Venezuela: Kryptowährung Petro soll bald starten

Am 20. Februar soll der Vorverkauf der venezolanischen Kryptowährung Petro starten, so Präsident Maduro. Diese wird mit den Ölreserven des Landes abgesichert.

Von Marco Maier

In rund drei Wochen soll es so weit sein: Die mit den Erdölreserven des Landes abgedeckte venzolanische Kryptowährung Petro soll ab dem 20. Februar im Vorverkauf erhältlich sein. Dies sagte Präsident Nicholas Maduro während der Präsentation des Weißbuchs über die Funktionsweise der neuen Cyberwährung in der Hauptstadt Caracas. Angesichts des derzeit geplanten Volumens gilt dieser Schritt auch als ein Angriff auf den "Petrodollar".

Ziel der venezolanischen Führung ist es, mit Hilfe dieser Kryptowährung wieder Zugang zu den internationalen Finanzmärkten zu erlangen, sowie Devisen in die leeren Kassen gespült zu bekommen. Der Devisenmangel sorgt dafür, dass viele wichtige Güter – darunter auch Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs – nicht mehr importiert werden können.

Abgesichert werden soll der Petro mit den Ölreserven des Landes, die mit – nach eigenen Angaben – 267 Milliarden Barrel als die größten der Welt gelten. In einem ersten Schritt verpfändet Caracas jedoch erst einmal nur fünf Milliarden Barrel (knapp 800 Milliarden Liter) Öl zur Absicherung der Kryptowährung. Das wären bei den aktuellen Ölpreisen wohl so um die 300 Milliarden US-Dollar an Gegenwert.

Eine Mischung aus Misswirtschaft, Korruption, niedrigem Ölpreis, Wirtschaftssanktionen und Sabotage von Regierungsgegnern hat dazu geführt, dass Venezuela seit Jahren unter einer massiven Wirtschafts- und Versorgungskrise leidet. Die sture Haltung beider politischer Lager – also der linksgerichteten Regierung und der rechtsgerichteten Opposition – sorgt jedoch auch dafür, dass sich die ökonomische Lage nicht wirklich bessert.

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