Nordirak: Türkei bombardiert Kurdenstellungen

Bei Luftangriffen durch die türkische Luftwaffe im Nordirak sind offenbar dreizehn PKK-Kämpfer gestorben. Schon zuvor bombardierten türkische Jets PKK-Stellungen in der Südosttürkei.

Von Marco Maier

Nachdem die türkische Luftwaffe bereits am Samstag Luftangriffe auf Stellungen der kurdischen Terrororganisation PKK in der vorwiegend von Kurden bewohnten südosttürkischen Provinz Van flog und dort mindestens zehn Menschen töteten, gab es heute erneut eine Luftoffensive.

Bei den Angriffen durch die türkische Luftwaffe in der Region Avasin-Basyan im Nordirak, die zur kurdischen Autonomieregion des Landes gehört, sollen dabei dreizehn weitere PKK-Kämpfer getötet worden sein. Ob dabei auch Zivilisten getötet oder verletzt wurden, ist nicht bekannt.

Laut türkischen Angaben hätten die PKK-Kämpfer Anschläge in der Türkei vorbereitet. Deshalb habe man mit entsprechenden militärischen Mitteln reagiert, um so die eigenen Bürger vor der Terrororganisation zu schützen.

In Bagdad selbst sieht man die Luftangriffe mit gemischten Gefühlen, zumal die türkische Armee gegen den Willen der irakischen Zentralregierung in der kurdischen Autonomieregion im Norden des Landes präsent ist. Für die irakische Regierung ist die türkische Truppenpräsenz eine Verletzung der nationalen Souveränität.

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4 Kommentare

  1. Wenn die Türkei von irakischem Gebiet aus militärisch angegriffen wird, ist zu erwarten, dass die Türkei zurückschlägt. Israel und die USA + , bewaffnen gezielt radikale Kurden , die gegen die Türkei und den Iran und Irak und Syrien den völkischen Kurdenstaat errichten wollen . Im Grund nur eine weiteres Projekt der Kriegstreiber , den Terror im Nahen Osten zu schüren.

  2. Der eigentliche Skandal liegt im Nichtstun der Europäer. Hier wird ein souveränes Land, der Irak nach Gutsherrenart angegriffen und ein Teil deren Bevölkerung attackiert und die Welt schaut zu. Was für ein widerliches Schauspiel und genau das erinnert an die Zeiten vor 70 Jahren, wo ebenfalls alle Normen gebrochen wurden. Vor unseren Politikern kann man sich nur noch angewidert abwenden und zwar von allen, vom kleinen Landrat, von wenigen Ausnahmen abgesehen, bis nach oben an die Spitze, die im Prinzip alle mit dazu beitragen dieses System zu stützen.

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