht, sind wir satt und vergesslich geworden.
    Meine Lieblingsdoku über Norkorea ist „Have Fun in Pjöngjang“. Auch auf die Gefahr, daß ich mich wiederhole.
    Interessant an der Doku ist, was man da so alles hinein interpretieren kann. Aber vielleicht verstellen sich die Norkoreaner alle, weil das Fernsehen da ist?

  3. Auf youtube gibt es ein Video von ARTE, was sehr gut dokumentiert, was für ein sinnloses Unheil die USA über Korea gebracht haben. Ich kann die Kims, den Iran und und und alle voll verstehen, wenn sie nach der A-Bombe greifen. Sie ist die einzige Lebensversicherung, die funktioniert und die einzige Sprache, welche die USA verstehen.

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