China ist einer der größten Halter von Dollar-Assets. Als Gegenmaßnahme zu Trumps Handelskrieg will Peking diese im großen Stil abstoßen.
Von Marco Maier
Donald Trump und Teile der US-Bundespolitik üben sich in einem Handelskrieg gegen China. Der wirtschaftliche Druck auf das Reich der Mitte soll weiter erhöht werden. Doch dort will man diese Maßnahmen Washingtons nicht einfach so hinnehmen, sondern mit Gegenmaßnahmen antworten.
So beschreibt das Sprachrohr der chinesischen Staatsführung, People's Daily, eine Reihe von möglichen Maßnahmen, mit denen Peking auf Trumps Handelskrieg reagieren könne und werde. Diese sind die Beschränkung von Importen aus den USA, die Reduktion von Exporten in die USA und die Abstoßung von Dollar-Assets werden als die "effektivsten Gegenmaßnahmen" bezeichnet. Wenn dies so mitgeteilt wird, darf man davon ausgehen, dass Peking durchaus schon entsprechende Planungen durchgeführt hat.
Anngesichts dessen, dass die Volksrepublik einer der größten Halter von US-Papieren - also einer der größten Gläubiger der Vereinigten Staaten - ist, könnte diese Maßnahme alleine schon dazu führen, dass der US-Dollar massiv unter Druck gerät - und mit ihm auch die US-Regierung. Immerhin geht es hierbei um zig Milliarden Dollar, die in recht kurzer Zeit in die Finanzmärkte strömen könnten. Dies kann nicht folgenlos bleiben.









Schickt sie in die Pleite… Mein Traum würde wahr werden :))))
schon klar, da freut sich der Kommunist oder Allahist, wenn der Westen abkackt !
Wenn ich mit einer Kreisäge arbeite muss ich aufpassen damit ich mir nicht ins eigene Fleisch schneide ( alte Handwerkerregel )
Ich kann zu diesem Thema nur "Crash Proof" von Peter Schiff empfehlen. Er sagt das alle Dollar Schulden irgendwann nach Hause kommen und sich rächen werden ("dollars will come home to roost"). Warum die US noch nicht Pleite sind wie Griechenland liegt daran, dass der US Dollar Weltreservewährung ist und es immer noch genügend Ausländer gibt, die ihr Geld in Dollar-Anleihen anlegen. Das Dollar-System wird nur noch über die feste Fixierung des Yuan-Dollar aufrechterhalten. D.h. wenn die Chinesen ihr Währung frei "floaten" lassen sind die Amerikaner erledigt. Denn zum total Wirtschafteinbruch, kommt dann noch dass der Chinese alles kaufen wird, was er noch für "Dollar" bekommt. Das nennt sich dann "Stagflation".
@Chris
Du hast es, im ersten Teil Deines Kommentars, richtig geschildert. Der Dollar würde an Wert verlieren (Inflation).
Damit sinkt die Nachfrage nach Produkten/Dienstleistungen auf Dollarbasis.
Die entsprechende Produktion/Erzeugung geht zurück.
Es entsteht eine Stagnation.
Da es aber parallel immer noch ein Überangebot an Dollar gibt, verbinden sich beide Elemente zur Stagflation und das mit ganz katastrophalen Konsequenzen.
Die Arbeitslosenzahlen würden drastisch steigen, die Sozialausgaben sich erhöhen. Da der Dollar praktisch weltweit noch dominant ist, hätten wir die "schönste" Weltwirtschaftskrise.
Praktisch würde das bedeuten, dass den Chinesen auch zahlreiche Absatzmärkze für längere Zeit einbrechen würden und so selbst innländisch Probleme erhalten würden.
Ne, genau im Gegenteil. Wenn China die Anleihne verkauft, sinkt der Wert des USD und steigt der des CNY - womit US-Produkte attraktiver würden und chinesische Produkte unattraktiver.
Da China aber weniger als 6% der US-Staatsanleihen hält, würde da ohnehin nicht viel passieren.
@tm
Den zweiten Absatz Deines Kommentars (ohne Prüfung der Prozentzahl) kann ich erstmal so unterstreichen.
Wobei die von dir benannte Zahl von 6% Prozent trotzdem schon sehr hoch ist, da sich diese Streuung (freiwillig oder unfreiwillig) über den gesamten Globus ausdehnt.
Zudem besitzt China natürlich die strategischen und damit last not least operativen Fähigkeiten und Kompetenzen auf diesem Feld wirkungsvoll zu operieren.
Was Du in Deiner Kurzbetrachtung vernachlässigst hast sind die Folgerektionen relevanter weiterer Staaten.
Das nur auf eine Beziehung von Dollar und Yuan und umgekehrt zu beziehen, ist erheblich zu kurz gesprungen.
@Chris
so einfach ist es eben nicht, China kann die 4 + Bill.$ Reserven niemals in eigene Währung umtauschen, das chinesische Bankensystem ist ebenso marode wie das Westliche und damit sie dollars in Yuan umtauschen können, müsten sie zuerst den entsprechenden yuan Betrag "drucken" sprich monetisieren und das würde eine Hyperinflation in China auslösen. Es gibt nur eine Möglichkeit den Dollar zu schädigen, und zwar ihre Dollarpositionen langsam abbauen und für den Erlös Gold kaufen, und das tun sie schon seit Jahren, man muss nämlich den Frosch langsam kochen.
Da die Finanzmärkte aber in Bruchteilen einer Sekunde reagieren können (theoretisch) ist die Anwendung so doch zweifelhaft.
Die eine Wirkung gegenüber den USA wäre zwar da, aber die Chinesen würden ebenfalls erhebliche Verluste einfahren. Eher glaubhaft wäre ein sukzessiver Abbau. Die Wirkung auf den Dollar wäre ähnlich, da die USA gegensteuern müssten, der Verlust für die Chinesen aber geringer.
Die Hauptprobleme würden so weiter auf der USA-Seite bestehen.
Einen Totalcrash könnten die Chinesen, nach meiner Meinung zwar erzeugen - das ist auch ein schönes Droh-Argument - sie würden bei ihren derzeitigen Beständen und ihrer augenblicklich etwas gedämpften Konjunktur aber sich selbst erhebliche Probleme aufhalsen.
Mich wunderts immer wieder, dass man nicht einsieht, dass man das Kapital nicht regieren lassen kann. Ähnlich wie hier in Deutschland -, die Politik hat nichts mehr zu sagen, und deshalb funktioniert auch nichts mehr. Und die Kriege sind dann das letzte Mittel. Die Tiere werden überleben, weil es keine Arschlöcher sind.
Wenn die Chinesen so vorgehen, können wir uns langsam auf den grossen Krieg in Europa vorbereiten. Das machen die Amis immer so, wenn es ihnen an den Kragen geht. Und wer weiss dies besser , als die Deutschen.
Wie in der Vergangenheit würde wohl Belgien wieder alle US-Staatsanleihen aufkaufen, die die VR abstoßen würde, doch dies wird kaum geschehen, da damit enorme Verluste einhergehen würden. Vorläufig bleibt der Dollar als inoffizielle Weltwährung wohl erhalten, denn nicht nur als Petro-Dollar bleibt er unerlässlich, sondern er genießt auch weiter das Vertrauen der US-Rivalen, die ihre Beute vorzugsweise in Dollar-Titeln an den westlichen Finanzmärkten anlegen - seien es russische Oligarchen oder chinesische Spitzenfunktionäre und Unternehmer.
Belgien hat in Spitzenzeiten lächerliche 381 Mrd. USD an US-Staatsanleihen gehalten. Allerdings wohl kaum der belgische Staat, sondern eher europäische "Steuervemeider", die die Steueroase Belgien nutzen.
China hält ganze 5,8% der ausstehenden US-Staatsanleihen. Wenn China diesne Bestand abbauen wollen würde, müsste China einfach gar nichts machen, denn laufend werden Anleihen getilgt. Der Effekt wäre aber lediglich eine leichte Aufwertung des CNY, was schlecht für China, aber gut für die USA und Europa wäre. Es wäre geradezu ein Traum die US-Wirtschaft. wenn China endlich aufhören würde, den Wechselkurs zu manipulieren.
Wenn ich am Klo bin und meine Klopapierrolle ansehe freue ich mich weil ich reich bin, soooo viele Dollars und in jeden Supermarkt bekommt man sie nach geschmissen 🙂 War das jetzt böse ?