Premierminister Abe und Präsident Trump. Bild: Wikimedia / 内閣官房内閣広報室 CC BY 4.0

Donald Trump tingelt durch fünf asiatische Staaten. Doch dabei geht es nicht um Frieden oder Dimplomatie - vielmehr ist es eine reine Waffenverkaufsshow für die US-Rüstungsindustrie.

Von Marco Maier

Donald Trumps Vorgänger, Barack Obama, bastelte noch an einer "Achse nach Asien", welche dort vor Ort ein Bollwerk gegen China (und Russland) etablieren sollte, indem sich die Länder der Region in die Dienste der US-Finanzoligarchie spannen lassen. Doch der aktuelle US-Präsident hat andere Pläne: Waffen verkaufen. Amerikanische Waffen. Immerhin sollen sich die Asiaten ja gefälligst (wenn schon) mit US-Waffen gegenseitig niedermachen. So lange genügend Dollars fließen, ist das ja egal.

Deutlich wurde dies, als er bei einer Pressekonferenz mit Japans Premierminister Shinzo Abe auf ihn zeigte und sagte, dass dieser die nordkoreanischen Raketen "vom Himmel holen wird, wenn er den Kauf von Unmengen an Equipment von den Vereinigten Staaten komplettiert". Trump begründete dies damit, dass dies "uns eine Menge Jobs, und viel Sicherheit für Japan bringt". Mit Waffen und anderem Kriegsgerät "Made in America" soll das große Feuerwerk kommen.

Auch bei Trumps Besuch in Vietnam gab es militärische Angelegenheiten zu besprechen. Neben der Absicht, einer "vertieften Verteidigungskooperation" gab es einen Hamilton-Klasse Küstenwachen-Kutter als Geschenk. Man kann davon ausgehen, dass auch dort noch einige Waffendeals folgen werden. Immerhin sollten ja bei gemeinsamen Militärmanövern zwischen den früheren Feinden die Systeme kompatibel sein.

Auch zuvor schon kündigte Trump an, dass er Südkorea "erlauben" werde, sich mit US-Kriegsgerät einzudecken. Zudem darf man erwarten, dass auf den Asientrip des Präsidenten noch einige weitere Waffendeals geschlossen werden. Diese sind für den Freihandelsabkommen-Gegner Trump auch deutlich interessanter, genauso wie bilaterale Abkommen - unter anderem auch mit China, welches 300 Zivilflugzeuge von Boeing (und nicht vom europäischen Airbus-Konzern) kaufen wird.

Auf jeden Fall wurde angesichts der Asienreise Trumps deutlich, in welche Richtung das Ganze geht: Aufrüstung der "Partnerstaaten" um diese "Bauern" schlussendlich opfern zu können (wie auch Polen, die baltischen Staaten und die Ukraine im Falle eines Kriegs gegen Russland). Denn wie schon in den ersten beiden Weltkriegen sollen sich gefälligst zuerst die anderen Beteiligten abkämpfen, bevor die "glorreichen US-Soldaten" anmarschieren und die "Befreier" und "Helden" spielen zu können.

Unterstützen auch Sie die Medienvielfalt mit einer Spende. Vielen Dank!

12 KOMMENTARE

    • Nö, das macht er jetzt ausnahmsweise auch für die US-Wirtschaft !

      Das Land lebt zu 50% vom militärisch-industriellen Komplex. Dazu zählen alle Zulieferfirmen, die gesamte Nebenproduktion vom Zahnstocher über die Soldatenunterhosen des Militärs, bis hin zu allen Dienstleistungen von der Panzerwaschanlage bis zur Putzkolone im Pentagon.

      Ein gigantisch umfangreicher Komplex, der Aufträge braucht um zu laufen und Millionen von Bürgern den Broterwerb sichert. Sowas haste nicht über Nacht mal einfach so auf Weltfrieden umgetrimmt, sowas dauert Jahrzehnte, und das auch nur dann, wenn es von Amerikas Okkupanten erlaubt wird.

  1. Mensch, Maier mal wieder ein groasariger Artkel.Man weiss Zwar nix genaues, aber macht nix, denn es kommt auf diesem anti-USA Blog immer gut an.Also immer feste druff auf den beliebten Watschenmann, Donald Trump.

    Das ganze unredliche Schauspiel erinnert mich fatal an die ehwmalige SU.

     

  2. Man könnte es auch so ausdrücken:

    Den Waffendeal hat der im opf verwahrloste Kommunist, Kim, den Japanern sozusagen "anempfohlen!"

  3. @ Maier

    …Wie schon in den beiden ersten Weltkriegen….

    Mensch, Maier, scheint sich offensichtlich noch nicht zu Ihnen rundgesprochen zu habwn, dass die Amis überhaupt keine Lust hatten in den Krieg tu ziehen,

    Es waren zwei false flag aktionen (Lusitania und Pearl Harbor) nötig -und zwei korrupte, gekaufte Präsidenten- um die Amis in die Kiege zu nötigen,

  4. Wieder Tote nach Luftangriffen in Syrien: Damaskus wirft US-Koalition "neue blutige Massaker" vor

    Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad hat der US-geführten Koalition erneut wahllose Bombardements in Syrien vorgeworfen. Bei jüngsten Luftangriffen seien zahlreiche Zivilisten getötet und Infrastruktur des Landes in erheblichem Ausmaß zerstört worden.

    Syrien warf der, wie sie die USA und deren Verbündete nannte, "Schurkenkoalition“ vor, ihrer "Liste der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit […] neue blutige Massaker" hinzuzufügen.

    RT

     

  5. Auch Deutschland hat einen super Export. Ich suche seit 40 Jahren, welcher Prozentsatz davon an den Waffen und Munitions Export entfällt.

    Statt sich um die Moral eines Herrn Trump zu sorgen, könnte man doch mal im nahen Umfeld Zahlen nennen.

    • Ich geb dir mal ne Zahl.

      DE = Exportweltmeisr, nach 20 Jahren 0,00 Devisenüberschuss 

      China =  Exportweltmeister, nach 2 Jahren1 000 000 000 Devisenüberschuss

      Wenn du die kostenlos exportierten Waffen DE suchst, frag die Amis wo die geblieben sind.😎

      😊 Also ob es einen Unterschied zwischen Deutscher und US Elite gibt. Wieviele Globale Banken und Konzerne hat die Welt, Charlotte.

  6. Die VSA befinden sich in Südostasien in einer wahrhaft elenden Lage

     

    Als die VSA pompös ihre Hinwendung nach Asien verkündeten, war zu erwarten, daß China nun immerzu die Entschlossenheit und die Befähigung der VSA als Großmacht in Asien auf die Probe stellen würde. Wobei Gewinn und Gefahr hierbei sehr ungleich verteilt sind, da China durch sein Bündnis mit Rußland den Entscheidungskampf mit den VSA wohl schon heute mühelos gewinnen würde. Die VSA aber müssen hierbei jedes Mal ihre Verbündeten und Vasallen davon überzeugen, daß sie ihnen gegen China nicht nur beistehen werden, sondern auch, daß sie dies in dem Maße tun können und wollen, daß ein Angriff Chinas abgewehrt werden kann. Im andern Fall droht nämlich Staaten wie Korea oder Vietnam die Umwandlung in eine chinesische Provinz, zumal sich deren rechtlicher Status gegenüber China nicht allzu sehr von demjenigen Tibets unterscheidet. Ungefährlich sind diese gegenseitigen Demonstrationen indes nicht und leicht entsteht hier ein Krieg, besonders dann falls sich die VSA und China die Fehde ansagen.

     

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

     

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here