Heinz-Christian Strache und Christian Kern.

Österreich: Kern kokettiert mit der FPÖ

Mit der ÖVP kann und will die SPÖ derzeit nicht mehr koalieren, die Grünen und Neos sind zu schwach. Also muss die "blaue Karte" gespielt werden.

Von Marco Maier

Auch wenn es innerhalb der SPÖ immer noch einige Vorbehalte gegen eine Koalition mit der FPÖ gibt, so weiß Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern, dass dies derzeit die einzige Option abseits einer erneuten Koalition mit der ÖVP darstellt. Denn seine Wunschpartner, Grüne und Neos, sind viel zu schwach, als dass sich eine Mehrheit ausginge.

Zudem weiß der Sozialdemokrat auch, dass ein kategorisches Nein zu einer Koalition mit den Freiheitlichen zu einer Neuauflage von Schwarz-Blau (bzw. Blau-Schwarz) führt, was die SPÖ erneut in die Oppositionsrolle bringen würde. Vor allem jedoch wäre dies das erste Mal seit 1986, dass kein ÖVP-Vertreter in der Bundesregierung sitzen würde.

Allerdings ist Kern auch klar, dass mit der FPÖ viele wirtschaftspolitisch "linke" Punkte eher umgesetzt werden können als mit den Konservativen der ÖVP. Knackpunkt - vor allem für den linken Parteiflügel - ist jedoch die Migrations- und Flüchtlingspolitik. Dort jedoch versuchten (sowohl früher als auch heute) vor allem sozialdemokratische (Innen-)Minister den Freiheitlichen das Wasser abzugraben, indem sie deren Forderungen zumindest partiell umsetzten.

Neo-ÖVP-Chef Sebastian Kurz hatte jedenfalls schon durchklingen lassen, eine Koalition mit der FPÖ zu bevorzugen. Damit werde die Blauen wohl nach der nächsten Nationalratswahl im Herbst zu Königsmachern - sofern sie es nicht doch noch auf den ersten Platz der Wählergunst schaffen.

4 comments

  1. Das kennen wir doch aus der Ära Haider.

    Kann das gut gehen?

     

  2. also zum einen ist das eh nur ne verarsche für die die sich nur höchstoberflächlich mit der politik in Ö beschäftigen

    soll s ja nicht wenige davon geben

    ich hoff halt jetzt bloß daß der strache nicht auch wie haider in die falle geht

    allerdings war haider immer schon zu weich, zu konsens bereit, zu harmoniebedürftig kurz n leichtes opfer für abgefuckte gauner ( schüssel, ries- passer / nutte und die krone nicht zu vergessen )

    alles andere als der " starke " mann / führer

    den vor allem auch die linke presse ( new s und konsorten ) immer in haider sehn wollte

    bzw. davor " warnte "

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