Coronakrise: Mehr Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften

Die Lockdown-Maßnahmen im Zuge der Coronakrise kosten nicht nur viele Arbeitsplätze und Existenzen, sie schicken auch unzählige Menschen ins Hartz-IV-System.

Von Michael Steiner

Die Lockdown-Maßnahmen im Zuge der Coronakrise haben auch die deutsche Wirtschaft schwer getroffen. Die Bundesrepublik wird in diesem Jahr in eine Rezession abgleiten und viele Unternehmen werden in die Insolvenz schlittern. Die Arbeitslosigkeit steigt jetzt schon stark an und wird zu einer Zunahme bei den Beziehern von Hartz-IV führen.

Das Bundesarbeitsministerium geht davon aus, dass es in den kommenden sechs Monaten wegen den wirtschaftsfeindlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus bis zu 1,2 Millionen zusätzliche Bedarfsgemeinschaften geben wird, heißt es in der Antwort des Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.

Bei einem sechsmonatigen Bezug der Leistungen rechnet das Ministerium nach eigenen Angaben mit staatlichen Mehrausgaben in Höhe von 9,6 Milliarden Euro. Der vom Ministerium wegen Corona erwartete Anstieg bei den Bedarfsgemeinschaften bedeutet einen Zuwachs um rund 40 Prozent gegenüber März, so die Funke-Zeitungen.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Zahl der Bedarfsgemeinschaften für März nach eigenen Angaben auf rund 2,83 Millionen hochgerechnet, für April sind es rund 2,88 Millionen mit darin rund 5,71 Millionen Personen. Die Daten der Bundesagentur für die beiden zurückliegenden Monate sind vorläufig, die endgültigen Angaben liegen noch nicht vor.

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In ihrer Antwort erklärt die Bundesregierung den gestiegenen Leistungsbezug in der Coronakrise unter anderem mit den erleichterten Bewilligungen während der Pandemie. Demnach findet in den Monaten März bis einschließlich Juni keine Vermögensprüfungen mehr statt. Auch das persönliche Erscheinen im Jobcenter ist keine zwingende Voraussetzung mehr für den Erhalt der finanziellen Unterstützung.

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Mit ihren scharfen Maßnahmen hat die Politik nicht nur viele Menschen in die Arbeitslosigkeit geschickt und unzählige Existenzen zerstört, sondern dazu auch noch sehr viele unschuldig in das Hartz-IV-System gedränkt. Ein System, welches sich weitestgehend als unfähig erwiesen hat, die Bezieher zu fördern und wieder in Lohn und Brot zu bringen.

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Ein Kommentar

  1. Nun kann ja eine Bedarfsgemeinschaft eine Einzelperson sein oder eben auch eine Familie. Da geht es dann auch um die anrechenbaren Einkünfte und Vermögenswerte, zum Beispiel des Ehepartners.

    Das heißt, die jetzt bereits, während der „Corona-Krise“, beantragten HARTZ IV Leistungen und die noch kommenden – durch Insolvenzen, Arbeitsplatzabbau – führen zur weiteren Verarmung in der Bevölkerung. Was natürlich wieder Auswirkungen auf die Kaufkraft und damit weitere Arbeitsplätze hat. Diese Spirale kann dann im Einzelfall wiederum in die Altersarmut führen.

    Die Rezession ist bereits da, die Depression folgt spätestens mit dem Nachschlag Corona 2 und Corona 3, vom dem viele Politiker, die MSM und natürlich die „Experten“ bereits reden – schließlich will man ja dann den „Impfstoff“ einsetzen, dem man so entgegenfiebert.

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