Wolfgang Bosbach. Bild: CDU/CSU-Bundestagsfraktion/Steven Rösler

Wolfgang Bosbach fordert dazu auf, die Probleme als Resultat der Migrationspolitik auch ansprechen zu dürfen, ohne dafür ich die rechte Ecke gestellt zu werden. Gerade auch in Bezug auf die innere Sicherheit.

Von Redaktion

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach fordert dazu auf, die Probleme infolge der bisherigen Migrationspolitik seit dem September 2015 nicht zu ignorieren. „Dazu gehört auch die bittere Erkenntnis, dass sich die Sicherheitslage unseres Landes verändert hat“, schreibt er in einem Gastbeitrag für das Nachrichtenportal T-Online.

Wer das jedoch ausspreche, werde reflexartig in die rechte Ecke gestellt. „Die allermeisten gehören nicht in die rechte Ecke“, schreibt Bosbach. Aber sie wollten besser geschützt werden, ganz gleich aus welcher Richtung sie von Gewalt bedroht würden. „Wenn man sie trotzdem in diese Ecke stellt, dann darf man sich nicht wundern, dass sich viele auch so verhalten.“ Das sei eine der Lehren aus den gewalttätigen Ereignissen in Chemnitz.

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Dennoch sei Gewalt in einer Demokratie kein Mittel der politischen Auseinandersetzung. „So wichtig das Recht auf Demonstrationsfreiheit ist - es legitimiert unter keinem einzigen Gesichtspunkt die Ausübung von Gewalt“, schreibt Bosbach. Jeder der in Deutschland lebe, ganz gleich ob auf Dauer oder auf Zeit, müsse sicher sein vor Gewalt, Anfeindungen und Diskriminierungen aller Art.

Bosbach wendet sich zudem dagegen, alle Sachsen unter Generalverdacht zu stellen. „Es gibt ihn nicht, den typischen Sachsen, der mit rechter Schlagseite nur allzu schnell bereit ist, sich dem braunen Mob anzuschließen, um Jagd auf Migranten zu machen“, schreibt Bosbach. „Es gibt auch in Sachsen in der Flüchtlingsarbeit ein enormes ehrenamtliches Engagement.“

3 KOMMENTARE

  1. Da hat er wohl recht. Allerdings, ganz von alleine kommt die ganz schiefe Sache nicht wieder in’s Lot. Jedes ausgelenkte Pendel schlägt mal zurück, und damit über die Normallage hinaus. Höchste Zeit, dass die Verursacher und Versager in Regierung und Parlament zurück treten, oder zurück getreten werden! Danach vor ein Volkstribunal.

  2. Wolfgang Bosbach, immer korrekt gekleidet, tadellos rasiert, konventioneller Haarschnitt mit exaktem Scheitel, einer unscheinbaren, neutralen Brille, einer guten Körperhaltung, im Wort und in der Gestik mehr zurückhaltend, sachlich.

    Und da kommt Kritik von ihm, mit leiser Stimme, scheinbar konstruktiv - doch es ist eine harmlose Endlosschleife.

    Wenn man Politik als ein Rollenspiel ansieht, dann ist er für die Einlullung der Kritiker und berechtigten Bedenkenträger verantwortlich. Also was die Sarah Wagenknecht für die LINKEN mit „Aufstehen“ ist, macht Wolfgang Bosbach als „Guter Onkel“ der CDU in diversen Talk-Shows - absolute Volksverblödung.

    Und wenn er dann mal „Forderungen“ formuliert (wie im Artikel benannt), dann sind diese so butterweich, dass sie bei genauer Betrachtung schon von selbst zerfließen.

    Jeder Mensch sollte eine Selbstachtung haben. Ich habe eine und ich habe sie auch kundgetan. Ich hatte dadurch Nachteile, das wusste ich vorher und bin trotzdem ein glücklicher Mensch.

    Ob Wolfgang Bosbach, bei einer Selbstbetrachtung durch ihn selbst, ein glücklicher Mensch ist, das kann ich nicht beurteilen, aber Zweifel bleiben.

  3. Unverständlich, für was für einen Verein sich der her gibt.
    Rückgrat sieht aber anders aus.
    Wer Rückgrat hat, zieht Konsequenzen und läßt die Tür auf Nimmerwiedersehen ins Schloß fallen; er vergeigt seine Zeit aber nicht damit, für Witzfiguren den Paladiener zu spielen.

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