Der Chef der italienischen Lega, Matteo Salvini - Bild: Flickr /European Parliament CC BY-NC-ND 2.0

Die „Achse Paris-Berlin“ könnte mit ihrer Haltung zur Migration dazu beitragen, die EU kollabieren zu lassen, warnt Italiens Regierung. Rom fordert Änderungen ein.

Von Marco Maier

Guiseppe Conte, der italienische Premierminister, warnte davor, dass die Europäische Union einen Kollaps riskiert, wenn man keine gemeinsame Grundlage hinsichtlich der Massenmigration finde. Rom versucht sich mittlerweile als Gegenpol zu den Pro-Migrations-Regierungen zu präsentieren, die vor allem in West- und Nordeuropa dominieren.

„Wenn wir weiterhin ohne gemeinsamen Weg stehen bleiben, riskieren wir, das europäische Gebäude niederzureißen“, sagte Conte auf einer Pressekonferenz über ein kürzlich in Rom stattgefundenes Treffen mit dem EU-Kommissar für Inneres, Dimitris Avramopoulos. „Wir haben Avramopoulos präsentiert, was Italien bisher getan hat“, sagte Conte und fügte hinzu: „Wir bringen einen Richtungswechsel, der Früchte trägt.“

Conte sprach über die Bemühungen Italiens, die Massenmigration einzudämmen, und sagte: Italien sei allein gelassen worden und werde nun alleine zurechtkommen. Wir haben nicht mit Avramopoulos über eine Seeblockade gesprochen, aber wir haben über Instrumente zur Verteidigung der Grenzen gesprochen, was ein sehr wichtiges Thema für die Steuerung von (Migranten-)Flüssen ist. “

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Avramopoulos traf auch mit dem stellvertretenden italienischen Ministerpräsidenten und Innenminister Matteo Salvini zusammen, der die harte Haltung des Landes gegen von NGO betriebene Migrantentransportschiffe über das Mittelmeer zu den italienischen Häfen führte.

Salvini, der mit dem Tg2-Bulletin von RAI sprach, attackierte Frankreich und Deutschland, diese hätten die „Gesetzgebung diktiert“ und fügte hinzu, dass er und seine Verbündeten in anderen EU-Ländern „Europa verändern, nicht zerstören wollen“, berichtet Bloomberg.

„Frankreich und Deutschland haben seit vielen Jahren in Europa Gesetze erlassen“, sagte Salvini und fügte hinzu: „Alles wurde auf der Achse Paris-Berlin gemacht.“ Und weiter: „Ich versuche, ein Bündnis zu schaffen, das sich auf Arbeitsplätze und Familien konzentriert“, erklärte Salvini. „In Italien haben wir bessere Ergebnisse erzielt als die Regierungen von Mario Monti und Matteo Renzi. In Europa werden wir es besser machen als Juncker und Schulz.“

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5 KOMMENTARE

  1. „Ich versuche, ein Bündnis zu schaffen, das sich auf Arbeitsplätze und Familien konzentriert“ – Un so sollte es überall sein. Portugal hat sich nicht auf die Zwangsraute eingelassen und siehe da, das Land blüht auf. Schafft diese Diktatur BRiD-EU ab!!!
    Europa der Vaterländer und keine Gabale der Eliten! 100 Jahre sind vorbei!

  2. Hoffentlich verfährt die junge Generation nicht so sexverludert wie die 68er.
    Alles wird gefurcht ohne Qualitätsabstufung.
    Wenn`s unten einschlägt, schaltet`s oben bekanntlich aus.
    Bei den 68er – leider ein blackout über ein halbes Jahrhundert.
    Deren Bilanz in jeder Hinsicht – vernichtend bis zum geht nicht mehr.

  3. Das heißt im Klartext: Her mit neuem frisch geschöpftem Geld von der EZB. So wie damals, als 4 Toskanische Banken pleite gingen. Darunter die „banca monte dei paschi di siena“. Damals haben wir 10.000 Neger von der Libyschen Küste innerhalb von vier Tagen importiert. Jetzt kommen sie von Deutschen Schlepperschiffen, und die nächsten Banken kollabieren bald.

  4. Früher war es Berlin-Rom und heute nur dem Schein nach Berlin-Paris und die wahren Gegner dieser neuen Achse sind alle Staaten, die von der Zuwanderung die Nase voll haben oder sie erst garnicht zulassen und das „doppelte Lottchen“ aus Spreeathen und dem neuen Versailles sollten aufpassen, daß sie sich nicht übernehmen, denn sie haben ja gesehen wo es vor 77 Jahren hinführte, da wurde dann auch plötzlich der Krieg erklärt, weil sich andere bedroht fühlten und das gleiche kann wieder kommen, unter anderer Voraussetzung und über neue Allianzen, möglich ist vieles und Hilfe kommt schon deshalb, weil man ja gerne daran verdienen möchte, wer dann ins Gras beißt ist eine andere Sache, vermutlich wieder die Deutschen, denn die haben das seltene Talent sich in die Nesseln zu setzen und die anderen steigen dann wie immer oben drauf und wir zahlen dann die nächsten hundert Jahre weiter, denn man hat sich ja daran gewöhnt und selbsständig will man ja auch nicht mehr sein und wenn es sein muß im Tandem mit dem früheren Erzfeind, was soll`s.

  5. Diese sog „Achse Berlin-Paris“ wird sich als Schlitten erweisen, ein Schlitten ohne Bremsen auf stark abschüssiger Bahn. Wobei die aufgezwungene Partnerschaft eher einer Ehe im verflixten 7.Ehejahr gleicht, ein Partner (bereits im Klimakterium), der (die) seit Jahren lediglich von den mit ihm(ihr) verbandelten Medien an der Macht gehalten werden kann , der andere (mit Mutterkomplex) ohnmächtig dem Verfall seines Landes zusehen muss.

    Ich finde, die Warnung von Salvini zudem nicht angebracht, da die Gefahren des Scheiterns im eigenen Land erheblich sind. Die Italienischen Banken mogeln sich mit aufgehübschten Bilanzen durch die Crash-Tests, ein wackeliger Haushalt , hohe Arbeitslosigkeit, die Korruption bleibt ungezügelt. Insgesamt ist die Situation in den 3 „führenden“ Volkswirtschaften der EU desolat , die Europäer in den anderen EU-Staaten sollten sich zusammentun, damit der Kontinent nicht vollends aufgegeben werden muss, sollte der zu erwartende Ansturm von Migranten/Asylanten/Flüchtlingen/Glücksrittern………………..erfolgen.

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