Russische Polizisten mit Polizeihunden. Bild: Flickr / Marco Verch CC BY 2.0

In den deutschen Medien wurde die harte Vorgehensweise der russischen Sicherheitskräfte gegen „Oppositionelle“ in Moskau scharf kritisiert. Doch wer steckt dahinter?

Von Marco Maier

Es ist allseits bekannt und kein Geheimnis, dass vor allem das US-Establishment seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion versucht, seine Marionetten in der Führung des russischen Staates unterzubringen. Ex-Präsident Boris Jelzin zum Beispiel war so ein Handlanger, der beinahe das ganze Land an den Westen verscherbelt hätte. Bis Wladimir Putin als sein Nachfolger diesem Treiben ein Ende setzte.

Dennoch geben die Strategen im Westen nicht auf. Nicht wenige der prominenten Oppositionspolitiker (wie z.B. Alexander Nawalny) stehen auf US-Gehaltslisten. Für die meisten Russen sind diese Politiker und Parteien gerade auch deshalb keine Alternative zur herrschenden Politik, auch wenn es so manche Kritik an der politischen Führung des Landes gibt. Vereinfacht gesagt: Sie wollen lieber korrupte Politiker die zumindest teilweise das Wohl des eigenen Landes im Sinn haben als vom Westen bezahlte/unterstützte Politiker, die schlussendlich den Niedergang des eigenen Landes vorantreiben.

Zudem ist es kein Geheimnnis, dass die US-Botschaft in Moskau von CIA-Leuten durchsetzt ist und auch diverse Regime-Change „NGOs“ wie das National Endowment for Democracy (NED), welches vom US-Außenministerium mitfinanziert wird ihre Finger im Spiel haben. Die Amerikaner (und teils auch die Europäer) mischen sich unentwegt in die russische Innenpolitik ein und unterstützen Proteste, während sie im selben Atemzug mögliche russische Interferenzen in der eigenen Innenpolitik verurteilen und sogar ohne Beweise dafür vorzulegen Sanktionen verhängen.

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Da fragt man sich: wie würden Washington, London oder Berlin darauf reagieren, wenn Russland oder China mehr oder weniger offen oppositionelle Parteien direkt Unterstützen würden, um so einen Regime-Change zu ihren Gunsten in diesen Ländern herbeizuführen?

Kein Wunder also, dass sich das russische Außenministerium wegen der Unterstützung der Proteste vom 3. August durch die US-Botschaft beschwert.

„Wie Sie wissen, kann im Internet nichts gelöscht werden. Bedingungslos werden wir alle Akten offiziell der US-Botschaft in Moskau und nicht nur der Botschaft vorlegen. Ich denke, dass die US-Führung sehr überrascht sein wird, wie ihre Diplomaten sich in die inneren Angelegenheiten Russlands einmischen“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, dem russischen Sender Rossiya 1 unter Hinweis auf die mehrfachen Forderungen der USA an Russland, sich nicht mehr in die US-Politik einzumischen.

Der Diplomatin zufolge war die US-Botschaft in Russland an den nicht genehmigten Kundgebungen beteiligt, die am 3. August in Moskau stattfanden. „Was die Spaziergänge am Samstag betrifft, war die Botschaft der Vereinigten Staaten am stärksten in diese Aktivität involviert“, sagte die Sprecherin weiter.

„Die US-Botschaft in Moskau hatte eine Route für diesen sogenannten Spaziergang veröffentlicht, der für Samstag geplant war“, erklärte sie. „Punkt für Punkt, Minute für Minute wurde die Reiseroute festgelegt: Wann beginnt sie, wann endet sie und so weiter und so fort“, fügte sie hinzu und merkte an, dass am Ende des Dokuments eine Aufforderung veröffentlicht wurde, der Aufforderung für die gegebene Route nicht zu folgen. „Soweit wir wissen, haben 90 Prozent dieser Informationen die Teilnehmer an der Veranstaltung angesprochen“, sagte Zakharova.

Sie wies darauf hin, dass einige Medien zusammen mit westlichen Diplomaten versuchten, sich in die inneren Angelegenheiten Russlands einzumischen. Sie nannte unter ihnen den deutschen staatlichen Nachrichtensender Deutsche Welle.

Zakharova nannte den Aufruf des Senders in russischer Sprache an die Moskauer, auf die Straße zu gehen, eine „phänomenale Gaffe“.

„Bedauerlicherweise müssen wir die deutsche Seite – außerdem ist der Sender staatlich finanziert – über unsere Bedenken und die praktischen Schritte informieren, die wir unternehmen werden“, schloss die Diplomatin.

Angesichts dieser Maßnahmen US-amerikanischer und deutscher Kräfte fragt man sich schon: steckt der Westen hinter den Moskauer Protesten?

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6 KOMMENTARE

      • „Deutsche Welle wird von der Bundesregierung finanziert“
        Sagt ja dann wohl alles.
        Die Deutsche Fahne in den Wind schießen, aber Deutsche Inbegriffe benutzen, um
        die Leute, die hinter Tradition oder Deutschem Wertgut stehen, hinters Licht zu führen.
        Schande über Schande.

        • Während ARD, ZDF und Deutschlandradio „öffentlich-rechtlich“ sind, also über Mittelsmänner agiere, ist die DW direkt staatlich. Man könnte sagen, das Propagandasprachrohr Berlins.

  1. Russischen Einfluss ?
    Die USA haben in mindestens 172 Ländern dieser Welt 240.000 Soldaten stationiert und üben Druck und Gewalt aus. Das größte und wichtigste Kriegsdrehkreuz der Welt befindet sich mitten in Deutschland – in Ramstein/Rheinland-Pfalz. Das ist schon Jahrzehnte Amerikas bewährte Methode, Unruhe und Kriege anzustiften.
    Und…..: 40 000 Tote durch Schusswaffen pro Jahr in den USA. Und dieser Staat predigt der Welt Moral?

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