Schulz: Merkel wird bei Corona-Bonds einknicken

Martin Schulz geht davon aus, dass Bundeskanzlerin Merkel schlussendlich die Corona-Bonds zuslässt – und sie als eigenen Erfolg vermarktet.

Von Redaktion

Der langjährige Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), rechnet mit einer europäischen Einigung auf zeitlich befristete gemeinsame Anleihen, damit sich die von der Corona-Krise schwer getroffenen Länder wie Italien zu günstigeren Konditionen verschulden können. „Wahrscheinlich wird es Angela Merkel wieder gelingen, die Umsetzung von etwas, gegen das sie Jahre gekämpft hat, als eigenen Erfolg zu vereinnahmen“, sagte Schulz in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“.

„So wie ich sie kenne, werden sie dann am Ende auch nicht mehr Corona-Bonds heißen, sondern vielleicht Merkel-Bonds.“ Wenn dies zu pragmatischen Ergebnissen führe und dazu, dass Währungsspekulationen gegen den Euro verhindert werden, dann wäre das ein echter Fortschritt.

Schulz attackierte vor allem die Regierung des niederländischen Premierministers Mark Rutte scharf, die sich bisher strikt gegen gemeinsame Anleihen stellt, am Donnerstag beraten die EU-Staats- und Regierungschefs in einer Videokonferenz über Hilfsprogramme. „Man darf nicht aus innenpolitischen Erwägungen das Prinzip der Solidarität in Europa in Frage stellen, sonst wird man zum Totengräber Europas“, sagte der SPD-Politiker.

„Wenn ich mir die Protokolle anschaue und das, was mir berichtet worden ist, kann ich nur schlussfolgern: Die Regierung in Den Haag hat sich in einer nie dagewesenen Weise an die Spitze der Blockierer gesetzt.“

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Schulz äußerte die Hoffnung, dass durch die Corona-Krise die sogenannten populistischen und rechtsextremen Strömungen geschwächt werden könnten. „Die wirklich seriösen Staaten sind zurzeit auch die starken Staaten“, betonte Schulz. „Die weltweite Pandemie wird dazu führen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika als Führungskraft ausfallen. So kann in der Krise eine Chance liegen, dass Europa auch ein Gewinner wird, wenn es sich zusammenreißt.“

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7 Kommentare

  1. Merkel ist in Finanzfragen noch nie eingeknickt!

    Es war stets ihre Absicht, von Anfang an, maximale Beträge vom deutschen Steuerzahlergeld, zu „verbrennen“. Alles andere von ihr ist nur Gefasel, um die denkunfähige Volksseele einzulullen und so zu tun, als ob sie sich dann der Abstimmungsmehrheit in Brüssel oder anderswo, schweren Herzens beugen musste.

    Sie ist die personifizierte Lüge.

  2. Was, den Martin gibt’s auch noch? Ist er rückfällig geworden, oder schickt ihn die Urschel? Jetzt beginnt der Ramadan für die Bückbeter. Bin gespannt ob sie den auch absagen, wie die Ostermessen.

    1. Mit der These der Rückverfolgung der Blutlinie Angela Merkels zu Hitler zieht der Autor des Links, den sie anführten sein ganzes Unterfangen ins Lächerliche. So wird das nichts.
      Leute, die sowas einstellen können nicht zu Ende denken.
      Selbst wenn es stimmig wäre, was es aber nicht, ist propagiert er damit die Sippenhaft.

      Es ist ein reiner Bluff!
      Schade um die Zeit, die ich damit verschoss.

      1. Manche kommen mit der „polnischen Abstammung“ Merkels, manche mit der „jüdischen Abstammung“ und manche eben mit Hitler… Wenn man es so sieht, sind wir ja alle um ein paar Ecken miteinander verwandt (gerade auch weil es kleine Ursprungspopulationen in Europa/Asien waren und es immer wieder zu Dezimierungen durch Kriege und Krankheiten auf lokaler und regionaler Ebene kam). Insofern…

  3. Sie wird nicht einknicken, das ist schon beschlossene Sache und die Zahlungsverpflichtung wird nur umgeleitet über die EU, weil man eine offizielle Bürgschaft vermeiden will. Hier werden wir erneut belogen, daß sich die Balken biegen und am Ende sind die Deutschen die Zahlmeister, denn wenn die keinen Riegel vorgeschoben haben können die in Brüssel Schulden machen auf Teufel komm raus und dann die Forderungen auf die einzelnen Länder umverteilen. Solange diese Kommunistin am Ruder ist, wird sich nichts ändern, die Frage ist nur, wann sind wir entgültig pleite und wer bekommt es dann zuerst zu spüren.

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