US-Army: Zurück zu schweren Kalibern für den Krieg gegen Russland und China

Angesichts des drohenden Krieges mit Russland und China will die US-Army wieder größere Waffen haben. Die Kontrahenten haben deutlich effektivere Waffensysteme, was im Pentagon Besorgnis auslöst.

Von Marco Maier

Ein ausführlicher Bericht der Army Times in dieser Woche erklärt, warum die Armee nach jahrelanger Vernachlässigung während des „Krieges gegen den Terror“ „wieder zu ihren großen Waffen zurückkehrt, während sie sich auf den Nahkampf vorbereitet“. Die Prioritäten des US-Militärs haben sich wieder verschoben.

Seit dem 11. September und den US-Invasionen im Irak und in Afghanistan hat der Aufstandsbekämpfungs-Krieg im Mittelpunkt gestanden und die Bereitschaft und Taktik des US-Militärs vorangetrieben. Dies bedeutet, dass das, was die Armee seit dem Zweiten Weltkrieg und während des Kalten Krieges stark machte – Feldartillerie oder „die großen Geschütze“ wie große Reihen von Haubitzen entlang einer konventionellen Front – in den Hintergrund rückten, während gezielte Aufstandsbekämpfungseinsätze innerhalb von ihnen versuchten und zerstörten ein unregelmäßiges Schlachtfeld gewann an Bedeutung.

So erklärt die Army Times: „Nach fast zwei Jahrzehnten Aufstandsbekämpfung haben die Artillerie und die Raketen der Armee – einst der Kern des Landkriegs der modernen Armee – an Quantität, Qualität und Arbeitskraft verloren.“ Aber jetzt, mit einem zunehmenden Fokus auf die „Bedrohungen durch Russland und China“ in den letzten zwei Jahren, betont die Armee wieder die Rückkehr ihren alten Fähigkeiten. In den Worten der Army Times: Das bringt die Feuergemeinschaft von der Artillerie über die Raketen bis zur Luftverteidigung zurück an die Spitze dessen, was eine Einheit effektiv und tödlich macht.

Die Armeeführung begann, ihre schwindenden Fähigkeiten in einem Gebiet zu erkennen, das einst ein Kerngebiet der Schlachtfeldbereitschaft war, nachdem Militärstudien gezeigt hatten, dass russische Kanonen die amerikanischen Geschütze in Reichweite weit übertroffen haben. Die RAND Corporation zum Beispiel hat festgestellt, dass „russische Kanonen 50 Prozent bis 100 Prozent größere Reichweite als aktuelle US-Kanonen haben“. Die Armee drängt nun dazu, die Reichweite ihrer Gegner zu überschreiten und ihr geschwächtes „Feuer“-Offizierkorps zurück zu ausreichender Stärke zurückzuführen.

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Im Bericht der Army Times heißt es: „Um dies zu erreichen, hat sich die Armee auf drei Ebenen konzentriert, von der Modernisierung alter Artilleriegeschütze bis zum Austauschen ihres Raketensystems, um die Distanz zu verdoppeln und der Armee einen Weg zu geben Boden-Boden-Raketen bis zu Entfernungen von 1.400 Meilen (ca. 2.250 Kilometer) zu ermöglichen.“

Dazu gehört auch die Aufrüstung der taktischen Raketensysteme der US-Schlachtfelder, die laut dem Bericht auch hinter den russischen Fähigkeiten stehen, und dass „die Stärke der Feuerkraft in der Raketengemeinschaft noch etwa halb so groß ist wie während des Kalten Krieges“. Als Beispiel nennt The Army Times, dass „Russland jetzt die Vereingten Staaten geschlagen hat. Seine SS-26 Iskander-Rakete kann bis zu 310 Meilen (500 Kilometer) Höhe erreichen. Das übersteigt das Army Tactical Missile System oder ATCAMS, das auf 186 Meilen (300 Kilometer) geht.“

Und in Bezug auf Langstreckenraketensysteme veröffentlichte Russland in den Nachrichten über den Sommer immer wieder eine Reihe von Videos, welche die neuen „Hyperschallwaffen“ lobten, und nachdem US-Generäle gewarnt hatten, sei China auch auf dem Weg, Hyperschallwaffen mit „unbegrenzter Reichweite“ einzusetzen. Die Armee versucht weiterhin, zwei verwandte Programme zu starten, um Schritt zu halten.

Da Russland auf der Weltbühne erneut als „Bedrohung“ der Supermacht gilt und einige Wissenschaftler behauptet haben, der Westen habe in den letzten Jahren einen unnötigen und vermeidbaren „neuen Kalten Krieg“ initiiert, versucht die US-Armee, ihre Fähigkeiten auf dem Höhepunkt wiederherzustellen von der Zeit des Höhepunkts des Kalten Krieges, wo die Artillerie und taktischen Raketen die klare Oberhand entlang einer konventionellen Front behalten konnten.

Doch was ist mit den neuen „elektromagnetischen Raketen“ der Chinesen? Auch darauf werden die Amerikaner eine Antwort finden müssen, wenn sie das Reich der Mitte tatsächlich einmal in einem Krieg schlagen wollen. Ansonsten werden die USA irgendwann einmal zwischen Russland und China aufgeteilt.

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3 Kommentare

  1. Das ist doch krank!! Sie müssen Gestoppt werden!! Operation ALTITUDE is going to the next level. GIVE PEACE A CHANCE!!!!!!!!! UNITED CITIZEN OF THE WORLD!!! I WANT SEEIN‘ BILLIONS OF PEOPLES TROGHT THE STREETS!!!!!!!! STOP WAR INMETIADLY!

  2. Die „Rückkehr zu schweren Kalibern“ bietet den im Kriegsfalle auch die Möglichkeit „angereicherte Munition“ zu verschießen. Seit dem Jugoslawien-Krieg ist solche Uranmunition fortgesetzt zum Einsatz gekommen, mit durchschlagender und „nachhaltiger“ Wirkung wie sich gezeigt hat. Diese perfiden Schweinereien sind leider von den Medien nur allzu selten und nur am Rande aufgegriffen worden. Anzunehmen, dass im Falle eines möglichen Krieges gegen Russland Uranmunition wiederum zum Einsatz kommt, halte ich nicht für abwegig. Unsere transatlantischen Freunde haben die zurückliegenden Jahre genutzt, reichlich Kriesggerät für einen diesbezüglichen Einsatz Richtung Osteuropa zu transportieren.
    P.S. Das Bild zeigt uns aber kein „schweres Kaliber“, eher schwere Flak.

  3. Die USA werden das nicht überleben. So oder so nicht. Mit einer vergreisenden
    Bevölkerung und dem Zuwachs farbiger Bevölkerungsteile ist die USA bald ein
    Stück Geschichte der Degeneration, zum Glück ! Die US army bringt nur schädliche
    Systeme und Puppenregime hervor, die sie dann als Satelitten unterhalten. Aber
    geht es wirklich nur um US Imperialismus ? Nein, mit Sicherheit nicht. Eher geht
    es darum das IMF , EZB, FED System über der ganzen Welt zu verbreiten um die
    Regierungen abhängig zu halten. Amerika hat die Sklaverei nie abgeschafft sondern
    nur transformiert. Wenn Jemand für ein niedriges Gehalt sein Leben lang arbeiten
    muß, seine Kinder auch nie jemals studieren oder aufsteigen können ohne der
    politischen Kaste anzugehören, sollen die doch ruhig sein über den Bolshevismus
    der zwar nicht anders ist aber sich auch nicht unterscheidet vom westlichen System
    in der alles von der Freimaurerei bestimmt ist. Es ist egal welche Waffe die USA
    hervorbringen wird, sie werden nicht mehr überleben aufgrund der Demographie,
    ihrer Wirtschaftspolitik und der Ausdünnung qualitativer Bevölkerungsanteile in
    endlosen Kriegen und inneren Spannungen. Die USA wird letztenendes das Schicksal
    Österreichs erfahren, nur 10x schlimmer und blutiger. Welche Waffen dann noch
    vorhanden sind ist nur noch zweitrangig.

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