Die Fregatte Mecklenburg-Vorpommern der deutschen Marine. Bild: Wikimedia CC BY-SA 3.0

Für den Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels ist die deutsche Marine nicht groß genug. Er fordert mehr Kriegsschiffe, weil die Sollpläne nicht erfüllt werden.

Von Michael Steiner

Der sozialdemokratische Wehrbeauftragte fordert angesichts der Diskussionen um den Schutz des Seewege im Persischen Golf eine Aufrüstung der deutschen Marine. Gegenüber den „Funke“-Zeitungen beklagt er sich, dass die Marine noch nie „kleiner als jetzt“ gewesen sei.

Zwar sei die deutsche Marine auf dem Papier nie abgerüstet worden, doch sie „sollte imm 15 Fregatten haben.“ Allerdings sei man „im Moment weit davon entfernt“. So hat die Marine derzeit zehn Fregatten, wobei allerdings die zwei Schiffe der Bremen-Klasse bis 2021 außer Dienst gestellt und durch vier Fregatten der Baden-Württemberg-Klasse ersetzt werden sollen.

Zudem besitzt die deutsche Marine auch noch fünf Korvetten, sechs U-Boote (wovon kürzlich keines einsatzbereit war), zwölf Minenabwehrfahrzeuge und 23 Hilfsschiffe. Auch zehn Flugzeuge und 43 Hubschrauber gehören zur militärischen Ausrüstung der kleinsten deutschen Teilstreitkraft.

Loading...

Zwar ist die deutsche Marine in der Lage, bei internationalen Missionen militärische Unterstützung zu liefern, doch größere Operationen kann sie alleine nicht durchführen. Eine mögliche EU-Mission im Persischen Golf könnte sie nicht anführen, da es an entsprechend einsatzfähigem Material fehlt.

Loading...

1 KOMMENTAR

  1. Früher hatte die Marine hölzerne Fregatten und eiserne Matrosen. Heute hat die Marine eiserne Fregatten und hölzerne Matrosen.
    Daran ändert sich nichts, auch wenn man noch mehr Fregatten baut, denn das Stoßgebet von Seeleuten der christlichen Seefahrt lautet noch immer – „Gott schütze uns vor Sturm und Wind, und deutsche Marinesoldaten, die im Ausland am navigieren sind.“

    Womit will der Bartels seine Spinnereien bezahlen? Der Kaiser hatte für den Bau seiner Marine die Sektsteuer eingeführt. Die kaiserliche Flotte wurde sang und klanglos versenkt, aber die Sektsteuer gibt es heute immer noch. Weil die nun anderweitig versickert, schlage ich eine Softdrinksteuer vor – gerade passend für neu erwachtes Heldentum.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here