Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren, stellt das österreichische Bundesland Tirol die Gemeinden unter Quarantäne.
Von Marco Maier
Mit Stand 18. März, 10:18 Uhr wurden im österreichischen Bundesland Tirol insgesamt 444 Coronavirus-Infektionen gemeldet. Damit bleibt das Land das Epizentrum des Covid-19-Ausbruchs in Österreich. Dies ist auch ein Grund dafür, weshalb die Landesregierung nun zu verschärften Maßnahmen greift, um die Pandemie einzudämmen.
Bereits früher wurde die Ein- und Ausreise nur noch in Ausnahmefällen ermöglicht. Die Außengrenzen zu Italien, der Schweiz und Deutschland wurden geschlossen - mit Ausnahme der Rückreise von Urlaubern, sowie des Pendler- und Warenverkehrs. Eine Beschränkung des Verkehrs wurde ebenfalls angeordnet.
Doch nun wurden die Bestimmungen verschärft. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) erklärte am Mittwochabend, dass alle 279 Gemeinden des Landes unter Quarantäne gestellt werden. Nun darf die Heimatgemeinde nur noch verlassen werden, um sich die Deckung der Grundversorgung bzw. die Daseinsvorsorge zu sichern, oder aber um zur Arbeit zu kommen.
Hier gilt die Einschränkung, dass man maximal bis zum nächsten Ort fahren darf, wenn es im eigenen keinen Arzt, keine Apotheke, kein Lebensmittelgeschäft oder keine Bank gibt.
Ausnahmen gibt es auch für den Warenverkehr, um so die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern zu gewährleisten. Immerhin brauchen die Supermärkte, Apotheken und Krankenhäuser auch Nachschub an Nahrungsmitteln und Medikamenten.
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