Neues Duo bei der Atlantikbrücke möglich: Sigmar Gabriel und Norbert Röttgen

Gabriel bestätigt das Interesse der Atlantik-Brücke, hat sich aber noch nicht entschieden. Ischinger befürwortet den Wechsel des Vorsitzes zu Gabriel. Röttgen wird als Vizevorsitzender gehandelt.

Von Redaktion

Wie wir gestern schon berichteten, bestätigte nun der frühere Außenminister und Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel, dass ihm die Atlantik-Brücke das Amt des Vorsitzenden angeboten hat. Er machte allerdings deutlich, dass er sich noch nicht entschieden habe, ob er das Amt übernehmen wolle, sagt Gabriel dem „Tagesspiegel“.

„Ich fühle mich durch die Anfrage sehr geehrt, bitte aber um Verständnis dafür, dass es darüber erst einmal Gespräche geben wird“, sagte Gabriel der Zeitung. „Am Ende entscheidet ohnehin die Mitgliederversammlung der Atlantik-Brücke“, fügte der SPD-Politiker hinzu.

Grünes Licht auch von Ischinger

Wolfgang Ischinger, der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, unterstützt den möglichen Wechsel an der Spitze des Vereins Atlantik-Brücke vom CDU-Politiker Friedrich Merz zum früheren Außenminister Sigmar Gabriel. Der Verein, dessen Ziel die Pflege und Verbesserung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses ist, habe Merz enorm viel zu verdanken, sagte Ischinger, der Vorstandsmitglied der Atlantik-Brücke ist, der „Rheinischen Post“.

Persönlich fände er es ein gutes Signal, wenn nach Merz „eine weitere außenpolitisch und außenwirtschaftspolitisch besonders erfahrene Persönlichkeit wie Sigmar Gabriel – aus einem ganz anderen Teil des politischen Spektrums kommend“ – den Vorsitz übernehmen würde. Ischinger betonte aber, die Mitgliederversammlung des Vereins Atlantik-Brücke entscheide über den Vorsitz. „Dieser Entscheidung ist nicht vorzugreifen“, sagte Ischinger. Die Entscheidung soll im Sommer fallen.

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Röttgen als Vizepräsident

Als einer der möglichen Nachfolger für die Merz-Stellvertreter schlage der Vorstand den CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen vor. Der Vorstand will demnach über die Personalien formal Anfang Mai entscheiden. Anschließend müssten die Mitglieder der Atlantik-Brücke über die Vorschläge abstimmen.

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Röttgen selbst ist momentan sehr in Sorge um das deutsch-amerikanische Verhältnis. Röttgen zur „Rheinischen Post“: „Ich bin mir sicher: Das Alte im transatlantischen Verhältnis wird nie mehr wieder kommen. Wir werden nie wieder zum Status Quo ante wie bei Präsident Barack Obama zurückkommen, zu einer Partnerschaft, wie wir sie über Jahrzehnte geschätzt haben. Auch ein Nachfolger von Donald Trump wird sich sehr viel stärker um Innenpolitik kümmern müssen, als wir das bisher gewohnt waren.“Die gegenwärtige US-amerikanische Administration verstehe das transatlantische Verhältnis nicht im Sinne von Partnerschaft und Gemeinsamkeit.

Mit Norbert Röttgen als Vizepräsident der Atlantik-Brücke, wird sich in den transatlantischen Beziehungen, garantiert alles wieder zum Besseren wenden.

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2 Kommentare

  1. Ischinher, Merz, Röttgen, Gabriel;
    oh mein Gott.

    Bei mir zuhause liegen auch noch ein paar ausgediente Teppichvorleger auf der Diele rum, die der Abholung harren.

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