Bild: Flickr / faungg's photo CC BY-ND 2.0

Die chinesische Zentralbank hat die eigene Währung abwerten lassen. Dies führt nun zu einer Eskalation des Handelskriegs mit den USA.

Von Redaktion

Das Versprechen von US-Präsident Donald Trump, neue Zölle auf chinesische Waren zu erheben, zeigt seine Wirkung an der Wall Street. Bei einer Awertung des chinesischen Yuan fiel der Referenzindex S&P 500 am Montag um rund 3 Prozent.

„Ich denke, es ist China, das signalisiert, dass sie … effektiv genug haben. Und 7 war schon immer irgendwie psychologisch wichtig, ich weiß nicht, dass es wirtschaftlich alles so wichtig ist, aber psychologisch war das die Grenze im Sand“, sagte Oliver Pursche, Chefstratege von Bruderman Asset Management. „Und sie lassen das los und lassen zu, dass der Yuan unter diese Zahl fällt. Ich denke, Signale an die Welt, Signale an Präsident Trump: ‚Hey, wir haben genug und wir werden unsere eigenen Hebel benutzen.'“

„Die USA zerstören die internationale Ordnung“

Der rasch eskalierende Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt folgte der Behauptung Washingtons, Peking sei ein „Währungsmanipulator“. Es ist davon auszugehen, dass die Amerikaner nun ihre Gangart weiter verschärfen.

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„Die unmittelbaren Auswirkungen sind begrenzt, da es sich in der Regel um einen langen Prozess handelt. Das Finanzministerium wird spezielle Gespräche mit China führen, und die USA werden möglicherweise mit dem IWF Rücksprache halten, sodass der IWF auch Teil des Bildes sein wird“, sagte Tommy Xie, Leiter der Forschung im Großraum China bei der OCBC Bank in Singapur.

Laut der chinesischen Volkszeitung zerstören die Vereinigten Staaten „absichtlich die internationale Ordnung“.

Aktienmärkte unter Druck

Die Aktienmärkte wurden heruntergedrückt, nachdem das US-Finanzministerium am Montag bekannt gegeben hatte, dass es zum ersten Mal seit 1994 festgestellt hatte, dass China seine Währung manipuliert.

Die Führung in Peking gab zuvor bekannt, dass es dem Yuan zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt erlaubt, das wichtige Niveau von sieben Yuan pro US-Dollar zu durchbrechen.

Dies geschah, nachdem Washington Anfang nächsten Monats damit gedroht hatte, mehr Zölle auf chinesische Waren zu erheben, nachdem US-Präsident Donald Trump China unablässig kritisiert hatte.

Doch um die höheren Zölle einigermaßen kompensieren zu können, bleibt der chinesischen Zentralbank nicht mehr viel übrig als die eigene Währung abzuwerten. So fallen die Verteuerungen für die US-Konsumenten nicht mehr so stark aus und die chinesischen Produkte bleiben konkurrenzfähiger.

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1 KOMMENTAR

  1. Die staatliche Abwertung ist nichts anderes als der verzweifelte Versuch die einbrechenden Exporte Richtung USA auszugleichen und es wird nicht viel bringen, denn es gibt zuviele Hungerleider auf der Welt, die gerne im großen Handelsgeschäft mitmischen würden und gerne etwas vom großen Kuchen abhaben möchten, zulasten ihrer gelben Brüder, das sich selbst als Reich der Mitte sieht und dennoch gegen den Westen keine Chance hat, weil sie nun durch diesen Präsidenten in ihren Handlungen gestört werden und sie extrem exportlastig sind, genauso wie die Deutschen und das wird bei einem Boykott immer zur Gretchenfrage, ob es nun paßt oder nicht, die Welt ist groß, sie können ja gerne woanders hin verkaufen und wenn die noch bezahlen können ist es ja in Ordnung, derzeit haben die Amis den Joker in der Hand und das wissen sie und wenn deren Massen erst einmal nach Hause geschickt werden, mangels Aufträgen, dann gute Nacht, das wird nicht freudvoll enden.

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