Bundeswehr-Soldaten. Bild: Flickr / Dirk Vorderstraße CC BY 2.0

Immer mehr Minderjährige gehen zur Bundeswehr. Weil sich ohnehin zu wenig Kanonenfutter findet, nimmt man eben auch verstärkt Kinder auf.

Von Michael Steiner

Die Bundeswehr avanciert langsam aber sicher zu einer Armee der Kindersoldaten. Denn laut der Unicef werden alle Soldaten unter 18 Jahren so definiert. Für ein Land, welches sich öffentlich stets für „hohe ethische Ideale“ einsetzen will, ist das eine Blamage.

Seit der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 hat die Bundeswehr jedes Jahr mehr junge Männer und Frauen rekrutiert, die bei Ausbildungsbeginn noch nicht volljährig waren. Hatten sich 2011 erst 689 Minderjährige als freiwillig Wehrdienstleistende oder als Zeitsoldat verpflichtet, waren es 2017 bereits 2.126. Der Anteil der Minderjährigen pro Ausbildungsjahrgang stieg seit 2011 kontinuierlich von 4,7 auf nunmehr 9,1 Prozent an. Seit 2011 sind der Truppe insgesamt über 10.000 Minderjährige beigetreten.

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Deutschland hatte im Jahr 2004 das Fakultativprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet, das die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten betrifft. Danach gilt für die Streitkräfte eigentlich ein Mindestalter von 18 Jahren. Die Bundeswehr macht allerdings wie einige andere Vertragsstaaten von der Ausnahmeregelung Gebrauch, auch schon 17-jährige Freiwillige zu Ausbildungszwecken zu rekrutieren - wenn die Eltern zustimmen.

Man fragt sich, was man im Bundesverteidigungsministerium bezweckt. Kinder, Transvestiten, Schwangere, Migranten… was soll das für eine „bunte Truppe“ werden?

1 KOMMENTAR

  1. Aber A.H. in der entscheidensten Schlacht um Deutschland das vorwerfen, wofür es heute nicht die geringste Notwendigkeit einer Rekrutierung gibt.
    Wer wird denn solchen Politjongleuren heute noch etwas abnehmen bei dem, wofür sie sich her geben?

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