China: Kampf gegen Armut hat weiterhin Priorität

Trotz aller Erfolge in den letzten 30 Jahren gibt es in China nach wie vor viel zu tun, um die weiterhin existente Armut zu bekämpfen. 600 Millionen Menschen konnten schon aus der Armut befreit werden, rund 200 Millionen fehlen noch. Am 17. Oktober findet deshalb zum ersten Mal der Tag der Armutsbekämpfung statt, um damit das Bewusstsein der notwendigen Arbeit zu fördern.

Von Marco Maier

Der Vizedirektor des Armutsbekämpfungsbüros des chinesischen Staatsrats, Zheng Wenkai, sagte nach Berichten von Radio China am Dienstag vor der chinesischen Presse in Peking: "Erstens ist die Zahl armer Leute immer noch groß. Nach Kriterien Chinas galten Ende 2013 noch mehr als 82 Millionen Einwohner als arm, nach internationalen Normen mehr als 200 Millionen. Zweitens handelt es sich bei den Betroffenen um Fälle schwerer Armut. Sie haben nicht nur ein niedriges Einkommen, hinzu kommen in einigen Landesteilen noch weitere Schwierigkeiten in mehreren Bereichen. Dazu zählen die Wasserversorgung, Verkehrsanbindung, Stromversorgung, Schulbesuch, medizinische Betreuung und die Möglichkeit, Kredite zu erhalten. Drittens steht die weitere Armutsbekämpfung damit vor schwierigen Aufgaben. Denn die meisten armen Bürger konzentrieren sich in Gebieten, die von schlechten Produktions- und Lebensbedingungen, zahlreichen Naturkatastrophen und rückständigen Infrastrukturanlagen geprägt sind."

Wenn die Vorgaben der chinesischen Regierung umgesetzt werden, soll die Zahl der armen Menschen noch in diesem Jahr um 10 Millionen reduziert werden. Mit Hilfe einer gezielten Armutsbekämpfung und eines landesweiten Informationsnetzwerks wird dabei die Effizienz des Programms gesteigert. Zukünftig sollen weitere Leitungsvorgaben dazu beitragen, die soziale Armutsbekämpfung zu forcieren und vielfältig gegen die Armut vorzugehen.

"Erstens sollen gezielt solche Bereiche voran gebracht werden, die eng verbunden sind mit wichtigen Aspekten der Armutsbekämpfung in armen Gebieten. So muss zum Beispiel die Aufgabe der Armutsbewältigung konkret durch die Förderung der Sektoren Energie und Photovoltaik unterstützt werden. Und wir werden die Verbreitung des Online-Handels in ländlichen Gebieten ankurbeln mit dem Ziel, dort neue Produktionsbranchen zu etablieren. Solche Aufgaben können und sollen allerdings nicht nur von Regierungsbehörden erfüllt werden, sondern durch vielfältiges Engagement der Öffentlichkeit," so Zheng Wenkai.

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Für China, dessen Bevölkerung vor Jahrzehnten noch in großer Armut lebte, bringt der Wirtschaftsaufschwung einen enormen Wohlstandsgewinn mit sich, von dem immer mehr Menschen profitieren. Im Gegensatz zu früheren Staatsführungen kümmert sich die jetzige unter Präsident Xi Jinping auch um die Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität, die sich unter anderem in strengeren Umweltschutzgesetzen bemerkbar macht.

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