Die US-Präsidentschaftswahlen werden die US-Politik nicht ändern, aber andere Faktoren könnten

Die Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten stehen nun weniger als 15 Tage bevor, und nichts, was aus den Aussagen der beiden Kandidaten hervorgeht, weckt die Zuversicht, dass die Welt nach der Wahl ein sicherer und vernünftiger Ort sein wird, unabhängig davon, wer sie gewinnt. Es ist ein trauriges Spektakel, dass der Anwärter auf die Führung der „freien Welt“ von zwei solch offenkundig unzulänglichen Führern angefochten wird.

Die Verliererin der Wahl 2016, Hillary Clinton, hat bereits erklärt, dass ihre Partei die Ergebnisse nicht akzeptieren würde. Vermutlich bezieht sie sich damit auf die Nichtannahme eines Trump-Sieges durch ihre Partei. Eine solch eindeutige Erklärung abzugeben, bevor die Stimmen abgegeben, geschweige denn gezählt worden sind, ist ein außerordentliches Misstrauensvotum gegen die Integrität des amerikanischen Wahlsystems.

Wenn das, was sie sagt, buchstäblich wahr ist, und es keinen Grund zu geben scheint, an der Wahrhaftigkeit ihrer Äußerungen zu zweifeln, dann ist dies ein Signal, dass den Vereinigten Staaten eine sehr unruhige Zeit bevorsteht. Bei der überwiegenden Mehrheit der Länder wäre ein derart ungeklärter Ausgang nicht von großer Bedeutung. Die Vereinigten Staaten sind jedoch kein unbedeutender Akteur auf der Weltbühne. Das Potenzial für globale Umwälzungen ist wesentlich größer als zu irgendeinem Zeitpunkt in der jüngsten Vergangenheit.

Es kann nicht darauf vertraut werden, dass ein Sieg von Joe Biden zu einem signifikant anderen Ergebnis führen würde. Beide Männer schienen miteinander zu wetteifern, um absurde Bemerkungen über Putin und seinen chinesischen Amtskollegen Xi zu machen. China scheint umso anfälliger für die wirtschaftlichen Folgen der offenkundig wahnsinnigen Anti-China-Hysterie zu sein, die von beiden Präsidentschaftskandidaten geschürt wird.

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Eine Analyse von James O’Neill

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2 Kommentare

  1. Die Chinesen werden zu Recht eine Wiederwahl Trumps fürchten müssen, denn er ist einer der wenigen, der die Verschiebung zu Gunsten des Reiches der Mitte erkannt hat und sich nicht auf Floskeln einlassen will um damit die USA zu schwächen, was ja auch nicht seine originäre Aufgabe ist.

    Im übrigen sollte man sich nur mal die Doktrin des ehemaligen kommunistischen Außenministers der Volksrepublik von Anfang 2000 durchlesen, dann könnte man ja sogar noch Verständnis für Trumps Reaktionen gewinnen, denn da wird klar die Marschrichtung skizziert und die geht Richtung USA und kein Präsident, der davon Kenntnis hat, kann dem zustimmen und deshalb wird sich in dieser Frage auch in Zukunft nichts ändern, solange Trump Präsident bleibt und die Europäer sind doch schon viele Jahre garnicht mehr handlungsfähig, was China anbelangt, denn ihre Abhängigkeit ist so groß,
    daß sie sich ein Zerwürfnis garnicht leisten können, wenn sie nicht selbst in Schieflage geraten wollen,

    Die einzige Macht die noch alles zügeln könnte wären die USA und diese Frage wird nur Trump in seiner zweiten Amtszeit beantworten können, oder auch sie begeben sich in deren Abhängigkeit, zumindest was den Führer der Demokraten anbelangt.

  2. Ich bin kein großer Freund von Trump, trotzdem wünsche ich mir den Sieg aus dem Grund, Brüche zwischen China und den USA und der EU und den USA zu erzeugen.

    Mit Biden würde das Siechtum weiter gehen. Und das kann niemand ernsthaft wollen.

    Wer die Reden Chi Haotians kennt „Der Krieg kommt auf uns zu“ und „Der Krieg ist nicht weit; er ist der Geburtshelfer des chinesischen Jahrhunderts“, kann den Kurs Trumps nicht anzweifeln. Wenn ich die Reden kenne, dann sollte Trump die auch kennen.

    Worüber die Welt noch schweigt:

    http://www.chinahush.com/2009/10/21/amazing-pictures-pollution-in-china/

    Arte hat eine neue und umfassende Doku heraus gebracht. Die ist hochdramatisch und ich möchte sie jedem ans Herz legen: „Die Erdzerstörer“.

    Wer danach nicht schockiert ist, der ist ein Psychopath.

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