Kurdenfrage: Nahost-Experte Neumann erwartet größere Konflikte

Politikwissenschaftler Neumann erwartet größere Konflikte um die Kurdenfrage. Er hat Verständnis für Erdogans Bedenken, denn der Westen rüstet die PKK auf.

Von Redaktion

Auch nach einem Sieg über den "Islamischen Staat" (IS) wird der Nahe Osten nach Ansicht des Londoner Politikwissenschaftlers Peter Neumann nicht zur Ruhe kommen. "Die nächste Runde größerer Konflikte in der Region wird um die kurdische Frage gehen", sagte der Nahost-Experte der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Bei den kurdischen Verbänden, die derzeit die syrische IS-Hochburg Rakka angreifen, dürfe man nicht vergessen, dass es sich letztlich um die – auch im Westen als Terrororganisation eingestufte – PKK handele. "Das muss man einfach mal eingestehen, dass die PKK vom Westen gefördert, ausgebildet und mit Waffen beliefert wird", sagte Neumann.

"Am Ende dieses Konfliktes werden wir eine Situation haben, in der die Kurden im Norden Syriens bis an die Zähne bewaffnet sind und auch das politische Kapital haben, ganz neue Forderungen aufzustellen." Insofern sei die Sorge des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, dass die gelieferten Waffen später gegen die Türkei gerichtet werden könnten, nachvollziehbar.

Im Irak müsse zudem sichergestellt werden, dem IS abgenommene Gebiete wie Mossul zu stabilisieren. In diesem Zusammenhang könne man sich "durchaus darüber unterhalten, ob muslimische Truppen, aus Jordanien, der Türkei oder anderen muslimischen Staaten, eine sinnvolle Unterstützung sein könnten". Außerdem müsse Druck auf die irakische Regierung ausgeübt werden, "eine Art von politischem System zu schaffen, in dem sich die Sunniten wiederfinden", fordert Neumann.

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Die Marginalisierung der Sunniten, die zu den Anfangserfolgen des IS beigetragen habe, bestehe weiter. Die politischen Probleme des Landes seien "absolut nicht gelöst".

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24 Kommentare

  1. Opium und Bosporus – die Interessen der USA

    Die USA brauchen die Türkei in der Nato, um die Meerenge am Bosporus gegenüber Rußland zu kontrollieren und im Ernstfall der Schwarzmeerflotte den Weg abschneiden zu können und man braucht die Türkei als Drogenkurier für das afghanische Opium der CIA.

    Die CIA läßt das Opium in Afghanistan anbauen und verdient am weiterverkauf. In der Türkei arbeiten Regierung und Behörden mit der CIA zusammen und transportieren das Opium nach Europa, wo es von Asylnegern auf den Straßen verkauft wird.

    Die CIA ist also der Opiumproduzent, der Türke der Großhändler, und der Neger der Straßenverkäufer.

    Der türkische Geheimdienst MIT arbeitet offenbar mit der CIA im Drogenhandel eng zusammen. In Deutschland unterhalten die Türken Schein-Läden, um die Drogengelder zu waschen.

    —————————————-

    Sollte die Türkei sich Rußland und Iran annähern und als Verbündeter ausfallen, wird die USA sich dadurch rächen, dass sie analog zum IS die Kurden via CIA mit modernen Waffen aufrüstet, damit diese die Türkei zerlegen können und ihren eigenen Kurdenstaat ausrufen.

    Die aktuellen Waffenlieferungen an die Kurden dürften ein Warnschuß an Erdowahn sein, da dieser anfängt, Kontakte zu Iran und Rußland aufzubauen, Stichwort S-400-Kauf von Rußland.

  2.  

    Dem einen verkauf ich 'ne Keule,

    der haut damit 'ne Beule.

    Den Doktor schick ich hinterher,

    das Leben is gar nich so schwer.

    Und gehn mir mal die Keulen aus,

    dann ist es mit dem Kriege aus.

  3. Nachdem der Ami – Plan A (Sponsering des IS) sich in Syrien nicht realisieren ließ, weil der IS schon lange sein Eigenleben führt, haben die Amis noch Plan B (Sponsering der Kurden) aus der Taufe gehoben. 

    Wovon der "Experte" Neumann da fabuliert ist im Ergebnis nichts anderes als Plan B der Amis, und der wird konsequent zu seinem Ende geführt. Damit ist der Dauerzoff zwischen Türken, Irakern, Syrern und Iranern unausweichlich, denn mitten drin sitzen die Kurden. Die sind so blindfanatisch und lassen sich als Amipitbulls benutzen.

  4. Da spricht wieder mal einer das aus, was die Regierung so nicht sagen will. Die Kurden als uraltes Kulturvolk sind schon seit Jahrhunderten zu ihrem Leidwesen dreigeteilt und mit welchem Recht erlauben sich die beteiligten Staaten das legitime Selbstbestimmungsrecht in Frage zu stellen. Die Großmannssucht wird den Osmanenherrschern noch zum Verhängnis und es ist nur eine Frage von Zeit, bis sie sich selbst in Schwierigkeiten bringen, daß haben weit größere vor ihnen fertiggebracht und warum soll es denen anders ergehen. Auch hier muß man nur warten können, die Zeit erledigt alles ganz von selbst.

    1. Britisch-französischer Rassismus hat im Jahre 1916, Mitten im Weltkrieg, mit dem Sykes-Picot-Abkommen den Nahen Osten aufgeteilt. Die Kurden wurden ignoriert, während die Juden ein eigenes Siedlungsgebiet in Palästina erhielten, vom Mittelmeer bis zum Jordan. Östlich vom Jordan, in Jordanien, sollten alle Ureinwohner leben, jetzt Palästinenser genannt. Ein völkischer Staat für Juden, gar kein Staat für Kurden, auch kein Staat für Belutschen. Deutschland hat demgegenüber 1917 einen Staat für die Polen und einen Staat für die Ukrainer eingerichtet.

  5. Die Gründung eines PKK-Kurdistans war von Anfang an das Ziel.

    Barzani versucht dem zuvorzukommen mit seinem eigenen Kurdistan, deswegen die Volksabstimmung. Sowas sehen die USA aber überhaupt nicht gerne, denn die wollen lieber ihren PKK- Terror-Pitbull an der Macht sehen, denn nur so ergibt sich ein maximaler Gewinn für die USA und ein maximaler Konflikt für die Region.

    Wie auch alle anderen Pläne der USA wird auch dieser Schuss nach hinten losgehen. 

     

    1. Jeder gesunde Menschenverstand weiß, dass es mit dem Bestehen der Türkei in ihren jetzigen Grenzen nicht lange halten wird. Die Türkei ist derzeit das Spielball zwischen zwei Supermächten schlechthin. Ist das Ball in der Hand der Amis, werden die Russen die Kurden aufrüsten und ihnen zum Leidwesen der Türken einen eigenen Staat versprechen. Umgekehrt werden die Amis sogar weiter gehen, und die Türkei auseinanderreißen.

      1. und wird alles umsonst sein, denn wenn die iraner einen kanal zum schwarzen meer haben, wird die türkei was die seewege betrifft, als kontrollorgan sinlos, und verlieren somit die hälfte ihres strategischen wertes. die andere hälfte, der gemeinsame grenzverlauf mit russland ist vernachlässigbar.die russen würden kaum sich die mühe machen , in die türkei einzumarschieren, denn mit nem kanal aus dem schwarzen meer raus, gegen den die türkei natürlich ist,knalln se den türken was vor den latz und ruhe ist.

        1. "wenn die iraner einen kanal zum schwarzen meer haben"

          Hahaha, stimmt 🙂

          Ein Kanal durch Georgien –> Armenien –> IRAN –> in den persisichen Golf.

          Oder wie hast Du dir das vorgestellt?

  6. Warum gönnt eigentlich niemand den Kurden ihren eigenen Staat. Offensichtlich sind sie weder türkisch, syrisch oder persisch iranisch, gebt ihnen doch endlich, was ihnen zusteht, einen eigenen Staat.

    1. Schäuble würde sagen, die leiden unter Inzucht und warum finanziert ihnen Merkel nicht

      ein paar millionen Nigerianer und Sudanesen ? Ich denke , sie schafft das .

      — klar wäre ein umgesetztes Völkerrecht für Freiheit und Frieden zum Vorteil . Westlich zynisch ist es , wenn die Politik der USA , auch Deutschlands , vehement gegen den  stabilen Nationalstaat und das Völkerrecht auftreten, andererseits einen völkischen Nationalstaat Kurdistan militärisch aufbauen .

      1. ?

        Bingo…so ist es. Und wer schreit am lautesten für einen kurdischen Staat? Die Linken! Dieselben, die Nationalstaaten abschaffen wollen, dieselben, die eine Welt ohne Grenzen schaffen wollen; dieselben, die behaupten, es gäbe gar keine Deutschen, das sei nur Einbildung. Die Deutschen hätten gar keine Kultur – seien also Barbaren…. Özoguz (SPD)…

        Dieselben pfeifen seit Jahrzehnten für einen Kurdenataat, eine kurdische Nation. Dieselben, die permanent von Frieden zwitschern unterstützen stalinistisch terroristische Truppen: die PKK, die seit Jahrzehnten Umschuldige mordet, öffentliche Anschläge, bis hin zu Anschlägen auf Schulen und Kindergärten. Und Öcalans Kindersoldatentruppe.

        Weil jeder Zigeuner für Linke kulturell wertvoll ist.

      2. die baun da nix auf,die zerstören.

        indem sie die ungeliebten kurden millitärisch hochpäppeln,destabilisieren sie , und zwar sehr wirkungsvoll.

        iran irak türkei, dieses konglomerat gilt es aus amisicht zu destabilisieren.erst haben sie es mit dem is probiert, das ist aber voll nach hinten losgegangen,weil der is so verblendet ist und gedacht hat er kann die ganze arabische welt destabilisieren mit seinem terror. dann haben die russen den is mal die kuppe kupiert, und schon bricht alles zusammen.hat nur noch den iram stärker gemacht in syrien und seinen einfluß gestärkt, und auch politisch rückt der irak ideologisch näher an den iran.also sind sie umgeschwenkt auf die kurden,denn die liebt da keiner,und schon sind die der neue buhmann und die 3 vorher genannten sind beschäftigt.die frage ist, was macht der ami mit der neu gewonnenen freizeit? und wie wird es sich entwickeln, auch in hinsicht auf china, das gleich hinter iran liegt, mit dem sie verträge für one road one belt haben.ich glaub nicht das es zusehen wird wie iran destabilisiert oder in einen krieg gezogen wird, und auch russland wird da ein mächtiges wort mitreden wollen.und am rande die türkei, die in ihrer angst vor den kurden einen hysterisch kreischenden erdogan hervorbringt, der nach dem ganzen dreck nur als fußnote in der geschichte bleibt.

    2. Dann beschäftige dich doch mal mit dem Grund – von nicht gönnen kann da gar keine Rede sein. Die Kurden sind kein homogenes Volk. Die irakischen Kurden mit ihrem Anführer Mesüd Barsani führen sich im wieder "befreiten" Mosul gegenüber den dortigen arabischen Sunniten jetzt wie enthemmte Rächer auf, und sind nicht das was man teamfähig nennt. Anstatt Befriedung zu praktizieren marginalisieren sie dort alles was nicht kurdisch ist.

      In Syrien versuchen sie Gebiete zu erobern, die noch nie zu ihren Siedlungsgebieten gezählt haben. Das erzeugt auch keine Sympathien.

      usw, usw, …. die Kurden haben offenbar kein Talent zur Friedfertigkeit, und hauen sich ja sogar gelegentlich gegenseitig die Köpfe ein.

      Momentan nutzen die Amis diese "Pitbullneigung" der Kurden gerade weidlich aus. – Die Kurden werden ihrem Wesen entsprechend wieder mal vorgeführt, und schmeißen sich da sprichwörtlich rein, wie das Ferkel in die Scheiße. Das ist ihr eigener Fehler. 

      1. ja , manche völker sind wahrlich nicht mit hirn gesegnet worden. wenn man nicht mal über den eigenen tellerrand assoizieren kann, wirds schwer

    3. @ jojo

      gönnen tun es ihnen viele, bestimmt.nur, wer soll von seinem land was abgeben? wer will was abgeben, und wenn mehrere geben, wer bestimmmt wer was wo wieviel bekommt? du willst es nicht wissen, du willst nicht bestimmen , was gehts uns an, bei deren gemüt da unten sollen se sich die köppe einkloppen, je weniger von diesen hirnlosen da unten rumlaufen desto besser.

      1. und dann ist da der bibelspruch:

        es kann der frömmste nicht in frieden leben, wenn der böse nachbar es ihm nicht gönnt.

        und da unten gönnt der eine dem andren nicht das schwarze unter der vorhaut

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