Griechenland erwartet nächstes Jahr 100.000 Migranten aus der Türkei

In Athen geht man davon aus, dass im kommenden Jahr rund 100.000 Migranten über die Türkei ins Land kommen. 10.000 wolle man in die Türkei abschieben.

Von Michael Steiner

Die Migrantenzahlen steigen und in der Türkei scheint man nicht mehr wirklich gewillt zu sein, in Richtung Griechenland ausreisende Flüchtlinge und Migranten aufzuhalten. Dies scheint zumindest in Athen die Befürchtung zu sein.

„Wir haben in den vergangenen sechs Monaten 45.000 neue Migranten aufgenommen. Das heißt, dass wir 2020 mit rund 100.000 neu ankommenden Flüchtlingen konfrontiert sein werden“, sagte Manos Logothetis, der Beauftrage der griechischen Regierung für die Erstaufnahme von Flüchtlingen, den Funke-Zeitungen. Unter Umständen werden es noch mehr, sollte die Kontrolle der Türkei noch lascher werden als ohnehin schon.

Zugleich kündigte er an, dass seine Regierung im kommenden Jahr 10.000 Asylsuchende von den griechischen Inseln in Richtung Türkei abschieben wolle. „Wir haben bereits 200 neue Asyl-Entscheider eingestellt, und wir werden weitere 270 einstellen“, so der griechische Flüchtlingsbeauftragte weiter.

Aber: im Rahmen des Flüchtlingsdeals mit der Türkei hat sich die EU verpflichtet, gleich viele Asylbewerber direkt aus der Türkei zu übernehmen, wie illegal einreisende von Griechenland aus wieder in das Nachbarland zurückgeschickt werden. Das heißt, dass dafür 10.000 andere Asylbewerber in der EU aufgeteilt werden sollen.

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Schlussendlich ist es auf europäischer Ebene also völlig unerheblich, zumal diese Migranten früher oder später ohnehin nach Mitteleuropa ziehen werden. Dort gibt es genügend Länder die deutlich bessere wirtschaftliche Möglichkeiten und sozialstaatliche Angebote haben.

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